10.01.2012
von Emil Hierhold

Lächeln: eine (Schutz-)Maske mit Nach-innen-Wirkung

Unter Stress konzentriert sich der Körper aufs Wesentliche  – Lächeln gehört nicht dazu, deshalb  wirken die Gesichter von Vortragenden oft leblos, todernst. Was bringt’s, wenn Sie sich in dieser Situation zu einem Anheben Ihrer Mundwinkel zwingen, bewusst ein freundliches Gesicht machen, auch wenn Ihnen überhaupt nicht danach ist?

  • Gehirnforscher bestätigen: die (künstliche) Muskelbewegung wirkt zurück – Sie können sich damit selbst in eine positivere Verfassung versetzen (30 Sekunden müssen Sie schon durchhalten!)
  • Wir alle „spiegeln“ ganz automatisch, was wir wahrnehmen (denken Sie ans ansteckende Gähnen) – Ihr eigenes freundliches Gesicht verändert die Gesichter der anderen. Und die etwas positivere Atmosphäre macht es wieder für Sie leichter, Ihren Gesichtsausdruck beizubehalten.

Viele Auftrittstechniken sind anfangs „Maske“, hinter der Sie zuerst Sicherheit gewinnen. Mit ein bisschen Übung werden diese Teil Ihrer Verhaltensroutine – und damit authentisch. Diesen überraschenden Effekt erleben Teilnehmer immer wieder besonders im „Sicher präsentieren - wirksamer vortragen“ und in der „Rhetorischen Kraftkammer®“.

09.01.2012
von Emil Hierhold

Humor ist gut – er muss bloß passen...

Wenn (befohlene) Karnevals-Heiterkeit die Medien beherrscht, ist die Versuchung groß, auch ein Scherzchen einzubauen. Darf, soll, muss man?

  • Müssen: nie. Auch nicht, wenn  alle Sprecher vor Ihnen mit einem Witz eingestiegen sind.
    Dürfen: ja, vorausgesetzt  1. Der Scherz passt zu Ihrem Thema, 2. unterstützt das Verständnis oder verstärkt die Prägnanz und 3. Sie selbst fühlen sich damit bei diesem Publikum wohl.
  • Witz ist nicht Humor. Schon gar nicht auf Kosten anderer. Aber ein bisschen Leichtigkeit, sich selbst nicht ZU ernst nehmen, das bringt Sympathie. Lachen ist auch ein Ventil für Spannung und Aggression.

Im „Meisterklasse“-Seminar ist das ein wichtiges und heikles Thema – schließlich geht es ja hier besonders ums „Präsentieren mit Durchschlagskraft“!

05.01.2012
von Emil Hierhold

Infotainment ja (in Grenzen) – aber kein Entertainer!

Wichtige Dinge verlangen Ernsthaftigkeit,  vertragen keinen Klamauk. Sie dürfen Ihren Zuhörern aber durchaus beim Verständnis helfen und die Sache interessant machen:

  • Mit (rhetorischen) Fragen und direkter Ansprache der Zuhörer
  • Mit Bildern, die beim "Einsehen" unterstützen und mit Beispielen, die etwas "begreifbar" machen
  • Auch mit PowerPoint-Effekten, wenn diese nicht zur Selbstdarstellung des Technik-Begeisterten dienen, z.B. eine komplexe Darstellung in Einzelschritten aufbauen

Entscheidend ist, dass ihre "Würze" beim Publikum ankommt. Das verlangt 100% Zuhörerorientierung und die ist fixer Bestandteil aller HPS-Trainings.

15.12.2011
von Emil Hierhold

Baupläne für Ihre Weihnachtsansprache

Überlassen Sie den Erfolg Ihrer Weihnachtsansprache nicht dem Zufall.
Sieben Baupläne führen Sie erfolgreich durch Ihre Feiertagspräsentationen.

Zu den Bauplänen

14.12.2011
von Emil Hierhold

Alle müssen mitkommen, keiner darf zurückbleiben!

Ein Zuhörer, der "aussteigt", der verwirrt und frustriert ist, wird zum potentiellen Gegner.
Es gibt zwar Grenzen der Vereinfachung, aber leichter machen geht auf jeden Fall:

  • "Keep it simple!" Möglichst wenig Fremdworte und Fachausdrücke. Wo die notwendig sind entschärfen: "XYZ heißt, wie Sie wissen, ..."
  • Zwischenzusammenfassungen sind besonders wertvoll für die, die unterwegs etwas verwirrt zurückgeblieben sind - ab jetzt sind sie wieder voll dabei.
  • Die Pause: Ein "Leichtermacher" mit positiver Nebenwirkung. Ein Maschinengewehr-Dauerfeuer ist weder verständlich, noch überzeugend. Pausen geben die notwendige Zeit zum "Einsickern", zum Verdauen. Positiver Nebeneffekt: Pausen signalisieren Sicherheit!

Gerade bei kleinen Entscheidergruppen ist es lebenswichtig, dass wirklich alle dabei bleiben – und sich „smart“ fühlen. In "Erfolgreich präsentieren am Runden Tisch" lernen die Teilnehmer, wie man mit Fragen und Aufforderungen dieses Ziel erreicht.

13.12.2011
von Emil Hierhold

Slides „öffnen“, nichts voraussetzen!

