01.12.2003
von Emil Hierhold

Wer sieht was - nicht? Mit "Blindheit" rechnen!

Entwicklungsgeschichtlich ganz logisch: Frauen mussten vieles gleichzeitig wahrnehmen, um Kinder zu beaufsichtigen, Nahrung bereitzustellen und die Lage in der Gemeinschaftshöhle zu erfassen.

Männerhatten sich auf die Jagdbeute und deren Fluchtwege zu konzentrieren. Die(optische) Folge: gutes räumliches Vorstellungsvermögen bei Männern, breites Gesichtsfeld bei Frauen. Das bedeutet für Ihre Präsentation und die (visuellen) Hilfsmittel:

  • Die meisten Männer finden sich auf Landkarten rasch zurecht, für viele Frauen sind das oft nur "bunte Wollfäden"
  • Frauen schätzen Modelle und perspektivische/3-D-Darstellungen, Männer (aber nur wenige Frauen) sehen auch schon bei (abstrakten) Konstruktionen, Plänen... das Ding vor sich
  • Männer lassen sich leicht von (scheinbar) logischen Strukturen blenden: sauber durchnummerierte Gliederung, übersichtliche Tabellen auf exakt 100.0% …und übersehen Wesentliches
  • Frauen entgeht zwar gelegentlich die (echte) Logik, dafür nehmen sie alles wahr, was in einem Raum und zwischen den Menschen "läuft" - extrem wertvoll bei Präsentationen an ein Team!
  • Männer sitzen lieber mit der Tür im Auge und dem Rücken zur Wand, Frauen überblicken gern die ganze Gruppe

Bevor Sie sich darauf verlassen, dass ein Hilfsmittel "funktioniert", fragen Sie einen andersgeschlechtlichen Partner. Und in der Präsentation: sicherheitshalber gründlich erklären!

Ein-leuchtende visuelle Hilfsmittel wirken bei beiden Geschlechtern. Im Präsentationsseminar und auf unserer Teilnehmer-CD gibt es dazu viele Übungen bzw. Anschauungsmaterial.

  • 0 Kommentar(e)

Mein Kommentar

Zurück

Archiv

Kopieren Sie diesen Link in Ihren RSS Reader

RSS 0.91Posts
RSS 2.0Posts
# Container schließen