11.04.2013
von Emil Hierhold

Ein starker persönlicher Auftritt ist weder Zufall noch Begabung!

Für eine überzeugende geschäftliche Präsentation, einen interessanten Fachvortrag müssen introvertierte Spezialisten keineswegs zu glanzvollen Rhetorikern dressiert werden.
Ein paar Universal-Werkzeuge steigern jedoch die Kommunikationsleistung und damit die persönliche Wirkung dramatisch, ohne die Authentizität zu gefährden.

  • Verantwortung für die eigene positive Einstellung übernehmen, zum Beispiel mit dem 4-teiligen Mantra: die ersten 3 Teile gehen Sie in Gedanken durch  „ich freue mich, dass ich hier bin – ich freue mich, dass Sie hier sind – ich bin meiner Sache sicher“. Dann Teil 4 – der erste Satz ihrer Präsentation. Das reduziert Lampenfieber und gibt Sicherheit für einen gelungenen Start.
  • Energie fließen lassen: Nervosität ist vitale Energie, die bloß die richtigen Ventile braucht, z. B. bewussten Stellungswechsel  und freie Bewegung der Arme – am besten zur Blickführung an der Projektionsfläche!
  • Hilfsmittel kurz "aufschließen" – keine Grafik ist „selbstverständlich". Nichts voraussetzen, sondern zügig und knapp erklären, was zu sehen ist (Farbcodes, Dimensionen, Größenordnungen, Elemente…), dann erst die Aussage, also was die Grafik bedeutet.

Rhetorik ist Teil der Präsentationstechnik, deshalb unterscheiden sich die „Rhetorische Kraftkammer®" und „Sicher präsentieren – wirksamer vortragen" im Wesentlichen durch die Rolle der visuellen Hilfsmittel und durch die stärkere inhaltliche Orientierung des Präsentationstrainings.

08.03.2013
von Emil Hierhold

Mit unerwarteten Aktionen Aufmerksamkeit steigern und Informationen verankern

Hochrangige Entscheidungsträger sehen pro Tag bis zu zehn Präsentationen – eine wie die andere, professionell, sauber, Folie nach Folie.

Mit einer (wohl dosierten!) Überraschung fallen Sie positiv auf und die Chance auf Überzeugung steigt. Unerwartet ist z. B.:

  • Fragen statt sagen: „Was fehlt/ist überzählig auf dieser Liste?“ Kurz wirken lassen, aber jeden Prüfungscharakter vermeiden, Antwort sofort nachreichen, bevor jemand eine (vielleicht falsche) Antwort liefert!
  • Leiser statt lauter. Die extremste Form ist die Pause – vor oder nach einer besonders wichtigen Information.
  • Anstelle der nächsten Folie - gar keine: entweder mit Taste „B" (=black)  abdunkeln und z.B. eine Story erzählen oder Medienwechsel: eine einfache Skizze auf einem Flip-Chart.

In der Meisterklasse „Präsentieren mit Durchschlagskraft“ probieren die Teilnehmer solche und andere unerwartete Aktionen. In der „Rhetorischen Kraftkammer®" sind es besonders stimmliche und gestische Mittel, die zu mehr Wirkung und Aufmerksamkeit führen.

06.03.2013
von Emil Hierhold

Gleich zu Beginn ein wenig Spannung aufbauen!

Natürlich können Sie ganz „brav" starten: mit Ihrem Thema, dessen Bedeutung und einer sauberen Inhaltsübersicht. Vor diese bewährte Startsequenz oder mitten hinein passen durchaus ein paar „Überraschungseier":

  • Servieren Sie das Thema als Schlagzeile, z. B. „Verloren im Nebel" (Vorschlag für ein neues Informationssystem), als aufregende Botschaft „Pro Tag verschlafen wir X Millionen" oder als provokante Frage „Wie können wir noch mehr Kunden vergraulen?“ - Am Ende Ihres Vortrags lösen Sie die Schlagzeile auf, das erste Beispiel etwa mit „Klare Sicht auf wichtige Daten“.
  • Beginnen Sie mit einem persönlichen Erlebnis, das Ihre Beziehung zum Thema, zum Problem zeigt. Wichtig dabei: Umgangssprache, Gegenwart, ganz konkrete Details!
  • Moderatoreneinstieg: nehmen Sie eine Zeitung, ein Magazin, einen Brief und lesen Sie eine Überschrift oder eine kurze Textstelle vor. Nennen Sie die Quelle und stellen Sie dann die Brücke zum Thema her, z. B. „Warum lese ich Ihnen das vor?"

Klar, dass diese Überraschungseier zu Ihnen und zum Anlass passen müssen. Mit „I have a dream" (M. Luther-King) beginnt man besser keine normale Projektpräsentation.

Im HPS-Bestseller „Sicher präsentieren – wirksamer vortragen" ermutigen wir die Teilnehmer zu interessanten Einstiegen in ihre Informations- oder Überzeugungspräsentationen.

