15.12.2011
von Emil Hierhold

Baupläne für Ihre Weihnachtsansprache

Überlassen Sie den Erfolg Ihrer Weihnachtsansprache nicht dem Zufall.
Sieben Baupläne führen Sie erfolgreich durch Ihre Feiertagspräsentationen.

Zu den Bauplänen

14.12.2011
von Emil Hierhold

Alle müssen mitkommen, keiner darf zurückbleiben!

Ein Zuhörer, der "aussteigt", der verwirrt und frustriert ist, wird zum potentiellen Gegner.
Es gibt zwar Grenzen der Vereinfachung, aber leichter machen geht auf jeden Fall:

  • "Keep it simple!" Möglichst wenig Fremdworte und Fachausdrücke. Wo die notwendig sind entschärfen: "XYZ heißt, wie Sie wissen, ..."
  • Zwischenzusammenfassungen sind besonders wertvoll für die, die unterwegs etwas verwirrt zurückgeblieben sind - ab jetzt sind sie wieder voll dabei.
  • Die Pause: Ein "Leichtermacher" mit positiver Nebenwirkung. Ein Maschinengewehr-Dauerfeuer ist weder verständlich, noch überzeugend. Pausen geben die notwendige Zeit zum "Einsickern", zum Verdauen. Positiver Nebeneffekt: Pausen signalisieren Sicherheit!

Gerade bei kleinen Entscheidergruppen ist es lebenswichtig, dass wirklich alle dabei bleiben – und sich „smart“ fühlen. In "Erfolgreich präsentieren am Runden Tisch" lernen die Teilnehmer, wie man mit Fragen und Aufforderungen dieses Ziel erreicht.

13.12.2011
von Emil Hierhold

Slides „öffnen“, nichts voraussetzen!

Ihnen als Präsentator ist jede Ihrer Folien vertraut. Sie möchten zur Sache kommen, nämlich zu der Botschaft, die Sie damit unterstützen möchten. Für die Zuschauer ist diese Folie aber regelmäßig neu und verwirrend, er fühlt sich gar nicht „smart“!

  • Bei Diagrammen zuerst die Mechanik erklären: welche Einheiten sind auf den Achsen abgebildet, welche Varianten sind wie dargestellt? Dann erst die Aussage bringen!
  • Welche Bedeutung hat ein Symbol oder Icon (visuelles Kürzel)? Kurz ansprechen und aufschließen: "dieses Notebook/Mikroskop/Telefon... steht für..."
  • "Sprechende“ Überschriften (oben)  und „Take-aways“ (unten)  verwenden. Diese wichtigsten Aussagen können Sie durchaus laut sprechen und dann zeigen Sie, wie Ihr Slide Schaubild diese Aussagen beweist.

Zum Aufschließen visueller Hilfsmittel gehört eine besondere Blickführungstechnik, diese ist Teil des HPS-Klassikers "Sicher präsentieren – wirksamer vortragen".

09.12.2011
von Emil Hierhold

Orientierung befriedigt Sicherheitsbedürfnisse

Wenn wir wissen, wo wir uns befinden, fühlen wir uns sicherer, als Herren der Lage, jedenfalls nicht unterlegen und diese positive Empfindung überträgt sich auf den Präsentator.

  • Fahrplan – zu Beginn und zwischendurch. Eine Agenda oder Inhaltsübersicht ist nicht nur am Anfang wichtig, auch zwischendurch hilft sie bei der Orientierung.
  • Mit „Signposting“ zeigen, wo wir sind und wie es weitergeht. "Das Wichtigste war für sie... und als nächstes untersuchen wir ..."
  • Überleitung statt Überfall: die nächste Folie ankündigen "sehen wir uns die Entwicklung im letzten Jahr an ...". Das stimmt ein, bereitet vor, macht es leichter als die unvermutete Konfrontation mit dem nächsten Schaubild.

