08.07.2010
von Emil Hierhold

Null-Sendung – das Spiel mit dem NICHTS

In unserer reizüberfluteten Zeit sind wir daran gewöhnt, dass immer etwas "auf Sendung" ist. Dass der Präsentator ununterbrochen spricht, dass eine Folie nahtlos auf die andere folgt. Vortragende tun das, weil sie Angst haben, bei der kleinsten Lücke ihres Sendestromes unterbrochen zu werden, oder die Zuhörer zu verlieren. Nur der Mächtige kann sich eine Pause leisten, kann einmal das Bild wegschalten. Und genau das drehen wir um!

  • Legen Sie eine Pause ein! Aber nicht irgendwo, sondern nach einer Ankündigung "Und das Ergebnis war völlig überraschend:  PAUSE ", oder nach einer wichtigen Aussage. Wirken lassen. Ernst und bedeutungsvoll in die Runde blicken. Die Stille aushalten!
  • Beginnen Sie mit einer Pause! Der Mächtige hat Zeit, anzukommen, das Pult  (oder den Vortragsplatz) in Besitz zu nehmen, herumzublicken, zu sehen, wer da ist, sich selbst wirken zu lassen – und DANN ERST ZU SPRECHEN!
  • Bild weg – jetzt bin ICH wichtig! Die ganz besonders Mächtigen verwenden ja gar keine Bilder, das könnte ablenken. Geht schwer, wenn Sie Detailinfos und Zahlen zu präsentieren haben. Aber zwischendurch einmal die Taste "B" (wie "black") drücken, und die Leinwand ist finster. Jetzt sind alle Augen auf Ihnen, und jetzt verkünden Sie etwas, das Ihnen wichtig ist. Das wirkt!

Die Pause zu Beginn lernen die Teilnehmer von "Sicher präsentieren - wirksamer vortragen" im Rahmen  der Starttechniken kennen –  die Taste "B" und das kraftvolle "Insert" an dieser Stelle trainieren fortgeschrittene Präsentatoren in der "Meisterklasse: Präsentieren mit Durchschlagskraft".

  • 0 Kommentar(e)

Mein Kommentar

Zurück

Archiv

Kopieren Sie diesen Link in Ihren RSS Reader

RSS 0.91Posts
RSS 2.0Posts
# Container schließen