von Dr. Schien Ninan
26.11.2019

Tipps für die schwierigste Rede, die Sie jemals halten werden

Es gibt kaum eine größere Herausforderung, als eine Grabrede zu halten. Ich musste kürzlich an zwei Begräbnissen teilnehmen und habe mir Notizen für Sie gemacht.

Sie müssen nicht

Auch wenn Sie die nächststehende Person des verstorbenen Menschen sind, bedeutet das nicht, dass Sie die Grabrede halten müssen. Wenn der Schmerz zu groß ist und Sie nicht die Kraft dafür finden, können Sie diese Rolle abgeben.

Bei einem der beiden Begräbnisse hat nicht die Ehefrau des Verstorbenen, sondern der Sohn die Rede gehalten. Der Sohn fand für seine Mutter und alle Anwesenden passende, tröstende Worte.

Beschreiben Sie die Vielfalt des Menschen

Begräbnisse sind unsere Form, uns kollektiv von einem Menschen zu verabschieden und die Trauer zu verarbeiten. Es werden Personen aus der Familie, der Arbeit, Vereinen, der Nachbarschaft etc. anwesend sein.

Stellen Sie in Ihren Worten einen Bezug zu möglichst allen Anwesenden her. Geben Sie allen die Möglichkeit, sich durch Ihre Worte an den verstorbenen Menschen zu erinnern.

Bleiben Sie verständlich

Versuchen Sie, auch wenn während der Rede die Emotionen in Ihnen hochkommen, verständlich zu bleiben. Dazu folgende Hinweise:

  • Nutzen Sie einen Notizzettel. Bei einer Grabrede darf dieser ruhig etwas größer und ausführlicher formuliert sein.
  • Üben Sie Ihre Rede vorher und sprechen Sie diese mehrmals laut durch.
  • Konzentrieren Sie sich, während Sie sprechen, auf die Worte und nicht auf deren Inhalt. Dies reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass Sie plötzlich von Ihren eigenen Gefühlen übermannt werden.
  • Sollten Sie doch einen Kloß im Hals haben, machen Sie eine Pause, um sich zu sammeln.

Sollten Sie einmal in diese Situation kommen, wünsche ich Ihnen die nötige Kraft.

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