12.12.2012
von Emil Hierhold

Bitte, bitte, bringe ihm (oder ihr) den Unterschied zwischen Bildern und ppt-Slides bei! (Briefe ans Christkind: was sich Ihre Zuschauer wünschen)

Liebes Christkind, es mag ja sein, dass ein Bild mehr sagt als 1000 Worte, aber verhindere bitte,
dass er mich mit 1000 Slides totschlägt, die nur Worte sind, aber keine Bilder.

  • Lenke seine Kreativität weg von Animationen und wirbelnden Effekten und hin zur echten Visualisierung, die mir zur notwendigen Einsicht verhilft.
  • Inspiriere ihn, aus PowerPoint mehr herauszuholen, als Text-„Bilder", Tabellen und Diagrammen, zum Beispiel Fotos und Strukturbilder.
  • Und bring' ihm bitte bei, dass man Bilder auch mit Worten und Gesten malen kann…

In der „Rhetorischen Kraftkammer®" trainieren wir (körper-)sprachliche Bilder, im 1-Tages-Workshop „Slides that win" wie man mit PowerPoint Bilder produziert, die diesen Weihnachtswunsch erfüllen.

Kategorie(n): Rhetorik/Visualisierung
10.12.2012
von Emil Hierhold

Bitte, bitte, lass ihn (oder sie) meine Aufnahmekapazität berücksichtigen! (Briefe ans Christkind: was sich Ihre Zuschauer wünschen)

Liebes Christkind, ich möchte mich nicht so oft ärgern müssen, dass der (oder die) da draußen viel zu schnell und viel zu viel sendet. Ich mag nicht frustriert sein und mir langsam oder dumm vorkommen, oder traurig sein, weil ich etwas Wesentliches nicht mitbekomme.

  • Schenk‘ ihm die Einsicht, dass das, was für ihn völlig bekannt und klar ist, für mich neu und unverständlich sein kann!
  • Schmuggle ihm einige der Studien auf seinen Schreibtisch, die zeigen, dass ich mir maximal fünf Informationen merken kann, egal wie viel er hineinstopft.
  • Schenk‘ ihm ein paar Pausen zwischendurch, in denen ich „verdauen" kann und lass' ihn ab und zu und besonders am Schluss das Wichtigste zusammenfassen.

Im verkaufsorientierten Training „Erfolgreich präsentieren am runden Tisch" lernen die Teilnehmer, wie man diesen Wunsch erfüllt: zum Beispiel durch Rückfragen zwischendurch.

10.12.2012
von Emil Hierhold

Bitte, bitte, lass ihn (oder sie) eine Präsentation für MICH halten! (Briefe ans Christkind: was sich Ihre Zuschauer wünschen)

Liebes Christkind, ich möchte, dass der da draußen sich weniger auf seine tollen Ideen und Leistungen konzentriert, sondern mich dort abholt, wo ich bin – mit meinen konkreten Interessen, Sorgen, Bedürfnissen, Erfahrungen und auch Vorurteilen:

  • Lass ihn schon einmal beginnen mit „Sie wollen wissen, ob / wie / warum …" oder mit „Sie als Fachleute für X …" und nicht mit „Ich möchte Ihnen heute präsentieren…"
  • Lass ihn (oder sie) einfach und verständlich reden, nur Worte und Abkürzungen verwenden, die zu meiner Welt gehören. Gib ihm ein, dass ich ihn auch dann für klug halte, wenn ich verstehe, was er sagt.
  • Mach, dass ich spüren kann, dass ICH wichtig bin und dass er (oder sie) sich mit allen Kräften um MEIN Verständnis, um MEINE innere Zustimmung bemüht.

Der Weihnachtswunsch heißt „Zuhörerorientierung", wie man ihn erfüllt, ist zentrales Thema in allen HPS-Trainings.

13.11.2012
von Emil Hierhold

Den Schlusssatz nicht dem Zufall überlassen!

Durch den allgemeinen Zeitdruck kommt die Vorbereitung einer Präsentation meist sowieso zu kurz. Sträflich vernachlässigt wird aber der Abschluss – dabei ist das der Eindruck, den alle mitnehmen.

  • "Ich fasse zusammen: …" Tun Sie es wirklich. Damit das funktioniert, müssen Sie Ihre wichtigsten Aussagen in drei, vier kompakten Sätzen parat haben.
  • Kein "Danke für Ihre Aufmerksamkeit!" Überlassen Sie diese Floskel denen, die vergessen haben, über einen kräftigen Schlusssatz nachzudenken.  Stärker sind Signale der Zuversicht oder klare Aufforderungen: "Berücksichtigen Sie das bitte bei Ihrer Entscheidung!"
  • Applaus aushalten oder professionell zur Fragerunde überleiten: Bei Vorträgen oder größeren Präsentationen können Sie mit Applaus rechnen. Ihr Publikum will Ihnen danken, laufen Sie nicht davon! Bei Präsentationen im kleinen Rahmen geht es sofort in die Diskussion: "Dazu haben Sie sicherlich einige Fragen. Wir haben dafür ... Minuten, was interessiert Sie besonders?"

