25.06.2007
von Emil Hierhold

Kritikgespräche führen - klar, aber konstruktiv

"Kritik" bedeutet meist "Das passt so nicht!" und ist unangenehm - für Chef und Mitarbeiter. Aber ohne klare Kritik gibt es keine Korrektur!

Sicher, es ist auch eine Frage der Verpackung, denn "der Ton macht die Musik". Aber reden wir einmal von der Struktur: Wie bereiten Sie sich als Chef auf ein Kritikgespräch vor, wie steuern Sie es, damit es klar läuft und konstruktiv endet?

  1. Eröffnungsphase: Kontakt herstellen, Klima schaffen "Ich möchte eine Lösung mit Ihnen finden!"
  2. Informationsphase: Kritik klar äußern. Verhalten und Abweichungen klar beschreiben, mit Daten und konkreten Beispielen unterlegen
  3. Argumentationsphase: Stellungnahme einfordern, Hintergründe erforschen - aufklären!
  4. Beschlussphase: Gemeinsam Verbesserungen suchen, Veränderungen vereinbaren. Ganz konkret: Ab wann, wie oft, wie überprüfbar?
  5. Abschlussphase: Einen "Kontrakt" formell beschließen: Skizzierte Maßnahmen paraphrasieren (mit anderen Worten wiederholen), positiv verabschieden: "Ich freue mich auf die noch bessere Zusammenarbeit!"

Das Tragende des Begleitprinzips: Spürbare Wertschätzung für den anderen legitimiert die Kritik: "Gerade WEIL ich Sie schätze, möchte ich .."

Die 5 Phasen des Kritikgespräches im Seminar "Gewinnend kommunizieren und überzeugen" sind ein Beispiel für strukturierte Kommunikation, wie sie alle HPS-Trainings auszeichnet.

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