Dieser "Service für das Publikum" gehört zur Zuhörerorientierung, die ein fester Bestandteil sämtlicher HPS-Trainings ist.

15.11.2011
von Emil Hierhold

Signale der Unglaubwürdigkeit erkennen – und vermeiden

Wir haben feine Antennen für unser Gegenüber, für den Präsentator. Wir spüren die Unsicherheit des anderen – und interpretieren diese vielleicht als "unglaubwürdig" – dabei war der andere bloß hochgradig nervös! Worauf können Sie achten?

  • Beine: fester Stand, kontrollierte Bewegung – oder wird nervös herumgezappelt?
  • Hände: ruhige, ausreichend große Gesten, klare Blickführung – oder fahrige "Fingerspiele"? (Die Hand in der Tasche ist keine Lösung!)
  • Blick: persönlicher, ausreichend langer Augenkontakt – oder "Blickblitze" überall hin und damit nirgendwo?
  • Stimme: eher langsam, mit Pausen – oder atemloses Durchhasten, in hoher Stimmlage?


Positive Spannungsenergie darf nicht als Unsicherheit rüberkommen. Deshalb lernen die Teilnehmer z. B. in der „Rhetorischen Kraftkammer“ Energieventile kennen, die gleichzeitig Signale der Sicherheit sind.

11.11.2011
von Emil Hierhold

Eine Sache ganz ohne Schattenseite ist meist unglaubwürdig

Alle Entscheider wissen, dass es keine 100%igen Vorschläge gibt, dass jede Idee Schwachstellen hat. Ein Hochglanzprospekt kann Schattenseiten vertuschen, in der Präsentation dagegen werden diese erbarmungslos aufgedeckt! Daher:

  • Schwachstellen/Nachteile direkt ansprechen und nüchtern quantifizieren (Wahrscheinlichkeit und Wirkung)
  • „Downsides" zur Demonstration der eigenen Planung Kompetenz verwenden: mit plausiblen was-ist-wenn-Szenarien und Alternativen.

In allen HPS-Seminaren mit Interaktionsmodulen bereiten sich die Teilnehmer darauf vor, dass eine Schwachstelle angesprochen wird.

07.11.2011
von Emil Hierhold

Harte Fakten und klare Zusammenhänge, das gibt Glaubwürdigkeit

Unsere Welt ist komplex, das wissen wir. Wer sie verständlich darstellt, den schätzen wir. Ist diese Darstellung durch überprüfbare Tatsachen gestützt, dann glauben wir‘s.

  • Gummiworte hinaus: "oft, viele, sehr, unlängst", konkrete Angaben hinein
  • Fakten demonstrativ von der Meinung trennen. Präsentieren Sie eine Analyse betont sachlich – in der Interpretation (was daraus folgt, wo es hinführen könnte …) ist Platz für Fantasie und Dramatik
  • Quellen nennen. Diese müssen den Zuhörern natürlich als glaubwürdig bekannt sein
  • Nicht "übersimplifizieren"! Das tun Demagogen: "wir haben 230.000 Arbeitslose und 230.000 Ausländer"

Auch eine kompakte 5-Minuten-Präsentation braucht in der Argumentation harte Tatsachen und einleuchtende Zahlen, darauf bestehen die HPS Trainer.

Kategorie(n): Rhetorik
12.10.2011
von Emil Hierhold

Verdichten Sie Ihre Story – bis sie “in den Lift“ passt!