Verlassen Sie sich auf eines: Unter Stress fallen Ihnen die optimalen Sätze wahrscheinlich nicht ein. Die müssen Sie schon vorher formulieren!

Die persönliche Wirkung in kritischen Phasen ist nicht nur im Präsentationstraining ein zentrales Thema, sondern auch in der "Rhetorischen Kraftkammer".

09.11.2012
von Emil Hierhold

Verlässlichkeit signalisieren: mit Disziplin und Struktur!

Sie wollen gut organisiert, professionell und kompetent wirken, und gleichzeitig müssen Sie bereit sein, auf spontane Wünsche einzugehen oder mit einem plötzlich halbierten Zeitbudget auskommen. 

Drei Tipps, wie Sie eine klare Struktur und Flexibilität verbinden:

  • Kompakte Informationsblöcke bilden. Das hilft, wenn Sie plötzlich kürzen müssen, wenn die Sitzung unterbrochen wird oder wenn Boss oder Kunde eine andere Reihenfolge verlangen.
  • Gliederung ankündigen und verstärken. Eine Inhaltsübersicht, eine Agenda zu Beginn zeigt Ihren professionellen, systematischen Zugang und gibt Vertrauen. Geben Sie aber auch zwischendurch Orientierung - blenden Sie diese Gliederung nochmals ein, wenn Sie zum nächsten Punkt kommen!
  • Zusammenfassen. Am besten bereits zwischendurch, jedenfalls aber am Schluss, bevor es in die Diskussionsrunde geht. Das ist die beste Chance für klare Botschaften und besonders wichtig dann, wenn es zahlreiche Unterbrechungen gab oder falls Sie kürzen mussten.

Die klar strukturierte Kurzpräsentation vermitteln wir im HPS-Klassiker „Sicher präsentieren – wirksamer vortragen", die modulare Vortragstechnik im dialogorientierten Seminar "Erfolgreich präsentieren am runden Tisch".

08.11.2012
von Emil Hierhold

Gleich zu Beginn den Zweck des Meetings klären!

Sie als Präsentator wissen (hoffentlich) genau, worum es geht - wissen das auch die Anderen - der Vorstand, das Entscheidungsteam beim Kunden, die Mitarbeiter der Projektgruppe?

Fokussieren Sie gleich zu Beginn die Aufmerksamkeit durch eine entsprechende Ankündigung, zum Beispiel:

  • (an den Vorstand) "Sie erwarten eine Übersicht über alle Schlüsselmärkte und den Stand der wichtigsten Projekte."
  • (an einen Kunden /Interessenten) "Sie haben uns zur Kurzpräsentation unseres Leistungsspektrums eingeladen und wollen herausfinden, ob wir als Lieferant qualifiziert sind."
  • (an die Projektgruppe) "Wir müssen heute die vorliegenden Analysen für das Problem X untersuchen und entscheiden, wie wir weiter vorgehen."

Bei einer kleinen Gruppen lassen Sie sich den "Zweck" bestätigen, z.B. beim Kunden: "Habe ich das korrekt dargestellt?", oder in der Projektgruppe: "Ist das auch für euch das Wichtigste?"

Ein solcher Start sagt nicht nur, dass Sie selbst zielorientiert und gut vorbereitet ans Werk gehen, sondern schafft auch auf der Beziehungsebene die erste Gemeinsamkeit: das Ziel. Ein wichtiges Element des verkaufsorientierten Seminars "Erfolgreich präsentieren am runden Tisch".

15.10.2012
von Emil Hierhold

Farben testen – what you see is NOT what you get!

Ihr Flatscreen-Monitor ist schwarz, Farbe kommt als Licht von hinten. Dagegen ist die Projektionsfläche weiß/silberfarben und der Beamer strahlt von vorn. Deshalb ist die projizierte Folie nie so farbkräftig und kontrastreich wie das, was Sie am Monitor bei der Gestaltung sehen.

