12.06.2012
von Emil Hierhold

„Doch man sieht nur die im Licht sind …

… die im Dunkeln sieht man nicht“ (Bertold Brecht, Die Dreigroschenoper). Manche möchten ja aus gutem Grund lieber im Dunkeln bleiben, wie zum Beispiel der Gauner Mackie Messer in der Dreigroschenoper. Das umgekehrte Problem haben Präsentatoren vor großem Publikum in großen Sälen, die dann abgedunkelt werden um die Projektion voll zur Geltung zu bringen: der Präsentator steht dann oft im Dunkeln, buchstäblich "daneben" an seinem Pult, mit einer kleinen Lichtquelle die gerade sein Notebook oder das Manuskript beleuchtet. Dieses Licht kommt von unten und, wenn das Gesicht überhaupt sichtbar ist, wirkt es fast gespenstisch.

  • Überprüfen Sie – VOR dem Auftritt! – die Lichtverhältnisse, natürlich in Anwesenheit des verantwortlichen Technikers.
  • Bestehen Sie auf einer entsprechenden Beleuchtung des Rednerpults, es lässt sich immer ein zusätzlicher Spot aufstellen oder montieren!
  • Trauen Sie sich, kurz in das helle Projektionslicht Ihrer Slides zu treten und dort etwas zu zeigen. Voraussetzung natürlich: Headset, kein fix montiertes Mikrofon.

In einem "normalen" Präsentationstraining sind solche Situationen nicht simulierbar; aber als Berater oder Coaches für wichtige Präsentationen erkennen die HPS-Trainer solche Probleme beim Probelauf und finden die richtige Lösung.

24.07.2008
von Emil Hierhold

Vorbereitung: Weniger, klarer, stärker

Konferenzraum und Festsaal unterscheiden sich nicht nur durch die Größe: Die Atmosphäre ist völlig anders!

Große Gruppen sind - auch bei Business Themen - weniger konzentriert, mehr auf "Entertainment" eingestellt und oft sehr unterschiedlich zusammengesetzt.
Daher:

  • Inhalt: Weniger Informationen, übersichtlicher strukturiert. Geben Sie zwischendurch Orientierung (wo sind wir, was kommt als Nächstes?), fassen Sie zusammen, formulieren Sie prägnante, einprägsame Botschaften.
  • Hilfsmittel: Je größer die Gruppe, desto weniger digitales Material (Worte, Ziffern), desto mehr "Bilder": Fotos, Diagramme, Landkarten. Alles groß, deutlich, farbstark - und in einem sauberen Layout
  • Sprache: einfach und aufgelockert. Kurze Sätze, keine Fremdworte, viele Pausen. Akustik mit Mikrophon überprüfen - schnelles Sprechen kann killen! Botschaften ruhig mehrmals wiederholen.
  • Gestik: Persönliche Präsenz durch selektive, deutliche Bewegung. Dauernde Bewegung wirkt hektisch, daher: welche Sätze möchten Sie verstärken? Diese Gesten groß und langsam. Wie groß ist Ihr Publikum? Genauso weit öffnen Sie Ihre Arme!


Das Fundament für den persönlichen Auftritt legen wir im Klassiker "Sicher präsentieren - wirksamer vortragen".

Kategorie(n): Top Präsentation
24.06.2008
von Emil Hierhold

Inszenierung: Zentral - sichtbar - frei

Die "Bühne" ist Ihre Verantwortung. Schuldzuweisungen helfen Ihnen überhaupt nicht.

"Der Veranstalter macht das schon!" - Ein verhängnisvoller Irrtum. Führen Sie selbst Regie!

