13.03.2012
von Emil Hierhold

Slides: weniger Elemente, aber klarer und deutlicher

Lichtstärke und Auflösung der "Beamer" machen auch kleine Schriften noch gut lesbar – das ist aber kein Grund, möglichst viele Informationen in jedes Slide zu pressen!

  • Worte weglassen: Telegrammstil, keine ausformulierten Sätze!
  • EIN(grafisches) Element pro Slide: EIN Foto, EINE Grafik, EINE Tabelle
  • Information auf das Wesentliche reduzieren: 2 statt 3 Dimensionen, Hilfslinien weg, Zahlen verkürzen (2,24 Mio. statt 2.243 567), klare Hintergründe, keine Verzierungen.

Im 1-tägigen Workshop "Slides that win" entdecken und praktizieren die Teilnehmer Möglichkeiten, die Aussagekraft ihrer Slides zu stärken, indem sie sich auf wirkungsvolle und einfache Mittel konzentrieren.

12.08.2011
von Emil Hierhold

Was tun, wenn das Notebook plötzlich streikt - oder der Projektor nichts zeigt?

Technik (PowerPoint…) zu nützen ist o.k., sich ihr voll auszuliefern nicht. Hoppalas passieren nicht nur im TV, auch in der Präsentation müssen Sie damit rechnen!

  • Durchdenken: was machen Sie, wenn das Notebook/der Projektor/ALLES ausfällt (Stromstörung)? Worauf können Sie im Notfall ausweichen: Flip-Chart/Whiteboard, auf Handouts? Oder einmal einfach nur reden? Es gab früher einmal tatsächlich Kommunikation ohne visuelle Hilfsmittel …
  • Krisenmanagement, wenn ein kurzer Reparaturversuch nicht fruchtet (maximal 2 Minuten): Ein anderes Modul oder die nächste Pause vorziehen? Auf Ersatzmedien ausweichen (siehe oben), während jemand (wer?) versucht, die Technik wieder in Gang zu bringen?
  • Echtes Back-up: Bei entscheidenden (Groß-) Veranstaltungen und wenn Sie tatsächlich auf Ihre Slides angewiesen sind, brauchen Sie einen Reserveprojektor und einen Helfer, der auf einem zweiten Notebook die Präsentation parallel mitklickt.


Mit Notfallprogrammen ist es wie mit dem Regenschirm: Wenn man ihn mit hat, regnet es wahrscheinlich gar nicht ...

In allen HPS-Seminaren freuen sich die Trainer, wenn etwas Unvorhergesehenes, eine Panne passiert: Das ist dann "real life" und bietet die Gelegenheit für aktuelle, praxisorientierte Tipps. Besser, es geschieht im Seminar, als in der echten Situation!

01.08.2011
von Emil Hierhold

Was tun, wenn Sie plötzlich statt 30 nur 10 Minuten Zeit haben?

Weil alle Präsentatoren vor Ihnen schamlos überzogen haben, der Moderator das Zeitmanagement nicht im Griff hat und das – natürlich unverschiebbare – Mittagessen naht. Oder Ihr wichtigster Zuhörer muss viel früher als geplant zum nächsten Termin …

  • Notfallplanung - VORHER durchdenken! Was ist das Wichtigste, das Sie unbedingt rüberbringen müssen? Sie haben z.B. 20 Folien: wenn Sie nur vier davon zeigen könnten - welche wären das?
  • Weglassen - nicht durchhasten! Ein höheres Sprechtempo oder rasches Durchblättern durch Ihre Präsentation verwirrt und zeigt Unsicherheit. Es wirkt besser, wenn Sie Folien überspringen: die Nummer der gewünschten Folie eintippen, "Enter " und schon sind Sie dort!
  • NICHT: Schmollen oder die Schuldfrage diskutieren! Das ändert nichts an der Situation, sondern belastet nur die Beziehung.

In solchen Situationen können Sie nur mit Humor und souveränem Krisenmanagements punkten - oder Sie nehmen ein Risiko: abbrechen und freundlich aber bestimmt um einen neuen Termin ersuchen.

Im Training "Erfolgreich präsentieren am runden Tisch" lernen die Teilnehmer, wie man die kritische Frage des verfügbaren Zeitbudgets gleich zu Beginn und auch zwischendurch klärt.

31.05.2011
von Emil Hierhold

Verändern Sie Ihre „signal-noise-ratio“! (Signal : Geräusch)

In der Physik ist diese Relation sehr wichtig. Sie misst die Klarheit eines Signals, zum Beispiel in der Raketentechnik: je weniger "Geräusch", desto besser der Empfang, desto besser funktioniert die Steuerung.