  • Überprüfen Sie Ihre Präsentation in der Projektion - möglichst unter den realen Bedingungen eines nicht abgedunkelten Vortragsraumes.
  • Was am Monitor oder auf Papier (noch) gut geht, floppt an der Leinwand: ein dekorativer (Foto-) Hintergrund oder manche einfarbige Hintergründe; sicher sind Sie nur mit weiß, (dunkel-)blau und schwarz.
  • Farben verändern sich in der Projektion! Besonders mit hellen Farben (grün, gelb, rosa) erleben Sie meistens Überraschungen.
  • Rot ist an sich eine starke Signalfarbe, aber auf Blau und Grün gibt's damit Probleme. Und in der Projektion auch auf Weiß, wenn Sie damit ganze Sätze schreiben.

In den HPS-Trainings gehen wir auf die Grundregeln der visuellen Gestaltung ein. Professionelles Präsentationsdesign behandeln wir in unserem Projektconsulting und entwickeln es gemeinsam mit Ihnen und unseren Design-Experten.

12.10.2012
von Emil Hierhold

„Farbig" – bitte nicht nur die Folien!

Die visuelle Attraktivität eines Slides ist eine notwendige, aber noch keine hinreichende Voraussetzung: ein sauberes Layout, klare, starke Farben, interessante (Farb-) Fotos. Aber wenn es um Überzeugungskraft geht, ist das zu wenig.

Nur zwei Beispiele:

  • Farbe in die Sprache: ein Erlebnis, ein prägnantes Beispiel, ein plastischer Vergleich. Was genauso stimuliert und Farbe in den Vortrag bringt: Pausen machen, Fragen stellen, die Lautstärke variieren.
  • Farbe in den Auftritt – nein, keine bunte Krawatte! Seitenwechsel statt Kleben am Pult, auch einmal in die Zuschauerreihen hinein, größere Gesten, Gefühle zeigen: wer andere bewegen will, muss sich selbst bewegen!

„Farbig“ meint alles, was nicht grau-in-grau, Standard, das Erwartete ist. Zum Beispiel ein anderes Medium: Flip-Chart statt PowerPoint. Dialog und Fragen statt Monolog und Behauptungen. Aus einer aktuellen (oder uralten) Zeitung vorlesen. Oder auch einmal ein schwarz-weißes Foto!

In der „Meisterklasse – präsentieren mit Durchschlagskraft“ probieren die (fortgeschrittenen) Teilnehmer, welche ungewöhnlichen Methoden bei ihnen persönlich wirken, zu ihrer Persönlichkeit passen - und welche nicht.

09.10.2012
von Emil Hierhold

Mit Farben die Aufmerksamkeit steigern – aufs Wichtige!

Farben sind die optisch stärksten Signale, stärker als Bilder, Formen, Zeichen. Deshalb verwendet man sie als Leitsysteme dort, wo es schnell gehen muss, z. B. in der Unfallaufnahme eines Krankenhauses.

  • Wenn schon, denn schon: für die einwandfreie Wahrnehmung ist ein klares Signal entscheidend (Psychologen nennen das "gute Figur-Grund-Differenzierung").
  • Dosieren – nicht ALLES plakativ anmalen. Wenn sich ALLES wichtig macht, ist NICHTS mehr wichtig, und ALLES geht unter.
  • Kontrast ja, Konflikt nein: ENTWEDER Sie bleiben innerhalb der Farbpalette Ihres (ppt) Layouts und wählen die relativ stärkste Farbe ODER Sie knallen mit einer völlig abweichenden Farbe darüber. Aber bitte nicht auf jeder Folie!

Im 1-Tagesworkshop „Slides that win"  testen PowerPoint-Praktiker (und solche, die es werden wollen) diese und andere wirkungsvolle Möglichkeiten.

10.09.2012
von Emil Hierhold

Das persönliche Erlebnis – bewegend, glaubwürdig, aber nur wenn echt!

Projektor abschalten (Taste B!), die Aufmerksamkeit geht voll auf den Präsentator.

Ankündigung: „Dazu etwas, das mir vor kurzem passiert ist… " Jetzt müssen Ihre Zuhörer spüren, dass Sie tatsächlich etwas nach-erleben und nicht einfach eine Anekdote erzählen.

  • Rufen Sie sich Ihr Erlebnis ganz konkret vor Augen und Ohren!
  • Schalten Sie auf „Reportagestil": sprechen Sie in der Gegenwart und bringen Sie konkrete, plastische Details, auch wenn diese an sich unwichtig sind, z. B. "Ich sitze am Schreibtisch und schau' in mein Outlook. Plötzlich läutet das Handy und am Display sehe ich…"
  • Erlauben Sie Ihrem Körper, dass er Ihr Erlebnis nochmals „durchagiert“!
  • Überlegen Sie den Ausstieg aus der Geschichte, die Rückkehr in Ihre Präsentation.

Persönliche Erlebnisse, Gleichnisse, die Verwendung von Gegenständen und dergleichen sind Inhalt der „Meisterklasse – präsentieren mit Durchschlagskraft“.

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