ABSTURZ - BLOß NICHT!!!
Bekannte Methoden sind z.B.: langes Herumreden, Zeit überschreiten, sich hinter "könnte", "vielleicht" und "man müsste nur" verstecken. Aber das ist noch lange nicht alles!
Hier noch einige aktuelle Tipps, die sich sich bereits in kritischen Präsentationen bewährt haben und garantiert auch wohlmeinende Chefs verärgern:
- Beweisen Sie, dass früher alles Schwachsinn war. Man erwartet von Ihnen Innovation, Mut zum Neuen! Zeigen Sie das durch Heruntermachen der Vergangenheit. Kümmern Sie sich nicht darum, ob Ihr Chef irgendwas mit dieser Vergangenheit zu tun hatte... - Im Ernst: Niemand hört gern, wenn "Seine" Methode als überholt und fehlerhaft angeprangert wird!
- Stellen Sie sich mit "ICH" ins Zentrum: Mit "Ich habe das ausgewertet" demonstrieren Sie Selbstbewusstsein und zeigen, dass Sie von Teamwork nicht zu viel halten. - Im Ernst: Zuviel "Ich" kostet Sie Sympatien. Sprechen Sie grundsätzlich von "Wir" (das Unternehmen, die Abteilung), von "Ich" nur, wenn es zur Sache gehört: "Ich halte das für wahr".
- Bringen Sie 100%-Vorschläge. Reden Sie nur über die Vorteile Ihrer Lösung! Vertrauen Sie auf die Oberflächlichkeit Ihrer Zuhörer, nehmen Sie sich ein Beispiel an der Wahlwerbung. Versprechen Sie ALLES! - Im Ernst: Alles hat auch Schattenseiten, deshalb sind perfekte Lösungen verdächtig. Das fordert heraus, Nachteile zu suchen und der selbstentdeckte Nachteil wiegt schwer. Daher: Schwachstellen ansprechen - und entkräften.
- Verwenden Sie häufig "ehrlich" oder "sehr wichtig". Ihr Vorstand frägt sich: Gibt es auch andere Momente? Ist der Rest "nicht wichtig"? - Im Ernst: streichen!
Auf solche Erfolgstipps achten die HPS-Trainer in allen Seminaren, denn die beste Präsentationstechnik nützt gar nichts, wenn die Beziehung ruiniert ist.
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