  • Zentrale Position: Signalisieren Sie Ihre Wichtigkeit - aber nicht exakt aus der Mitte, das wirkt penetrant. Visuelle Hilfsmittel dirigieren Sie besser von links (Zeilenanfänge!)
  • Ein Podium ist ein Muss ab 100 Personen. Pulte sind notwendig, aber auch Barrieren, daher besser eine leichte Auflagefläche für Manuskript oder Notebook, der Blick auf Ihre Beine soll frei sein. Begrüßung von NEBEN dem Pult!
  • Frei - "Wer andere bewegen will, muss sich selbst bewegen!" Das gilt vor großem Publikum noch viel mehr. Damit Sie den Raum nützen können: entfernen Sie Blockaden und sorgen Sie für ein
  • Funkmikrophon. Wählen Sie dabei am besten ein Headset. Bei einem Handmikro sprechen Sie in den Kopf, nicht darüber (als ob Sie ein Glas zum Mund führen). "Frei" bedeutet auch, selbst entscheiden, wann welches Bild erscheint: Notebook selbst steuern!


Je weniger Routine Sie mit großen Vorträgen haben, desto wichtiger ist die Überprüfung an Ort und Stelle - notfalls Fotos des Raumes anfordern!

Die HPS-Trainer stehen als Coaches für Probelauf und zur Optimierung zur Verfügung!

Kategorie(n): Top Präsentation
11.02.2007
von Emil Hierhold

Präsenz durch Bewegung - den Raum kontrollieren!

Die Mehrzahl der Präsentatoren steht entweder versteinert am selben Fleck oder rennt nervös auf und ab. Beides verhindert "Präsenz".

Wer das größere Territorium kontrolliert, hat mehr Macht. Wer mehr Macht hat, ist wichtig. Wer wichtig ist, dem hört man zu. Daher

  • Kontrollierte Ortsveränderung: Wechseln Sie Ihre Position - näher/ferner, links/rechts. Aber immer mit festem Standpunkt dazwischen!
  • Lebendige GROSSE Gesten. Warum klicken die Kameras, wenn derRedner seine Hände ins Spiel bringt? Warum werden die Mächtigenstets mit ausgebreiteten Armen abgebildet? Eben. Machtanspruchdurch Vergrößerung der Person.
  • "Laserblick": Schießen Sie Ihren Blick wie einen Laserbeam auch in entfernte Ecken des Raumes und fixieren Sie ein Augenpaar - ein paar Gedanken lang, etwa drei Sekunden.


Präsenz durchdringt den gesamten Vortragsraum - das verlangt bewusste Bewegung und  Vergrößerung der eigenen Person.

Am Weg zu mehr Präsenz überschreiten die Teilnehmer der "Meisterklasse" die Grenzen der üblichen Präsentationstechnik und fi nden das individuell richtige Maß an Inszenierung.

23.08.2006
von Emil Hierhold

Sie wollen Chefs gründlich nerven? Präsentieren Sie!

ABSTURZ - BLOß NICHT!!!
Präsentationen an die Firmenspitze sind seltene Chancen, sich richtig in Szene zu setzen. Und sein Image dauerhaft zu beschädigen.

Gehen Sie davon aus, dass Ihre hochkarätige Zielgruppe sich voll auf Ihr Thema eingestellt hat und Ihnen gerne unbegrenzt Zeit einräumt.

  • Berichten Sie ausgiebig von den Vorarbeiten, wer was wann überlegt, verworfen, gedacht hat.
  • Zeigen Sie Ihr Detailwissen und Ihre Präzision: Bringen Sie Einzelheiten und Zahlen bis hinters Komma.
  • Bauen Sie Krimi-Spannung auf - beantworten Sie die stumme Frage "Worum geht es eigentlich?" möglichst spät.
  • Demonstrieren Sie Sparsamkeit: Mit kleiner Schrift können Sie die Anzahl der Slides locker halbieren.
  • Überziehen Sie Ihr Zeitbudget - das beweist, wie gründlich Sie arbeiten. Wenn jemand eine Kürzung fordert, reagieren Sie gekränkt.

Ihr Chef wird sicher bald begreifen, dass Sie für dieses Unternehmen zu gut sind - und die Konsequenzen daraus ziehen.

Alle diese Absturz-Tipps sind eine Folge mangelnder Zielgruppenorientierung. Die Frage "was interessiert und bewegt meine Zuhörer - und wie kann ich das ansprechen?" zieht sich als Grundthema durch alle HPS Trainings.

16.07.2006
von Emil Hierhold

Ihr Auftritt "ganz oben" - positiv und engagiert!