12.02.2013
von Emil Hierhold

Pathos: überzeugen mit emotionaler Unterstützung

Die dritte aristotelische Säule der Glaubwürdigkeit hat heute einen merkwürdigen Klang nach falschen, schlecht gespielten Gefühlsdemonstrationen. Im Geschäftsleben brauchen wir keine "pathetischen" Volksredner und mit Recht fragt sich mancher, was Emotion überhaupt in der geschäftlichen Kommunikation verloren hat. Tatsächlich treffen wir alle unsere Entscheidungen überwiegend aus dem Bauch – mit nachgelieferter rationaler Rechtfertigung.

  • Ein wenig „Drama" in die Handlung: eine drohende Gefahr entsprechend ausmalen, positive Ergebnisse mit Begeisterung darstellen – bewusste Pausen vor und nach wichtigen Informationen…
  • In der „Emotion“ steckt „motion“, also Bewegung. Wer andere bewegen will, muss sich selbst bewegen: die Position verändern, Körpersprache einsetzen, also Gestik und Mimik bewusst ein wenig verstärken. Also: zeigen, dass einen  das Thema "bewegt"!
  • Analoges Material verwenden: also „Bilder“ aller Art, Fotos, Cartoons, Handskizzen, aber auch mündliche Analogien, Vergleiche, Erlebnisse…  nicht NUR Zahlen, Daten, Fakten!

In der „Rhetorischen Kraftkammer®“ erproben die Teilnehmer unter anderem ihre sprachlichen und körpersprachlichen Möglichkeiten; in der Meisterklasse „Präsentieren mit Durchschlagskraft“ steht die ganze Bandbreite von Verstärkertechniken zur Verfügung.

08.02.2013
von Emil Hierhold

Ethos: überzeugen mit Autorität und Glaubwürdigkeit

Die zweite Säule der Glaubwürdigkeit war schon zu Aristoteles'  Zeiten Mangelware: Autorität und darauf beruhende Glaubwürdigkeit sind das Ergebnis längerer und anerkannt erfolgreicher Tätigkeit – „Reputation“ will sorgfältig aufgebaut sein. Kurzfristig geht gar nichts, aber ein wenig kann man nachhelfen:

  • Echte, wohlverdiente Autorität nützt nichts, wenn niemand davon weiß: wenn die Zuhörer Sie nicht kennen, lassen Sie sich durch den Veranstalter oder Moderator entsprechend vorstellen!
  • Wer das Publikum bei seinen Interessen, Wünschen und Sorgen „abholt", wird automatisch ernst genommen und gewinnt an Glaubwürdigkeit – Zielgruppenorientierung rechnet sich stets!
  • Ein authentischer Auftritt, also mit eingestandenen Misserfolgen, Vorlieben und Schwächen zeigt Sicherheit und erhöht sowohl Autorität als auch Glaubwürdigkeit.

In allen HPS-Trainings ermutigen wir die Teilnehmer, zur eigenen Persönlichkeit zu stehen und nichts vorzuspielen – vor allem nicht den „perfekten Präsentator"!

11.01.2013
von Emil Hierhold

EinSICHT geht durch die Augen: ein-LEUCHTENDE Bilder helfen überzeugen!

Nicht Menge, nicht Farbenpracht, nicht Animationseffekte sind ausschlaggebend, sondern die Kraft der Bilder, die wichtigen Ideen zu transportieren und zu verstärken.

  • Einleuchtende Bilder berücksichtigen die Situation: in einer Motivationsveranstaltung vor großem Publikum können formatfüllende, stimmungsvolle Fotos richtig sein - wahrscheinlich ein Killer in einer Vorstandspräsentation, wo exakte Fakten zählen.
  • Einleuchtende Bilder werden erst durch den Präsentator komplett. Das letzte, das entscheidende „Aha!" soll erst passieren, wenn der Präsentator das Bild aufgeschlossen, erklärt hat.
  • Einleuchtende Bilder müssen nicht projiziert werden! Entscheidend ist nicht, was auf der Leinwand passiert, sondern das, was in den Köpfen geschieht. Bilder können wir am Flip-Chart erzeugen, aber auch mit Worten und mit Gesten.

Auf zwei komplementären Veranstaltungen holen sich die Teilnehmer entscheidende Impulse für die Bildgestaltung: am eintägigen, PowerPoint-basierten Workshop „Slides that win" und in der Meisterklasse " Präsentieren mit Durchschlagskraft ", in der die Passung zur Persönlichkeit im Zentrum steht.

12.12.2012
von Emil Hierhold

Bitte, bitte, bringe ihm (oder ihr) den Unterschied zwischen Bildern und ppt-Slides bei! (Briefe ans Christkind: was sich Ihre Zuschauer wünschen)

Liebes Christkind, es mag ja sein, dass ein Bild mehr sagt als 1000 Worte, aber verhindere bitte,
dass er mich mit 1000 Slides totschlägt, die nur Worte sind, aber keine Bilder.

