15.12.2010
von Emil Hierhold

Applaus aushalten - oder zügig zur Fragerunde überleiten

Bei Vorträgen oder größeren Präsentationen können Sie mit Applaus rechnen. Ihr Publikum will Ihnen danken, laufen Sie nicht nach Ihrem letzten Wort davon!

Blicken Sie nach Ihrem Schlusssatz freundlich in die Runde und deuten Sie mit einer Verbeugung an, dass Sie sich über diesen Applaus freuen. Nach ein paar Sekunden treten Sie ab.
Bei Präsentationen im kleinen Rahmen wird es kaum Applaus geben, daher sind Sie für einen professionellen Übergang  in die nächste Phase verantwortlich. Leiten Sie sofort über in die Diskussion: "Dazu haben Sie sicherlich einige Fragen. Wir haben dafür ... Minuten, bitte fragen Sie".

Diesen Übergang nenne wir "Brücke" und die HPS-Trainer wissen, dass diese scheinbar so einfachen Sätze nur dann "locker" kommen, wenn sie in Ruhe überlegt – und geübt wurden. Das passiert im Klassiker "Sicher präsentieren - wirksamer vortragen" und im Seminar für die Präsentation am runden Tisch "Erfolgreich präsentieren am runden Tisch".

15.12.2010
von Emil Hierhold

Wozu "Danke für Ihre Aufmerksamkeit!" - besser ein konkreter Aktionsvorschlag!

Das erste ist eine Floskel, die ungefähr bedeutet: "Falls du es nicht merkst: Ich bin jetzt fertig!" Nicht schlimm, unauffällig, üblich - aber eine versäumte Gelegenheit, kraftvoll zu schließen. Etwas gewagter aber ungleich stärker sind Schlusspunkte der Zuversicht und klare Aufforderungen: "Ich bin fest davon überzeugt, dass wir das schaffen!" oder "Bitte, berücksichtigen Sie das bei Ihrer Entscheidung!"

Der "3-Minuten-Blitzvorschlag" in der "Rhetorischen Kraftkammer" zielt genau auf diesen schwungvollen, prägnanten und überzeugenden Abschluss.

15.12.2010
von Emil Hierhold

Die Zusammenfassung: DIE Chance für Ihre wichtigsten Botschaften

Die schlichte Ankündigung "Ich fasse zusammen" bringt Ihnen nochmal die volle Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer.

Wiederholen Sie jetzt Ihre wichtigsten Informationen in drei, vier einfachen Sätzen, die sich alle merken und mitnehmen können. Und weitergeben! – Damit diese entscheidenden Sätze wirklich "sitzen", müssen Sie sie gut überlegen – und üben …

Im Seminar "Sicher präsentieren – wirksamer vortragen" führt das mustergeschützte Vorbereitungshilfsmittel QUICK-Strukt® die Teilnehmer von der Zielgruppenanalyse über den Start zu einem richtigen "Fazit".

23.11.2010
von Emil Hierhold

Vorausdenken allein ist zu wenig: lassen Sie Ihre Muskeln spielen!

Natürlich geht es nicht um Bodybuilding. Aber viele Präsentatoren denken zwar die kritischen Passagen (z.B. Start und Finale) genau durch, schreiben vielleicht die geplanten Worte nieder, oder lernen diese sogar auswendig. All das ist gut, nützt aber erst, wenn Sie noch etwas in Muskelspiel investieren:

Spielen Sie z.B. die Startsequenz durch, richtig mit allen Bewegungen, und vor allem laut. Ihr Körper, besonders Ihre Sprech- und Gesichtsmuskeln, muss die geplanten Aktionen lernen. Wohin bewegen Sie sich nach der Begrüßung? Wonach greifen Sie? Was wollen Sie zeigen? Zwei- oder dreimal genügt schon und Sie werden doppelt ernten: nach außen wirken Sie sicher und souverän, nach innen erleben Sie in diesen "heißen" Sekunden das beruhigende Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben. Das gibt Energie, Sicherheit und Zuversicht!

Der richtige Start ist natürlich Thema sowohl im Klassiker "Sicher präsentieren – wirksamer vortragen", als auch in der "Rhetorischen Kraftkammer ®"; in der "Meisterklasse: Präsentieren mit Durchschlagskraft" werden dann ungewöhnliche Startmethoden ausprobiert und auf Passung zur Persönlichkeit überprüft.

23.11.2010
von Emil Hierhold

Die richtige Start-Routine schafft Aufmerksamkeit und signalisiert Souveränität

Ein Profi wird nie einfach irgendwo anfangen zu reden, er/sie folgt einer sorgfältig überlegten Dramaturgie:

1. Schweigend, mit energetischen Schritt zum Startpunkt und dort richtig "
    ankommen", Manuskript ablegen, Notebook überprüfen. Wer schon
    unterwegs oder beim Fummeln am Notebook redet, signalisiert
    Nervosität  und Unsicherheit, bestenfalls Zeitmangel und Stress
2. Am Startpunkt –  noch immer schweigend!! – ein paar Sekunden stehen
    bleiben, freundlich in die Runde blicken, "Augenkontakte einsammeln"
    und sich wahrnehmen lassen
3. Unterstützt durch eine öffnende Geste den ersten, genau überlegten Satz
    sprechen,  vielleicht die Begrüßung und warum Sie sich freuen heute hier
    zu diesen Zuhörern zu sprechen

Eine äußerst bewährte HPS-Dramaturgie für den Start nennen wir etwas plakativ "Powerstart" - aber das ist genau, was sie bewirkt: Kraft nach außen und Kraft nach innen.

23.11.2010
von Emil Hierhold

"Ich freue mich, diesen Vortrag halten zu können!" - In Ordnung, aber bitte warum?