Bosse brauchen Leute, auf die sie sich verlassen können und suchen nach Signalen, die darauf hinweisen. Deshalb ist das WIE der Präsentation entscheidend.

Sie müssen Ihre "Oberen" (genauso wie jeden Kunden!) von zwei Dingen überzeugen: 1. dass die Idee richtig ist und 2. dass Sie der oder die Richtige sind. Daher:

  • Akzeptiert wird nur, was voll verstanden ist. Das Prinzip: "Make the customer feel smart!" - halten Sie Grundidee und Erklärungen ganz einfach, fassen Sie zwischendurch zusammen und antworten Sie kurz und klar.
  • Erleichtern Sie Vertrauen: bringen Sie Zahlen und Quellen -die Kennzahlen Ihres Bereiches sollten Sie übrigens auswendig wissen! Trennen Sie Fakten von Ihrer Meinung.
  • Verwenden Sie die bestimmte Sprachform - als ob Ihr Vorschlag bereits angenommen wäre. Also statt "Wir könnten dann sagen ..." besser "Dann sagen wir .."
  • Zeigen Sie Begeisterung, Zuversicht und Entschlossenheit. Stimmen Sie sich richtig ein (das gehört auch dazu!) und sprechen Sie laut, deutlich und mit Nachdruck.

Präsentationen nach oben sind meist kurz - das mehrfache (!) Durchsprechen ist daher möglich und erfolgsentscheidend.

Die Verstärkung von Sprache, Gestik und Stimmführung ist ein wesentlicher Teil der 3-tägigen Rhetorischen Kraftkammer".

07.07.2006
von Emil Hierhold

Visuelle Hilfsmittel - attraktiv und faktisch

Wer glaubt, dass Chefs glaubt, dass Chefs nur nüchterne Zahlenfriedhöfe und freudlose Charts sehen wollen, irrt.

Aber auch die knallbunte effektvolle PowerPoint-Show geht ins Auge, denn Chefs hassen zeitverschwenderische Selbstdarsteller und PC-Technik-Freaks.

  • Auf Ihre Slides gehören Fakten, keine Vermutungen und keine "Gummiworte" wie: "viel", "oft", "erheblich", "niedrig"
  • Bringen Sie Grafiken immer - aber auch nur - wenn Sie damit etwas schneller erklären können.
  • Mut zum "Bild"- nicht NUR Bullet-Charts und Tabellen. Erleichtern Sie das Einsehen mit Landkarten, Plänen, Diagrammen - und Fotos , aber Zurückhaltung bei Cliparts


Der Grundsatz "Klarheit vor Schönheit und Show" gilt ganz besonders für Präsentationen nach oben, außer es sitzen dort Personen, die gar nicht hierher gehören.

Gute visuelle Hilfsmittel verlangen mehr als die Beherrschung von PowerPoint. Nach dem eintägigen Workshop "Slides that win" verwandeln Teilnehmer mittelmäßige Folien in eindrucksvolle Hilfsmittel, eben "Slides that win".

30.06.2006
von Emil Hierhold

Ihr Konzept: kurz - klar - kombinierbar

Bosse haben wenig Zeit, überladene Terminkalender, sind ungeduldige, undisziplinierte und schlechte Zuhörer.

Ändern können Sie das nicht, aber schon bei der Vorbereitung Ihrer Präsentation berücksichtigen:

  • Mit einer einfachen, logischen Grundstory, die gut merkbar und leicht weiter erzählbar sein muss. Damit der Chef woanders damit glänzen kann
  • Mit einem modularen Aufbau beweisen Sie Flexibilität, wenn Sie kürzen oder einen Teil vorziehen müssen
  • Mit der Einbindung Ihres Themas in übergeordnete Zusammenhänge wie z.B. die Firmenstrategie, eine aktuelle Entwicklung am Markt oder anderen Problemen, die Ihren Chef bewegen.
  • Mit einem "Purpose-Statement" zu Beginn: "Der Zweck dieses Meetings ist zu entscheiden" (nicht: "ICH will Ihnen zeigen ..")

