09.09.2002
von Emil Hierhold

"Faktenorientiert" - heißt nicht "freudlos"!

Natürlich sind Fakten die Basis - ohne sie geht gar nichts. Und was ist schon "faktischer" als eine exakte Zahl? Deshalb werden Entscheidungsträger gerne mit "Zahlenfriedhöfen" und Details weit hinter das Komma beglückt.

Aber auch Top Executives sind keine Computer, sondern Menschen und unser Gehirn hat keine große Freude mit nackten Zahlen. Was sich viel leichter einprägt, sind Bilder. Aber wie transportieren Sie solche Bilder in die Köpfe? Drei bewährte Wege:

  • Konkrete Beispiele: Beschreiben Sie kurz und konkret die Situation, um die es geht. Je plastischer Sie erzählen, desto lebendiger wirken Sie, desto mehr Überzeugungskraft strahlen Sie aus.
  • Zeigen Sie Fotos! Bringen Sie nur wenige, aber dafür einprägsame Bilder. Menschen, Gebäude, Maschinen ... und plötzlich wird es nicht nur klar, sondern auch interessant.
  • Dinge einbauen!! Jede Projektion ist schwächer als die Wirklichkeit. Zeigen Sie einen Brief, ein Stück Verpackung oder ein Symbol. Ein tüchtiger Berater verwendet ein Gummiband als Analogie für "Vision": nicht zu weit entfernt von der Realität, sonst "reißt" es, nicht zu nahe, denn eine Vision muss Zugkraft besitzen.

Nicht die Menge Ihrer Information macht Ein-Druck, sondern die punktuelle Prägnanz. Eben durch Beispiele, Fotos, Dinge. Vorausgesetzt natürlich, dass auch die Fakten stimmen!

Visualisierung ist ein Schwerpunktthema in "Sicher Präsentieren - wirksamer vortragen", die Ausführung (z.B. in PowerPoint) gehört in die PC-Workshops. Und in der "Meisterklasse" arbeiten die Teilnehmer an genau dieser punktuellen Prägnanz.

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