Das kann immer wieder passieren: Ihr wichtigster Zuhörer (und Entscheider) kann nicht teilnehmen, entschuldigt sich blumig und fragt „Sagen Sie mir doch kurz, worum es geht!“

Sowas spielt sich manchmal im Lift ab, dann haben Sie gerade so viel Zeit wie der Lift braucht, daher auch „Elevator Pitch“.  Sagen Sie nicht „Unmöglich!“

  • Die Transparenz der 10%. Erzählen Sie sich Ihre Geschichte selbst – oder besser einem Partner, der das Thema nicht kennt. Setzen Sie sich ein Zeitlimit – 2 Minuten ist ein guter Startpunkt – und versuchen Sie’s. Wenn Sie es in 10% der ursprünglichen Länge geschafft haben, sind Sie beim Skelett Ihrer Idee, beim Kern des Vortrags. Ausbauen, erweitern ist dann einfach.
  • Was heißt „vollständig“? Wir denken meist, dass etwas (eine Präsentation) dann vollständig ist, wenn nichts fehlt, man nichts mehr hinzufügen kann. Eine chinesische Weisheit sagt, etwas ist dann vollständig ist, wenn man nichts wegnehmen kann …

In der „Rhetorischen Kraftkammer“ üben die Teilnehmer, Ihre Gedanken in komprimierter Form  vorzutragen: mit dem Blitz-Vorschlag, der Blitz-Info, dem HPSpresso.

10.10.2011
von Emil Hierhold

Beginnen Sie beim Schluss: Wie lautet Ihre Zusammenfassung?

Es geht nicht darum, was SIE erzählen wollen, sondern darum, was DIE ZUHÖRER mitnehmen sollen!

  • Zuerst die Essenz! Bevor Sie auch nur daran denken, einzelne Slides auszusuchen, zu basteln oder in Auftrag zu geben: was genau wollen Sie sagen, nachdem Sie nach 19 Ihrer 20 Minuten ankündigen „Ich fasse zusammen“?  Was jetzt folgen muss, ist die Essenz Ihres Vortrags, das, was ALLE mitnehmen müssen. Diese 3 oder 4 Sätze schreiben Sie auf – und überlegen bei jeder Information, die Sie dann für die Präsentation auswählen, ob sie die Essenz rechtfertigt.
  • Das „Hypnose-Modell“: Stellen Sie sich vor, einer Ihrer Zuhörer wird am Tag nach Ihrer Präsentation gefragt, was Sie denn berichtet hätten. Angenommen, Sie könnten diesen Zuhörer hypnotisieren: welche Sätze sollte er dann sagen? Genau das ist Ihre Essenz, Ihre Zusammenfassung - und die Richtschnur dafür, was in Ihre Präsentation gehört (und was nicht).

Mit dem QUICK-Strukt® lernen die Teilnehmer des HPS-Klassikers „Sicher präsentieren – wirksamer vortragen“, ein Ziel festzulegen, BEVOR sie über Informationen und Argumente nachdenken.

06.10.2011
von Emil Hierhold

Ziegel aufeinander schichten – oder mit einem Bauplan beginnen?

An sich keine Frage, aber wie geht das bei einer Präsentation? Überlegen Sie, mit welchem „Bauplan“ Ihre Informationen und Argumente ein logisch-überzeugendes Gebäude ergeben: 

  • Geht es um ein Problem, für das Sie eine Lösung haben? Dann passt auch der Bauplan „Situation (=Problem) – Dringlichkeit – Vorschlag – positive Ergebnisse – nächste Schritte“.
  • Wollen Sie ein Thema von mehreren Seiten darstellen? Mit dem Bauplan „Kern und Satelliten“ ordnen Sie Ihre Informations-„Satelliten“ sauber um die Kernfrage, zu der Sie immer wieder zurückkehren.
  • Gibt es eine (einmalige) Gelegenheit, die JETZT genützt werden muss? Mit „Chancen nutzen!“ wird zuerst die Chance sauber gestellt, die Idee erklärt und dann gezeigt, wieso das sicher funktionieren wird.

Im Buch „Sicher präsentieren – wirksamer vortragen“ finden Sie diese und 5 weitere Baupläne und Beispiele dafür – es gehört zur Ausrüstung des gleichnamigen HPS-Seminarklassikers.

Kategorie(n): Präsentationsaufbau

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