12.12.2009
von Emil Hierhold

Entscheidende Sekunden sauber versauen

Absturz - bloß nicht!
„Mir wird schon das richtige einfallen!“

Verlassen Sie sich ruhig auf Ihre Intuition, denn erstens haben Ihre Zuhörer gefälligst aufzupassen und sich um Verständnis zu bemühen. Und zweitens ist das, was Sie sagen, doch völlig klar, oder?

  • Legen Sie einfach los - Ihr Leitspruch: „Woher soll ich wissen, was ich meine, bevor ich höre, was ich sage?“
  • Vermeiden Sie jede Art von Struktur oder roten Faden!
  • Nehmen Sie ruhig an, dass alles bekannt ist. „ASSUME“ (engl. für „annehmen“) makes an ASS out of U (you) and ME!
  • Schließen Sie, ohne etwas Konkretes zu verlangen - intelligente Menschen werden wissen, was Sie wollen.


Falls die gewünschte Wirkung ausbleibt: beklagen Sie die Dummheit der anderen!

All das vermeiden Sie mit der richtigen Zuhörerorientierung - das Fundament aller HPS-Trainings.

30.11.2009
von Emil Hierhold

Der "Elevator Pitch" - in 50 Sekunden näher zum Ziel

Reicht die Dauer einer gemeinsamen Liftfahrt, um den entscheidenden nächsten Schritt zu schaffen?

Die Situation ist tausendfach beschrieben: Sie kommen durch (geplanten?) Zufall für ganz kurze Zeit an Ihren wichtigsten Entscheider heran – z.B. im Lift („Elevator“). Wie gelingt Ihr „Pitch“ (= entscheidender Wurf beim Baseball, Verkaufsargumentation)?

  • Opportunity: JETZT ist etwas neu, anders als früher, und nur jetzt! Das ist Ihr „Attention Catcher“
  • Proposal: der konkrete Vorschlag, die Idee, wie diese Chance zu nutzen ist
  • Leverage (Hebelwirkung): warum gerade SIE das schaffen
  • Cost / Benefit: was kostet‘s – was bringt‘s?
  • Next Step: was jetzt geschehen muss, um die Chance zu wahren

Damit erreichen Sie, was Sie brauchen: Das OK für mehr Zeit bei einem nächsten Termin. Vorausgesetzt, jedes Ihrer Worte sitzt.

Spezielle Werkzeuge für spezielle Situationen vermitteln Ihnen die "Meisterklasse", oder das "Präsentatissimum".

Kategorie(n): Präsentationsaufbau
17.11.2009
von Emil Hierhold

Unter (Zeit-)Druck denken und sprechen - it dem HPSpresso®

„Was meinen Sie dazu?“ Jetzt rasch eine Antwort, obwohl Sie die Sache noch gar nicht voll durchgedacht haben

Entwickelt wurde der HPSpresso gegen „heiße“ Fragen in der Diskussion nach einer Präsentation. So servieren Sie ihn:  

  • Einschalten - Überdruck ablassen: die (kritische) Frage wiederholen, dabei entschärfen - oder das Thema nennen
  • „Einerseits …“ - beleuchten Sie das Thema z.B. von den positiven Seiten her oder aus der Sicht einer bestimmten Gruppe
  • „… andererseits …“ - nun kommt der Gegenpol dran
  • Essenz: jetzt erst führen Sie die beiden Gesichtspunkte zusammen und bringen Ihre eigentliche Stellungnahme. Oder halten sich bewusst zurück: „Das ist so nicht zu entscheiden!“
  • Appell: Ihre Botschaft, Ihr Aufruf zur Aktion, vielleicht auch nur zum Einholen weiterer Informationen.


Geben Sie Ihren Gedanken während der Phasen 1-3 die Chance sich zu klären und Sie beeindrucken durch Ihre Souveränität.

In der "Rhetorischen Kraftkammer" trainieren die Teilnehmer viele weitere Einsatzmöglichkeiten des HPSpresso: von Analyse bis Zusammenhänge darstellen.