Betrachten Sie als „Signal" die Information, die für Ihre Zuhörer wertvoll ist - Tatsachen, Zahlen, Nutzen. Ein „Geräusch" dagegen macht das Signal undeutlich oder lenkt von Ihrer Botschaft ab. „Geräusche“, die Sie aus Ihrer Präsentation eliminieren sollten:

  • generell: alle Details, die nicht unbedingt notwendig sind und die Zuhörer verwirren könnten
  • überflüssige Elemente in Ihren Slides (Beschriftungen, Hilfslinien, 3D-Effekte, Nullen, „auflockernde Bilder“ …)
  • Gesten ohne Sinn, denn diese sind "Visuelle Geräusche"

Von einer Führungskraft dürfen Mitarbeiter klare, unmissverständliche Signale erwarten, den "Geräuschbedarf" befriedigen Politiker mehr als genug.

In der „Meisterklasse -  präsentieren mit Durchschlagskraft“ erproben Sie, wie weit Sie am Weg zu mehr Klarheit und Prägnanz gehen können und gehen müssen, um wirklich "rüberzukommen".

11.05.2011
von Emil Hierhold

„Sie wissen ja sicher …“ – aktuelle Schlagzeilen der Medien ausspielen

Ein sportliches, ein kulturelles, ein weltpolitisches Ereignis und sogar eine Katastrophe können Ihrem Thema oder Anliegen Farbe und Dynamik geben.

  • Ein überraschender / verdienter / lange überfälliger Sieg:  So geht es uns / wird es uns (Ihnen) gehen mit dem Projekt, dieser Idee …
  • Schätzwert 500000, Auktionsergebnis  7 Mio €: den eigenen Wert nicht unterschätzen, den richtigen Käufer finden, auch Fachleute können irren
  • Erdbeben / Tsunami / Atomunfall: Sorgfältig planen, Sicherheitsreserven einbauen. Aber auch: durch Rückschläge nicht entmutigen lassen. „Katastrophen“ sind relativ


Emotional aufgeladene Ereignisse wirken stärker, lenken aber auch ab: Wenn dann alle hitzig diskutieren (oder darüber nachdenken) ob dieser Sieg wirklich verdient war, leidet Ihre Botschaft …

Die „Rhetorische Kraftkammer“ bietet Ihnen Anregungen für einen starken Einstieg und die Möglichkeit, diesen vor einer kritisch-konstruktiven Gruppe zu erproben.

04.05.2011
von Emil Hierhold

Über das Wetter reden – aber gezielt und zuhörerorientiert!

„Ob’s stürmt oder schneit, ob die Sonne uns lacht …“ – mit JEDEM Wetter lässt sich ein aktueller Bezug zu Ihren Zuhörern herstellen:

  • „Sauwetter“: manches kann man nicht ändern, aber die richtige Ausrüstung macht’s (Situation am Markt – unsere Maßnahmen); jedes Ding hat zwei Seiten / Nachteile UND Vorteile: Regen ist wichtiges Wasser für die Natur!
  • Sonnenschein: Gute Zeiten nutzen! Aber auch: Achtung vor Kehrseite (UV-Strahlen). Oder: bei schönem Wetter hier im Saal sitzen? Verständnis zeigen!
  • Heiß oder kalt: Was uns (nicht) kalt lässt, was uns (nicht) in Hitze bringt – bringen darf. Hitze und Kälte sind relativ: Informationen nüchtern betrachten

Über den aktuellen Zustand des Wetters lässt sich leicht eine gemeinsame Basis herstellen – nicht umsonst redet man „vom Wetter“, bevor man „zur Sache“ kommt.

Im Training „Erfolgreich präsentieren am runden Tisch“ geht es auch um die Gesprächseröffnung: Da ist ein aktuelles Ereignis oder eben „das Wetter“ eine gute Methode.

29.04.2011
von Emil Hierhold

Die Kraft der aktuellen oder bevorstehenden Jahreszeit nützen

Jede Jahreszeit hat spezielle Charakterzüge,  mit denen Sie Ihre Botschaft verstärken und aktualisieren:

  • Frühling: neuer Schwung, Wachstum, Zuversicht, aber auch Frühlingsstürme …
  • Sommer: Reife einer Idee, Kraft der Sonne, aber auch Gefahr: Sonnenbrand, austrocknen
  • Herbst: Ernte = Rentabilität, Markterfolg; Rückschau, aber auch: Regenschirm, Vorsorge für Winter
  • Winter: klare Sicht, „warm anziehen“, zusammenrücken, durchhalten

Jede Analogie, jeden Vergleich können Sie entweder punktuell einsetzen, z.B. nur beim Start, oder aber mehrfach, also z.B. den Frühling immer wieder ins Spiel bringen, mit allen Facetten.