Sich selbst positiv auf die Situation, auf die Zuschauer einzustimmen, ist eine gute und wirkungsvolle Strategie der Autosuggestion. Sie können diese Freude auch verkünden, doch begründen Sie das auch, damit es keine leere Grußformel bleibt, z.B. "Ich freue mich weil ...

• ... ich so viele an diesem Thema Interessierte auf einmal sehe"
• ... genau heute vor 1, 5, 10 … Jahre folgendes passiert ist …"
• ... Herr/Frau X (z.B. Organisator) mir gesagt haben, dass Sie …"

Eine ganz besondere Formel für die positive Einstimmung und damit für die Kontrolle des Lampenfiebers lernen die Teilnehmer im Klassiker "Sicher präsentieren – wirksamer vortragen" kennen und anwenden.

14.10.2010
von Emil Hierhold

Eine Falle für Blitzdenker: Vielleicht geht es um etwas ganz anderes ...

"Wann soll das Projekt starten?" Wenn Sie selbst diese Frage stellen, geht es Ihnen vielleicht darum, vor Beginn dieses Projektes bestimmte Voraussetzungen zu schaffen. Der Gefragte nimmt aber automatisch an (warum eigentlich?), Sie wollen möglichst rasch starten - und antwortet entsprechend. Ihre eigentlichen Bedenken kommen nicht oder erst später zur Sprache.

Als Fragesteller: begründen Sie daher Ihre Frage: "Ich frage das, weil ..."

Als Gefragter klären Sie die Absicht Ihres Gesprächspartners, bevor Sie in eine ausführliche Antwort und damit vielleicht in die falsche Richtung starten: "Was ist für Sie beim Zeitpunkt wichtig?"

Vorsicht bei "Annahmen": If you ASSUME too much, you make an ASS (Esel) out of U (=YOU) and ME!"

Wieso es oft zu Missverständnissen kommt, und wie man diese verhindert, ist Thema von "Gewinnend kommunizieren und überzeugen".

14.10.2010
von Emil Hierhold

Für den Zuhörer ist immer alles neu – für den Präsentator nicht

Für Sie selbst steht Ihre Präsentation, Ihr Auftritt am Ende einer mehr oder weniger langen Vorbereitungsarbeit. Für Sie ist daher alles klar und Sie wollen rasch zum Wesentlichen vorstoßen. Für Ihre Zielgruppe dagegen ist es umgekehrt:

das Erlebnis der Präsentation steht am Anfang eines Prozesses, der (hoffentlich) mit Zustimmung oder Informationsgewinn endet. Setzen Sie daher nichts als "sowieso klar" voraus, sondern holen Sie Ihre Zuhörer dort ab, wo sie sich befinden. Dazu ein HPS-Merksatz: "Unterschätzen Sie nie die Intelligenz Ihrer Zuhörer, aber überschätzen Sie nie deren Wissen!" Daher immer – aber sehr kurz – das ansprechen, was  zum Verständnis Ihres Vorschlags oder Ihrer Frage nötig ist.

Dieser Grundsatz ist Teil der Zielgruppenorientierung, ein fundamentaler Bestandteil aller HPS-Seminare.

14.10.2010
von Emil Hierhold

Diese Frage ist immer präsent: Was heißt das FÜR MICH?

Mittlerweile haben wir endlich alle begriffen, dass man mit Eigenschaften ("features") allein keinen Blumentopf gewinnt, man braucht Nutzen ("benefits"). Reicht das?

Oft reicht ein "allgemeiner Nutzen" noch nicht, wir müssen die konkrete Bedeutung für den Gesprächspartner nachliefern:

Eigenschaft

Allgemeiner Nutzen

Konkrete Bedeutung

Anatomisch geformte Rückenlehne

passt sich dem Benutzer an

Sie können ermüdungsfrei lange sitzen, ohne Rückenschmerzen zu bekommen

2,13 GHz Prozessor und 4 GB RAM

arbeitet sehr schnell

wenn Sie ein Foto anklicken, ist es sofort da, auch wenn es hochauflösend ist

tagesaktuelle Debitorenliste

man sieht sofort, wer wieviel schuldet

Sie können rasch reagieren, das  reduziert Ihr Risiko und senkt die Kosten

Die Grenze zwischen Nutzen und Bedeutung ist fließend, aber jedenfalls brauchen Sie eine klare Antwort auf die (oft stumme) Frage "Was heißt das für mich?"

Im Klassiker "Sicher präsentieren - wirksamer vortragen" zwingt das bewährte Hilfsmittel "ARGU-Strukt" die Teilnehmer, sich die Schnittstellen zu den Interessen der Zuhörer sehr genau anzusehen: was bedeutet ein Vorschlag, eine Information für deren Interessen oder Bedürfnisse?

 

                   

20.09.2010
von Emil Hierhold

Die Vorfrage, wenn Sie einen Vorschlag präsentieren: als Problem oder Chance darstellen?

Ob Sie das eine oder das andere betonen, hängt meist davon ab, wie Sie die Einstellung Ihrer Zielgruppe einschätzen. Allerdings: wenn Sie ein massives Qualitätsproblem als "große Chance" positionieren, dann ist die einzige Chance, dass Sie selbst vielleicht als Retter berühmt werden, aber viel Akzeptanz werden Sie damit bei Ihrer Zielgruppe vermutlich nicht finden.

Umgekehrt steht es bei einer Idee für eine lohnende Investition. Die müssen Sie natürlich als Gelegenheit, als Chance für den Investor präsentieren, ein "Problem" kann es allenfalls für Sie selbst werden, wenn Sie es nicht schaffen, