12.08.2011
von Emil Hierhold

Was tun, wenn das Notebook plötzlich streikt - oder der Projektor nichts zeigt?

Technik (PowerPoint…) zu nützen ist o.k., sich ihr voll auszuliefern nicht. Hoppalas passieren nicht nur im TV, auch in der Präsentation müssen Sie damit rechnen!

  • Durchdenken: was machen Sie, wenn das Notebook/der Projektor/ALLES ausfällt (Stromstörung)? Worauf können Sie im Notfall ausweichen: Flip-Chart/Whiteboard, auf Handouts? Oder einmal einfach nur reden? Es gab früher einmal tatsächlich Kommunikation ohne visuelle Hilfsmittel …
  • Krisenmanagement, wenn ein kurzer Reparaturversuch nicht fruchtet (maximal 2 Minuten): Ein anderes Modul oder die nächste Pause vorziehen? Auf Ersatzmedien ausweichen (siehe oben), während jemand (wer?) versucht, die Technik wieder in Gang zu bringen?
  • Echtes Back-up: Bei entscheidenden (Groß-) Veranstaltungen und wenn Sie tatsächlich auf Ihre Slides angewiesen sind, brauchen Sie einen Reserveprojektor und einen Helfer, der auf einem zweiten Notebook die Präsentation parallel mitklickt.


Mit Notfallprogrammen ist es wie mit dem Regenschirm: Wenn man ihn mit hat, regnet es wahrscheinlich gar nicht ...

In allen HPS-Seminaren freuen sich die Trainer, wenn etwas Unvorhergesehenes, eine Panne passiert: Das ist dann "real life" und bietet die Gelegenheit für aktuelle, praxisorientierte Tipps. Besser, es geschieht im Seminar, als in der echten Situation!

14.02.2011
von Emil Hierhold

Gar nichts oder etwas ganz anderes: Aufmerksamkeit durch Taste "B" und "Dinge"

Was Sie im sprachlich-stimmlichen Bereich mit einer Pause schaffen, das können Sie in der visuellen Präsentation mit dem plötzlichen Verzicht auf ein Bild, indem Sie (im Präsentationsmodus von PowerPoint) "B" (wie "black") drücken und damit die Projektionsfläche leeren. Das lenkt die volle Aufmerksamkeit auf Sie und Ihre jetzt folgende Botschaft.

Auch ein Medienwechsel wirkt immer überraschend und steigert die Aufmerksamkeit für das, was jetzt kommt. Dazu können Sie zum Flip-Chart wechseln oder ein "Ding" ins Spiel bringen: "Diese ganz gewöhnliche Schere (hochhalten) schneidet Papier hervorragend. Wenn wir aber versuchen, damit einen Nagel einzuschlagen..."

Solche und andere ungewöhnliche, aber sehr wichtige und wirkungsvolle Techniken erproben die Teilnehmer in der "Meisterklasse - präsentieren mit Durchschlagskraft" und testen, was zu ihrer Persönlichkeit passt.

09.02.2011
von Emil Hierhold

Aufrütteln mit einer falschen, "missglückten" oder unerwarteten Folie

Auch eine gute, visuell abwechslungsreiche Präsentation wirkt irgendwann gleichförmig. Bauen Sie ein Slide ein, das auf dem Kopf steht, unscharf oder seitenverkehrt ist, oder ganz schwere Tippfehler in der Überschrift hat. Sprechen Sie den Fehler an und leiten Sie zu der kommenden wichtigen Botschaft über: "Genauso unklar wie diese Folie ist die Lage im Bereich X. Das Wichtigste ist, in einem Punkt Klarheit zu bekommen, nämlich..."

Interne Präsentationen, die rasch und möglichst ohne Aufwand erstellt werden, sind meist visuell eintönig: Bulletcharts, Tabellen, Diagramme ... -  Unterbrechen Sie den Fluss, zeigen Sie ein Foto, das Ihnen hilft, den Punkt zu machen: ein übervolles Lager, das Inserat des Mitbewerbers ... Wichtig: vollformatig, nicht innerhalb des gewohnten Layouts!

Auch solche Effekte verlangen etwas "Technik": das eintägige Spezialtraining "Slides that win" zeigt, wie man PowerPoint sinnvoll einsetzt. Ideal auch für Assistenten, die Präsentationen vorbereiten!