Kategorie(n): Rhetorik
04.11.2009
von Emil Hierhold

Saubere Statements senden: "Kern und Satelliten"

Sie wollen sich in einer Diskussion zu Wort melden oder eine Sache klarstellen, natürlich unter Zeitdruck, vielleicht auch unter Stress.

Probieren Sie diese offene Struktur, bei der Sie den „Kern“ (das ist Ihr Thema, die Frage, um die es geht) immer wiederholen, bevor Sie den nächsten „Satelliten“ starten:

  • Den „Kern“ zu Beginn klarstellen und gleich die folgenden „Satelliten“ ankündigen: „Es geht um XYZ (Ihr „Kern“) und dazu einige Punkte / Fragen / Gedanken ...“
  • 2 bis x Satelliten bringen, aber jeden mit einer Wiederholung des Kerns einleiten: „Ein weiterer Punkt zu XYZ ist …“ , „… und dann noch etwas zu XYZ“
  • Resümee – nochmals der Kern: „Das sind 3 (einige / die wichtigsten) Punkte zu XYZ und daher meine ich ...“

Nur mit der konsequenten Wiederholung Ihres Kerns sichern Sie Verständnis und wirken prägnant und professionell.

Das Prinzip der klaren Gliederung vermittelt der Klassiker "Sicher präsentieren-wirksamer vortragen" z.B. mit dem QUICK-Strukt.

Kategorie(n): Präsentationsaufbau
14.07.2009
von Rainer Weiss

Aus der Praxis für die Praxis! Wie Sie mit wenigen Handgriffen aus Ihren Slides MEHR herausholen

Reduzieren und Gelerntes nutzen! So gehen Sie vor:

  • Ersetzen Sie das Wort „Steigerung“ durch ein Pluszeichen.
  • Rot symbolisiert Achtung, Grün ein Okay – diese Wirkung nutzen Sie auch bei den Zahlen.
  • Als Farbe der Tabellenlinien ein helles Grau statt Schwarz. Es wirkt weniger „schwer“.
  • Ordnen Sie die Zahlen und Buchstaben jeweils zentriert an. Das sieht sauber aus.

So machen Sie Zahlen in einer Tabelle für Ihre Betrachter merkbar:

  • Stellen Sie die relevanten Zahlen kräftig dar, formatieren Sie diese „Fett“ und nutzen Sie eine andere Farbe, z.B. weiß.
  • Um die Zeile noch zusätzlich hervorzuheben, ändern Sie den Hintergrund im Vergleich zu den anderen Zeilen.
  • Um die eine Zahl hervorzuheben, die den Erfolg der Projektgruppe C am deutlichsten zeigt,kreisen Sie die Zahl z. B. rot ein.
  • Sie können das Ganze noch mit einem Animationseffekt untermauern, zum Beispiel „Auflösen“.
Kategorie(n): Visualisierung
14.07.2009
von Rainer Weiss

Diagramm - häufig die beste Form Zahlen und Entwicklungen zu präsentieren

Folgende Schritte gilt es zu überlegen, damit Sie rasch zum Ziel gelangen:

  • Welchen Diagrammtyp verwenden Sie?
  • Welche Werte brauchen / wählen Sie?
  • Welche Beschriftungen benötigen Sie?
  • Wie heben Sie z.B. Ihr Unternehmen am besten hervor?
  • Wie stellen Sie z.B. Entwicklung zu Vorperioden dar?

Um die Entwicklung zu zeigen, nutzen Sie zusätzliche Elemente: Stellen Sie die
Ziffern der Vorperiode auf die gegenüberliegende Seite. Unser Unternehmen heben wir einerseits mit Farbe, andererseits mit dem konkreten Umsatzwert hervor.

Präsentieren Sie Ihr Diagramm möglichst auf einer Folie! Ein zu kleines Diagramm verfehlt seinen Zweck.

Im Training arbeiten Sie mit Ihrem eigenen Folienmaterial. Praxisnähe und Zeitersparnis sind so gewährleistet.