Reduzieren Sie gnadenlos in Richtung 5-Minuten-Präsentation - alles andere bereiten Sie als Antworten für die Fragerunde vor. Das 5-Minuten-Prinzip und die dazu passenenden Strukturen für geschäftliche Präsentationen erlernen unsere Teilnehmer im HPS-Klassiker "Sicher präsentieren - wirksamer vortragen"

30.06.2003
von Emil Hierhold

Optimaler Start - auch für Business Presenters!

Der "Auftritt" ist ein Thema nicht nur für Vorträge vor großem Publikum, sondern auch für geschäftliche Präsentationen im kleinen Kreis.

Vor der eigenen Geschäftsleitung brauchen Sie keinen Moderator und keinen künstlichen Nebel, aus dem Sie hervortreten. Aber auch hier formen die ersten Sekunden Ihr Image und dieser Eindruck beeinflusst das Ergebnis. Was wirkt?

  • Schweigende "Attacke". Zwei/drei kurze Schritte auf die Runde zu, das bündelt Aufmerksamkeit und zeigt "da kommt jemand auf uns zu, der sich nicht fürchtet!"
  • Relevanz und Zweck sofort ansprechen. Warum ist das Thema wichtig und was soll heute hier geschehen? Was ist der Zweck Ihrer Präsentation: Erwarten Sie eine Entscheidung? Wollen Sie berichten?
  • Orientierung geben: Wie lange dauert das Ganze? Was sind die Teilschritte? Wann ist Zeit für Fragen?
  • Reibungslose Startaktionen: Die ersten Minuten müssen perfekt funktionieren. Das entspannt die Zuhörer (Dilettanten machen nervös) und gibt Ihnen selbst Sicherheit ("Ich habe alles im Griff").

Ihre wichtigste Vorbereitung ist Ihre innere, positive Einstimmung, etwa "ich freue mich, dass ich hier bin - ich freue mich dass SIE hier sind - ich bin meiner Sache sicher"!

Der "Powerstart" gehört zum Standardprogramm des Seminars "Sicher präsentieren, wirksamer vortragen".

30.06.2003
von Emil Hierhold

Die Präsentation VOR der Präsentation: "Ich stelle vor..."

Wer mit hoher Erwartung und gespannter Aufmerksamkeit einem Vortrag lauscht, der öffnet sich leichter den Argumenten und nimmt alles positiver wahr. Aufgabe des Moderators ist daher, den Vortragenden als interessanten Experten zu positionieren.

Die Erwartungen einer Zielgruppe hängen davon ab, was sie über den Präsentator und seine Kompetenz weiß. Was gehört zu einer interessanten und aufwertenden Vorstellung? Wie steigert man als Moderator den Appetit auf den eigentlichen Vortrag, ohne diesen dabei zu sabotieren?

  • Zeigen Sie deutlich Ihre positiven Gefühle: Freude, Stolz, eigene hohe Erwartung. Das steckt an, das stimmt ein!
  • Bringen Sie konkrete (!) Informationen über den Präsentator: Wie viele Jahre in welcher Funktion für welche Firma, an welchen Projekten mitgearbeitet? (NICHT "hat viele Jahre in bekannten Firmen an mehreren großen Projekten mitgearbeitet".) Mit diesen Fakten zeigen Sie auch Ihre Professionalität als Moderator.
  • Stimulieren Sie mit Fragen, die auch das Publikum bewegen: "Wir alle wollen wissen... fragen uns... haben Zweifel... sind gespannt darauf, was uns unsere Vortragende dazu berichten wird." (NICHT: Übereifrig selbst das Thema halb abhandeln: "Ich habe im Brockhaus nachgesehen und ein paar interessante Fakten gefunden, nämlich.....")

Erfahrene Moderatoren heben sich den Namen des Vortragenden bis zuletzt auf - und der ist dann gleichzeitig das Signal für Auftritt und für den Applaus (genau wie beim Oscar: "And the winner is...").

Bewährte Techniken der Wirkungssteigerung finden Sie in unserer "Rhetorischen Kraftkammer" und in der "Meisterklasse: Prägnanter Präsentieren!"

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