09.01.2012
von Emil Hierhold

Humor ist gut – er muss bloß passen...

Wenn (befohlene) Karnevals-Heiterkeit die Medien beherrscht, ist die Versuchung groß, auch ein Scherzchen einzubauen. Darf, soll, muss man?

  • Müssen: nie. Auch nicht, wenn  alle Sprecher vor Ihnen mit einem Witz eingestiegen sind.
    Dürfen: ja, vorausgesetzt  1. Der Scherz passt zu Ihrem Thema, 2. unterstützt das Verständnis oder verstärkt die Prägnanz und 3. Sie selbst fühlen sich damit bei diesem Publikum wohl.
  • Witz ist nicht Humor. Schon gar nicht auf Kosten anderer. Aber ein bisschen Leichtigkeit, sich selbst nicht ZU ernst nehmen, das bringt Sympathie. Lachen ist auch ein Ventil für Spannung und Aggression.

Im „Meisterklasse“-Seminar ist das ein wichtiges und heikles Thema – schließlich geht es ja hier besonders ums „Präsentieren mit Durchschlagskraft“!

05.01.2012
von Emil Hierhold

Infotainment ja (in Grenzen) – aber kein Entertainer!

Wichtige Dinge verlangen Ernsthaftigkeit,  vertragen keinen Klamauk. Sie dürfen Ihren Zuhörern aber durchaus beim Verständnis helfen und die Sache interessant machen:

  • Mit (rhetorischen) Fragen und direkter Ansprache der Zuhörer
  • Mit Bildern, die beim "Einsehen" unterstützen und mit Beispielen, die etwas "begreifbar" machen
  • Auch mit PowerPoint-Effekten, wenn diese nicht zur Selbstdarstellung des Technik-Begeisterten dienen, z.B. eine komplexe Darstellung in Einzelschritten aufbauen

Entscheidend ist, dass ihre "Würze" beim Publikum ankommt. Das verlangt 100% Zuhörerorientierung und die ist fixer Bestandteil aller HPS-Trainings.

15.12.2011
von Emil Hierhold

Baupläne für Ihre Weihnachtsansprache

Überlassen Sie den Erfolg Ihrer Weihnachtsansprache nicht dem Zufall.
Sieben Baupläne führen Sie erfolgreich durch Ihre Feiertagspräsentationen.

Zu den Bauplänen

14.12.2011
von Emil Hierhold

Alle müssen mitkommen, keiner darf zurückbleiben!

Ein Zuhörer, der "aussteigt", der verwirrt und frustriert ist, wird zum potentiellen Gegner.
Es gibt zwar Grenzen der Vereinfachung, aber leichter machen geht auf jeden Fall:

  • "Keep it simple!" Möglichst wenig Fremdworte und Fachausdrücke. Wo die notwendig sind entschärfen: "XYZ heißt, wie Sie wissen, ..."
  • Zwischenzusammenfassungen sind besonders wertvoll für die, die unterwegs etwas verwirrt zurückgeblieben sind - ab jetzt sind sie wieder voll dabei.
  • Die Pause: Ein "Leichtermacher" mit positiver Nebenwirkung. Ein Maschinengewehr-Dauerfeuer ist weder verständlich, noch überzeugend. Pausen geben die notwendige Zeit zum "Einsickern", zum Verdauen. Positiver Nebeneffekt: Pausen signalisieren Sicherheit!

Gerade bei kleinen Entscheidergruppen ist es lebenswichtig, dass wirklich alle dabei bleiben – und sich „smart“ fühlen. In "Erfolgreich präsentieren am Runden Tisch" lernen die Teilnehmer, wie man mit Fragen und Aufforderungen dieses Ziel erreicht.

13.12.2011
von Emil Hierhold

Slides „öffnen“, nichts voraussetzen!

Ihnen als Präsentator ist jede Ihrer Folien vertraut. Sie möchten zur Sache kommen, nämlich zu der Botschaft, die Sie damit unterstützen möchten. Für die Zuschauer ist diese Folie aber regelmäßig neu und verwirrend, er fühlt sich gar nicht „smart“!

