01.03.2007
von Emil Hierhold

Wozu Präsenz? Lasst uns farblos untergehen!

ABSTURZ - BLOSS NICHT!!!
"Ich muss authentisch sein!" sagen viele, die zu faul sind, in die eigene Entwicklung  zu investieren und Neues zu erproben. Wunderbar - dann haben die Profis weniger Konkurrenten

Sie möchten authentisch und natürlich wirken und nehmen dafür gerne in Kauf, dass Ihre gute Idee, Ihr durchdachter Vorschlag beiseite geschoben wird? Nichts leichter als das:

  • Beginnen Sie bereits zu reden, während Sie noch auf dem Weg zu Ihrem Vortragsort sind. Das spart Zeit und stellt sicher, dass niemand hört, was Sie sagen.
  • Vermeiden Sie die freie Rede, lesen Sie ihren Text ab, vom Manuskript oder (natürlich mit Rücken zum Publikum) von den Folien, auf denen Sie wortwörtlich alles festgehalten haben.
  • Sollten Sie sich versehentlich vom Manuskript / der Leinwand lösen, dann hüten Sie sich vor festem Blickkontakt. Lassen Sie Ihren Blick quer durch die Zuschauer schweifen oder fixieren Sie einen Punkt an der Decke.
  • Machen Sie sich möglichst klein, Hände nahe am Körper (vielleicht sogar in die Hosentasche). Alternativ spielen Sie mit der Fernsteuerung oder klammern sich ans Vortragspult.
  • Zeigen, dass Sie es eilig haben, sprechen Sie schnell und ohne Pausen.


Anschließend können Sie sich darüber beklagen, wie ungerecht die Welt ist, die (erworbene) Präsenz höher bewertet, als (natürliche) Unauffälligkeit.

In allen HPS Trainings machen wir die Teilnehmer darauf aufmerksam, dass eine solide inhaltliche Basis die Voraussetzung für jeden langfristigen persönlichen Erfolg ist. Präsenz allein genügt vielleicht in der Politik, im Geschäftsleben sicher nicht.

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