Zugegeben eine im Ansatz vorerst "typisch männliche" Technik, die wir auch in der Natur beobachten können: das Männchen mit dem größeren (=nahrhafteren) Gebiet hat bessere Chancen bei den Weibchen. Im Geschäft geht es um Überzeugungskraft, um Glaubwürdigkeit. Geglaubt wird – Tatsache! – nicht so sehr dem Argument, als der Ausstrahlung des Senders. Und die hängt stark vom "beherrschten Territorium" ab. Deshalb geht es in der Vortragssituation darum, sich optisch zu vergrößern.
- Stehen schlägt Sitzen. Aber: Bei nur 5 Personen rund um einen Tisch wird's schwierig. Doch wozu steht da ein Flipchart? Ob notwendig oder nicht: aufstehen und am Flipchart weitermachen, schon sind Sie größer …
- Große Gesten vergrößern, sehen gut und kraftvoll aus (schauen Sie sich einfach die Pressefotos der "Mächtigen" dieser Welt an – alle haben die Hände oben!). Aber in der informellen Projektpräsentation, im kleinen Besprechungszimmer?? Führen Sie durch Ihre Folien, mit den Händen an der Projektionsfläche, und schon sind Sie größer, rein zufällig, versteht sich.
- Beanspruchen Sie mehr Raum! Sparsam an einer Stelle verharren, ist bescheiden – aber kein Machtsignal. Senden Sie von mehr als einem "Standpunkt" – das wirkt auch dynamisch, zeigt, dass Sie mehrere" Gesichtspunkte" berücksichtigen und vor allem: dass Sie auf diesem Feld sicher sind.
Für alle Vergrößerungstechniken gilt: bitte unauffällig, um niemand zu provozieren, vor allem nicht die wirklich Mächtigen im Raum.
Körpersprachliche Signale der Macht und der Sicherheit üben unsere Teilnehmer intensiv in der "Rhetorischen Kraftkammer". Dabei wird auch genau überprüft, ob die große Geste noch authentisch wirkt und zur Situation passt.
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