  • Bei Diagrammen zuerst die Mechanik erklären: welche Einheiten sind auf den Achsen abgebildet, welche Varianten sind wie dargestellt? Dann erst die Aussage bringen!
  • Welche Bedeutung hat ein Symbol oder Icon (visuelles Kürzel)? Kurz ansprechen und aufschließen: "dieses Notebook/Mikroskop/Telefon... steht für..."
  • "Sprechende“ Überschriften (oben)  und „Take-aways“ (unten)  verwenden. Diese wichtigsten Aussagen können Sie durchaus laut sprechen und dann zeigen Sie, wie Ihr Slide Schaubild diese Aussagen beweist.

Zum Aufschließen visueller Hilfsmittel gehört eine besondere Blickführungstechnik, diese ist Teil des HPS-Klassikers "Sicher präsentieren – wirksamer vortragen".

09.12.2011
von Emil Hierhold

Orientierung befriedigt Sicherheitsbedürfnisse

Wenn wir wissen, wo wir uns befinden, fühlen wir uns sicherer, als Herren der Lage, jedenfalls nicht unterlegen und diese positive Empfindung überträgt sich auf den Präsentator.

  • Fahrplan – zu Beginn und zwischendurch. Eine Agenda oder Inhaltsübersicht ist nicht nur am Anfang wichtig, auch zwischendurch hilft sie bei der Orientierung.
  • Mit „Signposting“ zeigen, wo wir sind und wie es weitergeht. "Das Wichtigste war für sie... und als nächstes untersuchen wir ..."
  • Überleitung statt Überfall: die nächste Folie ankündigen "sehen wir uns die Entwicklung im letzten Jahr an ...". Das stimmt ein, bereitet vor, macht es leichter als die unvermutete Konfrontation mit dem nächsten Schaubild.

Dieser "Service für das Publikum" gehört zur Zuhörerorientierung, die ein fester Bestandteil sämtlicher HPS-Trainings ist.

10.10.2011
von Emil Hierhold

Beginnen Sie beim Schluss: Wie lautet Ihre Zusammenfassung?

Es geht nicht darum, was SIE erzählen wollen, sondern darum, was DIE ZUHÖRER mitnehmen sollen!

  • Zuerst die Essenz! Bevor Sie auch nur daran denken, einzelne Slides auszusuchen, zu basteln oder in Auftrag zu geben: was genau wollen Sie sagen, nachdem Sie nach 19 Ihrer 20 Minuten ankündigen „Ich fasse zusammen“?  Was jetzt folgen muss, ist die Essenz Ihres Vortrags, das, was ALLE mitnehmen müssen. Diese 3 oder 4 Sätze schreiben Sie auf – und überlegen bei jeder Information, die Sie dann für die Präsentation auswählen, ob sie die Essenz rechtfertigt.
  • Das „Hypnose-Modell“: Stellen Sie sich vor, einer Ihrer Zuhörer wird am Tag nach Ihrer Präsentation gefragt, was Sie denn berichtet hätten. Angenommen, Sie könnten diesen Zuhörer hypnotisieren: welche Sätze sollte er dann sagen? Genau das ist Ihre Essenz, Ihre Zusammenfassung - und die Richtschnur dafür, was in Ihre Präsentation gehört (und was nicht).

Mit dem QUICK-Strukt® lernen die Teilnehmer des HPS-Klassikers „Sicher präsentieren – wirksamer vortragen“, ein Ziel festzulegen, BEVOR sie über Informationen und Argumente nachdenken.

08.08.2011
von Emil Hierhold

Was tun, wenn plötzlich ganz andere Zuhörer auftauchen?

Oft höre ich "Zielgruppenorientierung gut und schön - aber was mache ich bei total gemischtem Publikum? Oder wenn statt der langjährigen Bereichsleiterin der ganz neue Stellvertreter da sitzt?"

Heterogene Zuhörergruppen sind heute der Regelfall. Unterschiedliche Interessen, vor allem aber unterschiedliches Informationsniveau sind echte Herausforderungen.