08.07.2010
von Emil Hierhold

Null-Sendung – das Spiel mit dem NICHTS

In unserer reizüberfluteten Zeit sind wir daran gewöhnt, dass immer etwas "auf Sendung" ist. Dass der Präsentator ununterbrochen spricht, dass eine Folie nahtlos auf die andere folgt. Vortragende tun das, weil sie Angst haben, bei der kleinsten Lücke ihres Sendestromes unterbrochen zu werden, oder die Zuhörer zu verlieren. Nur der Mächtige kann sich eine Pause leisten, kann einmal das Bild wegschalten. Und genau das drehen wir um!

  • Legen Sie eine Pause ein! Aber nicht irgendwo, sondern nach einer Ankündigung "Und das Ergebnis war völlig überraschend:  PAUSE ", oder nach einer wichtigen Aussage. Wirken lassen. Ernst und bedeutungsvoll in die Runde blicken. Die Stille aushalten!
  • Beginnen Sie mit einer Pause! Der Mächtige hat Zeit, anzukommen, das Pult  (oder den Vortragsplatz) in Besitz zu nehmen, herumzublicken, zu sehen, wer da ist, sich selbst wirken zu lassen – und DANN ERST ZU SPRECHEN!
  • Bild weg – jetzt bin ICH wichtig! Die ganz besonders Mächtigen verwenden ja gar keine Bilder, das könnte ablenken. Geht schwer, wenn Sie Detailinfos und Zahlen zu präsentieren haben. Aber zwischendurch einmal die Taste "B" (wie "black") drücken, und die Leinwand ist finster. Jetzt sind alle Augen auf Ihnen, und jetzt verkünden Sie etwas, das Ihnen wichtig ist. Das wirkt!

Die Pause zu Beginn lernen die Teilnehmer von "Sicher präsentieren - wirksamer vortragen" im Rahmen  der Starttechniken kennen –  die Taste "B" und das kraftvolle "Insert" an dieser Stelle trainieren fortgeschrittene Präsentatoren in der "Meisterklasse: Präsentieren mit Durchschlagskraft".

01.06.2010
von Martin Dall

Macht uns Powerpoint dumm?

General James Mattis vom US-Marine Corps meint: Ja!
Auch andere Militär-Sicherheitsexperten teilen seine Meinung: „Das Problem ist, dass Powerpoint zu unvollständiger Informationsaufbereitung und mangelndem Verständnis führt. Grund dafür ist die Einfachheit Dinge auf einer Folie darzustellen, ohne dass die Zuhörer und Betrachter diese überhaupt richtig verstehen.“

Würden Sie General Mattis zustimmen? Oder versucht er hier, Probleme und Schwächen auf ein anderes Schlachtfeld zu verlegen?
Die Verkürzung und Vereinfachung von Inhalten ist nicht neu und findet keineswegs nur mit Powerpoint statt. Aus allen Bereichen der Schrift kennen wir Zusammenfassungen, Übersichten, Kurzfassungen, Summaries etc..
Diese sind wichtig, sogar lebensnotwendig, um uns rasch Orientierung und Überblick zu geben und ersparen damit Zeit und Mühe. Nach dem Motto: Erst das Wichtigste in Kurzform – dann die Details!

Zurück zur Software: Powerpoint dient zur visuellen Unterstützung von Vorträgen und Präsentationen. Es ersetzt bei komplexen Themen aber nicht(!) das Handout oder das Skriptum, daher muß auf Slides auch gar nicht alles bis ins letzte Detail stehen. Powerpoint Slides sind die Kurzform Ihrer Information und unterstützen damit die mündliche Präsentation.

Das ist natürlich auch kein Freibrief zur Oberflächlichkeit oder zur radikalen Verkürzung, denn schon Albert Einstein wußte: Man soll die Dinge so einfach wie möglich darstellen – aber auf keinen Fall einfacher. Das ist nicht leicht, kann aber erlernt werden. Zum Beispiel im Training "Sicher präsentieren - wirksamer vortragen" oder mit meinem Buch.