In der „Meisterklasse -  präsentieren mit Durchschlagskraft“ erproben Sie, ob und welche Analogien und Vergleiche zu Ihrer Persönlichkeit passen und daher gut ankommen.

06.04.2011
von Emil Hierhold

„Wenig Zeit“ bedeutet nicht „Schnell sprechen“!

Unsere automatische Reaktion auf Zeitdruck ist Beschleunigung – also schneller sprechen. Damit wirken Sie aber bloß unsicher, geben Ihren Druck auf die Zuhörer weiter – und die schalten ab.

  • Weglassen, sich auf‘s Wesentliche beschränken. Daher VORHER überlegen: welches Argument, welche Information muss unbedingt transportiert werden?
  • Unter Druck kommen nur prägnante Inhalte durch. Prägnanz passiert leider nicht spontan. Kernaussagen müssen Sie oft (re-)formulieren, bis sie kompakt und kräftig sind.
  • Gewonnene Zeit für Wirkungs-Pausen nützen. Betrachten Sie Ihre 5 oder 6 prägnanten Kernsätze als Edelsteine, die eine Fassung brauchen, um zu wirken: kurze Pausen sind solche „Fassungen“.

Klare, logische und vor allem einprägsame (prägnante) Sätze mit kurzen Pausen dazwischen – damit erzielen Sie auch unter Zeitdruck maximale Wirkung. Die Vorbereitung darauf lohnt sich.

In der „Meisterklasse: Präsentieren mit Durchschlagskraft“ testen kommunikationstechnisch fortgeschrittene Teilnehmer verschiedene Methoden, wie sie ihre Prägnanz steigern können und was davon zu ihrer Persönlichkeit passt.

30.03.2011
von Emil Hierhold

Verkürzung braucht Logik, braucht Struktur

Je knapper eine Ressource (Zeit), desto sorgfältiger muss geplant werden. Sich 20 Minuten lang über eine tolle Idee verbreiten, das kann jeder. Aber diese in 3 Minuten oder weniger auf den Punkt bringen, das verlangt eine klare logische Struktur, z.B. für einen Lösungsvorschlag:

  • Problem / Lage: „Wie sieht die Situation aus?” (Auch bei äußerster Kürze den Zuhörer „abholen“ – worum geht’s überhaupt?
  • Die eigentliche Idee: „Ich schlage vor …“ – was ist es, was kostet es – dafür dürfen Sie 40-50% Ihrer Zeit verplanen
  • Ergebnis: Das, was Ihre Zuhörer interessiert – Geld, Umwelt, Ethik, Rendite, Image …
  • Nächster Schritt: „Was muss als Nächstes geschehen?“ Kurz, aber konkret, z.B. „Geben Sie mir 20 Minuten für die Fakten, die all das beweisen!“

Jedem dieser Punkte können Sie sicherlich viel hinzufügen – das tun Sie aber erst, wenn Sie das Interesse gewonnen haben und mehr Zeit bekommen.

Genau diese Struktur erproben Teilnehmer der „Die Rhetorischen Kraftkammer®“ unter dem Titel „3-Minuten-Blitzvorschlag“ – und erleben, wie schwer (und wichtig!) es ist, sich kurz zu fassen.

14.03.2011
von Emil Hierhold

Bitte unbedingt mitnehmen! – Auf den "Takeaway" achten

Jedes Slide, das Sie zeigen, hat einen bestimmten Zweck. ("Weil es so schön ist" oder "Weil wir es immer zeigen" mag ein Motiv, ein Grund sein, aber kein Zweck). Der Zweck ist, was Sie mit diesem Slide bewirken wollen: beunruhigen, unterhalten, informieren, eine Entscheidung ermöglichen … Es ist Ihre Verantwortung als Präsentator sicherzustellen, dass Sie diesen Zweck (Ihr Ziel) erreichen und dass die Zuschauer genau das mitnehmen ("take away"), was Ihnen wichtig ist.

Die Gefahr: für Sie selbst ist das alles völlig klar – für die Zuschauer aber leider nicht! Am besten, Sie bauen den "Takeaway" auch verbal in die Folie ein: entweder gleich in die Überschrift, also kein "Thema" ("Konjunkturentwicklung"), sondern eine "Botschaft" ("Konjunktureinbruch im 3. Quartal aufgeholt"). Oder Sie fügen am Ende der Folie eine solche Aussage ein: zum Mitnehmen!

Im Training "Erfolgreich präsentieren am runden Tisch" geht es um die interaktive Präsentation, z.B. im Verkauf. Hier üben die Teilnehmer u.a. die Technik des "Checking": mit einer Frage überprüfen sie, ob der "Takeaway" auch rübergekommen ist. Wenn nicht: stopp!

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