  • Aufdecken erleichtert alle! Sprechen Sie die Situation gleich bei Beginn an: "Viele von Ihnen haben mindestens so viel Erfahrung wie ich. Ich sehe aber auch Teilnehmer, die erst seit kurzer Zeit in diesem Bereich tätig sind.“ Ersuchen Sie um Verständnis, dass Sie sowohl für die Einen als auch für die Anderen verantwortlich sind.
  • Stellen Sie klar, zu wem Sie JETZT sprechen: "Was ich jetzt sage, richtet sich besonders an die Fachexperten. Die anderen Teilnehmer bitte ich kurz um Nachsicht!"
  • "Wie viele von Ihnen wissen ..." Überschätzen Sie nicht das Wissen Ihrer Zuhörer - auch nicht der (vielleicht nur selbst ernannten) Experten! Es ist besser, eine Abkürzung zu viel als eine zu wenig zu erklären. Mit dieser Einleitungsfloskel fühlt sich niemand auf den Schlips getreten.

Entscheidend ist, dass die Zuhörer Ihr ehrliches Bemühen spüren, für jeden etwas zu bringen und alle mitzunehmen.

Die Zielgruppenorientierung ist eines der wichtigsten Themen im Klassiker "Sicher präsentieren - wirksamer vortragen". Die HPS-Trainer hinterfragen regelmäßig, ob (in der echten Situation)  "das wirklich ALLE verstehen würden?"

11.07.2011
von Emil Hierhold

Die "geladene Aktualität": Achtung, explosiv!

Wer sich auf ein aktuelles Thema bezieht, will damit Interesse wecken, das Publikum bewegen. Manchmal allerdings geht es in die falsche Richtung und kann eine massive Barriere aufbauen … :

  • Emotionale Themen oder Tabus (Nationalität, Geschlecht, Krankheit  …) sind Sprengsätze, die Sie besonders im geschäftlichen Umfeld disqualifizieren können. Natürlich auch „aktuelle“ Witze zu diesen Themen!
  • Kontroversielle Themen (Sozialstaat, Migration, Umwelt, Hunde in der Großstadt ...) mobilisieren zwar sicher Ihre Zuhörer, aber wahrscheinlich in zwei entgegengesetzte Richtungen. Meist sind sie auch emotional besetzt – und Ihre folgende Sachinformation geht unter
  • Gruppenferne: Passt das aktuelle Ereignis in die Welt Ihrer Zuhörer? Sport: Ein Sieg! Ja, aber: Im Golf oder im Fußball? Musik: Ein tolles Konzert! Ja, aber: Pop oder Alban Berg? Ein „falsches“ Bild verwirrt nicht nur, es frustriert und beweist fehlende Einstimmung auf die Partner.

In der „Rhetorische Kraftkammer“ erproben die Teilnehmer die Wirkung starker „Einstiege“ – und dazu gehören aktuelle Themen allemal!

07.07.2011
von Emil Hierhold

Auch im sachlichen Gespräch: Aktualität wirkt!

Der Bezug zu einem aktuellen Ereignis ist nicht nur etwas für Festredner, er hat - abgewandelt - auch eine perfekte Funktion in sachlichen Verkaufsgesprächen oder Projektpräsentationen:

  • Entwicklungen in der Branche oder Industrie. Gibt es aktuelle Trends, Gesetze, Mergers? Aber bitte nichts über Mitbewerber, pardon Marktbegleiter!
  • Aktuelle Ereignisse im Unternehmen. (Miss-)Erfolge, Probleme, Veränderungen in der Organisation …
  • „Wie Frau X gerade sagte …“ Elegant, aber auch schwierig ist der spontane Bezug zu den Worten des Vorredners oder eines Teilnehmers vor Beginn der Konferenz. Das zeigt nicht nur, dass Sie aufgepasst haben, sondern auch Ihre Wertschätzung für Beiträge anderer.

Im Training „Erfolgreich präsentieren am runden Tisch“ wird den Teilnehmern die Wichtigkeit der "informellen Eröffnung" klar: Sie lernen gezielt solche „Aktualitäten“ in Erfahrung zu bringen und sie später wirkungsvoll einzusetzen.

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