Fazit: Sicher, PowerPoint - hier stellvertretend für andere Präsentationsprogramme genannt - hat definitiv auch seine Schwächen, so wie jedes Werkzeug. Diese liegen aber keineswegs im inhaltlichen Bereich, obwohl die Gefahr der zu starken Vereinfachung natürlich besteht. Aber, nur zum Vergleich: Schieben Sie die Schuld auf Word oder Excel, wenn Sie seitenweise Unsinn lesen müssen? Oder liegt die Schuld doch eher beim Verfasser, der nicht berücksichtigt was für das Publikum, also den Leser oder Betrachter wirklich interessant und wichtig ist? Wenn Ihre Slides keinen Platz für wichtige Details bieten, dann verfrachten Sie diese in Ihr Handout. Vielleicht sollte General Mattis seine Leute einfach nur anweisen, neben der Kurzfassung auch eine ausführliche Version zu schreiben? Oder will er die Zeit, diese zu lesen vielleicht gar nicht aufwenden?
Wie auch immer, vergessen wir nie: A fool with a tool is still a fool! Und die erhobene Anklage gegen Powerpoint können wir daher getrost fallenlassen.

 

13.02.2009
von Emil Hierhold

Spontaner und plakativer denn je: Flip-Charts WIRKEN

In Zeiten (mulitmedialer) Power-Point-Präsentationen scheint alles andere verstaubt – aber das Flipchart lebt vom Kontrast!

Top-Executives mit Gespür für Wirkung bauen – parallel zur perfekten PC-Show, versteht sich – „spontane“ Skizzen ein und erzielen damit einen Ein-Druck, den auch die spektakulärsten Effekte von PowerPoint nicht schaffen. Und so geht's:

  • Nur simple Symbole und ganz primitiv zeichnen – keine Perspektiven, keine Details – es geht NICHT um „schön“ und „naturgetreu“!
  • Dicke Striche! Je schwächer Ihr grafisches Talent, desto dicker die Striche. Und eine zweite, kontrastierende Farbe verwenden.
  • Nur in kleinen Portionen zeichnen – schweigend! – und jedes Element sofort danach erklären. Mit Blick zu den Zuhörern: „Diese Gebrauchsanleitung ...“ Und schon wird aus einem einfachen Rechteck eine Gebrauchsanleitung!

„Spontan“ deshalb unter Anführungszeichen, weil gute Skizzen immer vorbereitet sind. Daher ein paarmal durchspielen – erst auf einem Blatt Papier (aber in Farbe), und dann am Flipchart. Das HPS Trainerteam „lebt“ diese Empfehlungen selbst in allen HPS Trainings.

Im Klassiker "Sicher präsentieren - wirksamer vortragen" gehören Flipchart-Übungen dazu.

Kategorie(n): Medientechnik
24.02.2007
von Emil Hierhold

Sich selbst inszenieren - die Medien richtig einsetzen

PowerPoint ist selbstverständlich, aber: erschöpft sich die Inszenierung bereits im gekonnten Einschalten des Projektors?

Kein Schauspieler, kein Requisit steht "zufällig" oder "irgendwo" auf der Bühne. Auf die beabsichtigte Wirkung kommt es an:

  • Stehen - nicht sitzen!
    Präsenz erzielen Sie ungleich leichter im Stehen, aufrecht, frei, nicht hinter dem Notebook oder dem Projektor versteckt.
  • Überlegt sitzen - gezielt aufstehen.
    In einer kleinen Gruppe signalisieren Sie Zugehörigkeit im Sitzen. An kritischen Stellen aber stehen Sie (zufällig, spontan…) auf und zeigen direkt am Bild. Damit sind Sie sofort Mittelpunkt der Runde.
  • Blickführung an der Wand,
    mit den Händen richtig im Bild (nicht mit dem Laserpointer!), das vergrößert Ihre Person, lässt Sie dominant wirken.


Lassen Sie nicht zu, dass andere Sie inszenieren - optimieren Sie für Ihren Auftritt die Bedingungen, die Ihre Präsenz steigern.

Im Präsentationstraining "Sicher präsentieren - wirksamer vortragen" erleben die Teilnehmer, wie "Vampire" Aufmerksamkeit absaugen und wie man diese natürlichen Feinde jeder Präsenz eliminiert.

 

07.07.2006
von Emil Hierhold

Visuelle Hilfsmittel - attraktiv und faktisch

Wer glaubt, dass Chefs glaubt, dass Chefs nur nüchterne Zahlenfriedhöfe und freudlose Charts sehen wollen, irrt.

Aber auch die knallbunte effektvolle PowerPoint-Show geht ins Auge, denn Chefs hassen zeitverschwenderische Selbstdarsteller und PC-Technik-Freaks.