Kategorie(n): Visualisierung
14.06.2009
von Rainer Weiss

Hauptschritte visualisieren, Teilschritte integrieren – „Zeit-Chunks“ im Zeitstrahl

 

Erleichtern Sie Ihren Zusehern das Verständnis und konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche. So gehen Sie vor:

  • Segmentieren Sie den Prozess in seine Hauptschritte.
  • Notieren Sie die wichtigsten Teilschritte.
  • Stellen Sie die Haupt- und Teilschritte in einem Schaubild dar und integrieren Sie die zeitliche Dauer der Hauptschritte. Ihr Schaubild soll also auf einen Blick erkennen lassen, welcher Hauptschritt in der Regel wie lange dauern darf.

Für die rasche Umsetzung in PowerPoint benutzen Sie AutoFormen sowie Verbindungslinien. Die Bewegung des Ablaufs können Sie unterstreichen, indem Sie die einzelnen Phasen von links nach rechts Schritt für Schritt erscheinen lassen.

Diese Techniken werden intensiv trainiert in dem HPS-Seminar „Slides that win“.

Kategorie(n): Visualisierung
14.03.2009
von Emil Hierhold

Mit der Kerninformation beginnen!

Egal ob vor dem großen Vortrag, der Projektbesprechung oder einem Zweiergespräch: Welche Information müssen Sie unbedingt "rüberbringen", was müssen die anderen "mitnehmen", was ist der "Takeaway"?
Formulieren Sie einen (!) Satz in normalem, gesprochenem Deutsch, den Sie so oft sprechen und ändern, bis er locker fließt. Sie werden ihn jedenfalls am Schluss brauchen. Und am besten beginnen Sie mit der restlichen Vorbereitung erst, wenn Ihr Schlusssatz feststeht!

Kategorie(n): Präsentationsaufbau
01.03.2009
von Emil Hierhold

Manager erzählen „Stories“ – „Geschichten“ sind nicht gemeint!

Führungskräfte und Fachexperten üben sich im Erzählen: Beispiele, Erlebnisse, Gleichnisse – Mini-Stories gewinnen Herzen und Hirne.

Ein interessantes Gegengewicht zu PowerPoint: Die „Story“ als belebender Verstärker – auch und besonders in der faktischen Business-Präsentation.

  • Situationsanalysen sind Anlass für Beispiele, eigene Erlebnisse, Berichte von Kollegen, Klienten, Partnern.
  • Vorschläge und neue Ideen gewinnen durch Analogien und Vergleiche: „das funktioniert genauso wie ...“
  • Erzählen Sie konkret und plastisch: „Gestern gegen 10:00 Uhr... vor einem X-Supermarkt an der Ecke der Y-Straße …“ und auch mit (eigentlich überflüssigen) Details: „... ein dunkelhaariger Verkäufer Mitte 30 …“
  • das „Reportage-Präsens“ steigert die Dramatik: „ich öffne den Brief und da steht …“


Gestatten Sie sich, Ihre Geschichte richtig nach-zu-erleben: das gibt Ihrem Körper Leben und natürliche Gesten. Und Sie wissen ja: wer andere bewegen will, muss sich selbst bewegen!

Lebendige, Gesten-unterstützte Mini-Stories üben die Teilnehmer in der „Rhetorischen Kraftkammer“.

Kategorie(n): Rhetorik
21.02.2009
von Emil Hierhold

Blickkontakt - auch wenn Sie niemanden sehen!

Ein unruhiger Blick wirkt nicht nur unsicher und ausweichend, er macht auch Sie selbst nervös, weil viel zu viel Information über die Augen in Ihr Gehirn flutet. Legen Sie ein großes "W" über das Publikum, und sprechen Sie immer einen ganzen Gedanken lang zu einem Eckpunkt. Dann zum nächsten. Auch wenn Sie kein Gesicht ausmachen können - Ihr Blick wirkt fest und sicher und tatsächlich fühlt sich jeweils eine große Gruppe angesprochen. (Nach dem "W" nehmen Sie ein "M"!).

Kategorie(n): Präsentationsaufbau

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