  • Lenke seine Kreativität weg von Animationen und wirbelnden Effekten und hin zur echten Visualisierung, die mir zur notwendigen Einsicht verhilft.
  • Inspiriere ihn, aus PowerPoint mehr herauszuholen, als Text-„Bilder", Tabellen und Diagrammen, zum Beispiel Fotos und Strukturbilder.
  • Und bring' ihm bitte bei, dass man Bilder auch mit Worten und Gesten malen kann…

In der „Rhetorischen Kraftkammer®" trainieren wir (körper-)sprachliche Bilder, im 1-Tages-Workshop „Slides that win" wie man mit PowerPoint Bilder produziert, die diesen Weihnachtswunsch erfüllen.

Kategorie(n): Rhetorik/Visualisierung
10.12.2012
von Emil Hierhold

Bitte, bitte, lass ihn (oder sie) meine Aufnahmekapazität berücksichtigen! (Briefe ans Christkind: was sich Ihre Zuschauer wünschen)

Liebes Christkind, ich möchte mich nicht so oft ärgern müssen, dass der (oder die) da draußen viel zu schnell und viel zu viel sendet. Ich mag nicht frustriert sein und mir langsam oder dumm vorkommen, oder traurig sein, weil ich etwas Wesentliches nicht mitbekomme.

  • Schenk‘ ihm die Einsicht, dass das, was für ihn völlig bekannt und klar ist, für mich neu und unverständlich sein kann!
  • Schmuggle ihm einige der Studien auf seinen Schreibtisch, die zeigen, dass ich mir maximal fünf Informationen merken kann, egal wie viel er hineinstopft.
  • Schenk‘ ihm ein paar Pausen zwischendurch, in denen ich „verdauen" kann und lass' ihn ab und zu und besonders am Schluss das Wichtigste zusammenfassen.

Im verkaufsorientierten Training „Erfolgreich präsentieren am runden Tisch" lernen die Teilnehmer, wie man diesen Wunsch erfüllt: zum Beispiel durch Rückfragen zwischendurch.

10.12.2012
von Emil Hierhold

Bitte, bitte, lass ihn (oder sie) eine Präsentation für MICH halten! (Briefe ans Christkind: was sich Ihre Zuschauer wünschen)

Liebes Christkind, ich möchte, dass der da draußen sich weniger auf seine tollen Ideen und Leistungen konzentriert, sondern mich dort abholt, wo ich bin – mit meinen konkreten Interessen, Sorgen, Bedürfnissen, Erfahrungen und auch Vorurteilen:

  • Lass ihn schon einmal beginnen mit „Sie wollen wissen, ob / wie / warum …" oder mit „Sie als Fachleute für X …" und nicht mit „Ich möchte Ihnen heute präsentieren…"
  • Lass ihn (oder sie) einfach und verständlich reden, nur Worte und Abkürzungen verwenden, die zu meiner Welt gehören. Gib ihm ein, dass ich ihn auch dann für klug halte, wenn ich verstehe, was er sagt.
  • Mach, dass ich spüren kann, dass ICH wichtig bin und dass er (oder sie) sich mit allen Kräften um MEIN Verständnis, um MEINE innere Zustimmung bemüht.

Der Weihnachtswunsch heißt „Zuhörerorientierung", wie man ihn erfüllt, ist zentrales Thema in allen HPS-Trainings.

08.11.2012
von Emil Hierhold

Gleich zu Beginn den Zweck des Meetings klären!

Sie als Präsentator wissen (hoffentlich) genau, worum es geht - wissen das auch die Anderen - der Vorstand, das Entscheidungsteam beim Kunden, die Mitarbeiter der Projektgruppe?

Fokussieren Sie gleich zu Beginn die Aufmerksamkeit durch eine entsprechende Ankündigung, zum Beispiel:

  • (an den Vorstand) "Sie erwarten eine Übersicht über alle Schlüsselmärkte und den Stand der wichtigsten Projekte."
  • (an einen Kunden /Interessenten) "Sie haben uns zur Kurzpräsentation unseres Leistungsspektrums eingeladen und wollen herausfinden, ob wir als Lieferant qualifiziert sind."
  • (an die Projektgruppe) "Wir müssen heute die vorliegenden Analysen für das Problem X untersuchen und entscheiden, wie wir weiter vorgehen."

Bei einer kleinen Gruppen lassen Sie sich den "Zweck" bestätigen, z.B. beim Kunden: "Habe ich das korrekt dargestellt?", oder in der Projektgruppe: "Ist das auch für euch das Wichtigste?"

Ein solcher Start sagt nicht nur, dass Sie selbst zielorientiert und gut vorbereitet ans Werk gehen, sondern schafft auch auf der Beziehungsebene die erste Gemeinsamkeit: das Ziel. Ein wichtiges Element des verkaufsorientierten Seminars "Erfolgreich präsentieren am runden Tisch".

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