  • Auf Ihre Slides gehören Fakten, keine Vermutungen und keine "Gummiworte" wie: "viel", "oft", "erheblich", "niedrig"
  • Bringen Sie Grafiken immer - aber auch nur - wenn Sie damit etwas schneller erklären können.
  • Mut zum "Bild"- nicht NUR Bullet-Charts und Tabellen. Erleichtern Sie das Einsehen mit Landkarten, Plänen, Diagrammen - und Fotos , aber Zurückhaltung bei Cliparts


Der Grundsatz "Klarheit vor Schönheit und Show" gilt ganz besonders für Präsentationen nach oben, außer es sitzen dort Personen, die gar nicht hierher gehören.

Gute visuelle Hilfsmittel verlangen mehr als die Beherrschung von PowerPoint. Nach dem eintägigen Workshop "Slides that win" verwandeln Teilnehmer mittelmäßige Folien in eindrucksvolle Hilfsmittel, eben "Slides that win".

07.07.2005
von Emil Hierhold

Graphische Kontinuität - Abwechslung ja, Durcheinander nein

Wie oft haben Sie sich schon gefragt, aus wie vielen Präsentationen dieser Vortrag wohl zusammen "gestoppelt" war - jedes Slide anders, keine grafische Linie.

Klar - Sie können nicht jedes Mal alles neu erfinden, man muss doch auf vorhandenes Material zurückgreifen können! OK, aber achten Sie immer darauf, dass die "Story" fließt und die Zuschauer leicht folgen können:

  • Im "Master" (Template) bleiben. Slides, die in einem Master gebaut wurden, nehmen leicht einen anderen Master an und wirken dann so, als ob sie in diesem Umfeld entstanden wären - die Show ist "aus einem Guss".
  • Graphische Orientierungshilfen einbauen. Jedes Kapitel ist z.B. ein (Farb-)Abschnitt einer Säule: So ist stets klar, wo Sie sind.
  • Übergänge kräftig signalisieren. "Bumper slides" funktionieren wie die Hubbel auf der Straße: man passt auf. Das kann z.B. die Agenda sein, wenn sie sich stark von den anderen Slides unterscheidet.
  • Elemente wiederholen. Wenn ein Symbol für "PC" vorkommt, dann verwenden Sie immer das selbe. Markierungspunkte: Ziehen Sie Ihr Repertoire durch. Fotos: Einheitlich rahmen …

Damit machen Sie auch eine "Sammlung" zu einem geschlossenen, soliden Ganzen. Und dieses erweckt Vertrauen!

In den Basisseminaren sind wir Trainer schon zufrieden, wenn die Teilnehmer starke Bildideen bringen; Kontinuität ist ein Thema für Fortgeschrittene und fürs Coaching.

06.07.2005
von Emil Hierhold

Die Leinwand ausnützen - viele Slides und richtig anfüllen!

ABSTURZ - BLOß NICHT!!!
Ihre Zuschauer sind Ihren Slides wehrlos ausgeliefert nützen Sie diese Chance sich als "Visualisierungs-Wahnsinniger" zu profilieren!

Belasten Sie sich nicht mit Gedanken an Sehkraft, Aufnahmefähigkeit oder gar an das Interesse Ihrer Zuhörer, rufen Sie PowerPoint auf und los geht's!

  • Mehr ist immer besser. Die Leute wollen was haben fürs Geld - geben Sie es ihnen! Mindestens jede Minute ein Slide.
  • Maximale Seitenausnutzung durch kleine Schrift. Zeigen Sie sich als ökonomischer Denker, nützen Sie den verfügbaren Raum, lesen Sie vor, was von weiter hinten nicht lesbar ist.
  • Bericht und Präsentation zusammenziehen. Einfach das vollgeschriebene Handout präsentieren. Moderne Datenprojektoren machen auch 12 Punkt lesbar - jedenfalls von vorn.
  • Keine Probeläufe. Gönnen Sie sich und Ihrem Publikum die Überraschung, wie Ihre Farben in der Präsentation (nicht) wirken!
  • Technische Meisterschaft beweisen. Zeigen Sie, was Sie aus Power- Point alles rausholen: Fonts, Effekte, Clipart, ..

Ihr Absturz ist erst dann gelungen, wenn Sie am Ende Ihrer Präsentation nicht nach dem Inhalt, sondern nach dem "Wie?" eines Effektes, dem "Woher?" eines Hintergrundes gefragt werden.

Eine der schwierigsten Aufgaben für uns Trainer: Einerseits die Teilnehmer zum Bildeinsatz zu ermutigen, sie aber andererseits vor dem "zuviel" und dem Missbrauch von PowerPoint zu bewahren.

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