Ihnen als Präsentator ist jede Ihrer Folien vertraut. Sie möchten zur Sache kommen, nämlich zu der Botschaft, die Sie damit unterstützen möchten. Für die Zuschauer ist diese Folie aber regelmäßig neu und verwirrend, er fühlt sich gar nicht „smart“!

  • Bei Diagrammen zuerst die Mechanik erklären: welche Einheiten sind auf den Achsen abgebildet, welche Varianten sind wie dargestellt? Dann erst die Aussage bringen!
  • Welche Bedeutung hat ein Symbol oder Icon (visuelles Kürzel)? Kurz ansprechen und aufschließen: "dieses Notebook/Mikroskop/Telefon... steht für..."
  • "Sprechende“ Überschriften (oben)  und „Take-aways“ (unten)  verwenden. Diese wichtigsten Aussagen können Sie durchaus laut sprechen und dann zeigen Sie, wie Ihr Slide Schaubild diese Aussagen beweist.

Zum Aufschließen visueller Hilfsmittel gehört eine besondere Blickführungstechnik, diese ist Teil des HPS-Klassikers "Sicher präsentieren – wirksamer vortragen".

09.12.2011
von Emil Hierhold

Orientierung befriedigt Sicherheitsbedürfnisse

Wenn wir wissen, wo wir uns befinden, fühlen wir uns sicherer, als Herren der Lage, jedenfalls nicht unterlegen und diese positive Empfindung überträgt sich auf den Präsentator.

  • Fahrplan – zu Beginn und zwischendurch. Eine Agenda oder Inhaltsübersicht ist nicht nur am Anfang wichtig, auch zwischendurch hilft sie bei der Orientierung.
  • Mit „Signposting“ zeigen, wo wir sind und wie es weitergeht. "Das Wichtigste war für sie... und als nächstes untersuchen wir ..."
  • Überleitung statt Überfall: die nächste Folie ankündigen "sehen wir uns die Entwicklung im letzten Jahr an ...". Das stimmt ein, bereitet vor, macht es leichter als die unvermutete Konfrontation mit dem nächsten Schaubild.

Dieser "Service für das Publikum" gehört zur Zuhörerorientierung, die ein fester Bestandteil sämtlicher HPS-Trainings ist.

15.11.2011
von Emil Hierhold

Signale der Unglaubwürdigkeit erkennen – und vermeiden

Wir haben feine Antennen für unser Gegenüber, für den Präsentator. Wir spüren die Unsicherheit des anderen – und interpretieren diese vielleicht als "unglaubwürdig" – dabei war der andere bloß hochgradig nervös! Worauf können Sie achten?

  • Beine: fester Stand, kontrollierte Bewegung – oder wird nervös herumgezappelt?
  • Hände: ruhige, ausreichend große Gesten, klare Blickführung – oder fahrige "Fingerspiele"? (Die Hand in der Tasche ist keine Lösung!)
  • Blick: persönlicher, ausreichend langer Augenkontakt – oder "Blickblitze" überall hin und damit nirgendwo?
  • Stimme: eher langsam, mit Pausen – oder atemloses Durchhasten, in hoher Stimmlage?


Positive Spannungsenergie darf nicht als Unsicherheit rüberkommen. Deshalb lernen die Teilnehmer z. B. in der „Rhetorischen Kraftkammer“ Energieventile kennen, die gleichzeitig Signale der Sicherheit sind.

11.11.2011
von Emil Hierhold

Eine Sache ganz ohne Schattenseite ist meist unglaubwürdig

Alle Entscheider wissen, dass es keine 100%igen Vorschläge gibt, dass jede Idee Schwachstellen hat. Ein Hochglanzprospekt kann Schattenseiten vertuschen, in der Präsentation dagegen werden diese erbarmungslos aufgedeckt! Daher:

  • Schwachstellen/Nachteile direkt ansprechen und nüchtern quantifizieren (Wahrscheinlichkeit und Wirkung)
  • „Downsides" zur Demonstration der eigenen Planung Kompetenz verwenden: mit plausiblen was-ist-wenn-Szenarien und Alternativen.

In allen HPS-Seminaren mit Interaktionsmodulen bereiten sich die Teilnehmer darauf vor, dass eine Schwachstelle angesprochen wird.

07.11.2011
von Emil Hierhold

Harte Fakten und klare Zusammenhänge, das gibt Glaubwürdigkeit

Unsere Welt ist komplex, das wissen wir. Wer sie verständlich darstellt, den schätzen wir. Ist diese Darstellung durch überprüfbare Tatsachen gestützt, dann glauben wir‘s.

  • Gummiworte hinaus: "oft, viele, sehr, unlängst", konkrete Angaben hinein
  • Fakten demonstrativ von der Meinung trennen. Präsentieren Sie eine Analyse betont sachlich – in der Interpretation (was daraus folgt, wo es hinführen könnte …) ist Platz für Fantasie und Dramatik
  • Quellen nennen. Diese müssen den Zuhörern natürlich als glaubwürdig bekannt sein
  • Nicht "übersimplifizieren"! Das tun Demagogen: "wir haben 230.000 Arbeitslose und 230.000 Ausländer"

Auch eine kompakte 5-Minuten-Präsentation braucht in der Argumentation harte Tatsachen und einleuchtende Zahlen, darauf bestehen die HPS Trainer.

Kategorie(n): Rhetorik

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