08.08.2011
von Emil Hierhold

Was tun, wenn plötzlich ganz andere Zuhörer auftauchen?

Oft höre ich "Zielgruppenorientierung gut und schön - aber was mache ich bei total gemischtem Publikum? Oder wenn statt der langjährigen Bereichsleiterin der ganz neue Stellvertreter da sitzt?"

Heterogene Zuhörergruppen sind heute der Regelfall. Unterschiedliche Interessen, vor allem aber unterschiedliches Informationsniveau sind echte Herausforderungen.

  • Aufdecken erleichtert alle! Sprechen Sie die Situation gleich bei Beginn an: "Viele von Ihnen haben mindestens so viel Erfahrung wie ich. Ich sehe aber auch Teilnehmer, die erst seit kurzer Zeit in diesem Bereich tätig sind.“ Ersuchen Sie um Verständnis, dass Sie sowohl für die Einen als auch für die Anderen verantwortlich sind.
  • Stellen Sie klar, zu wem Sie JETZT sprechen: "Was ich jetzt sage, richtet sich besonders an die Fachexperten. Die anderen Teilnehmer bitte ich kurz um Nachsicht!"
  • "Wie viele von Ihnen wissen ..." Überschätzen Sie nicht das Wissen Ihrer Zuhörer - auch nicht der (vielleicht nur selbst ernannten) Experten! Es ist besser, eine Abkürzung zu viel als eine zu wenig zu erklären. Mit dieser Einleitungsfloskel fühlt sich niemand auf den Schlips getreten.

Entscheidend ist, dass die Zuhörer Ihr ehrliches Bemühen spüren, für jeden etwas zu bringen und alle mitzunehmen.

Die Zielgruppenorientierung ist eines der wichtigsten Themen im Klassiker "Sicher präsentieren - wirksamer vortragen". Die HPS-Trainer hinterfragen regelmäßig, ob (in der echten Situation)  "das wirklich ALLE verstehen würden?"

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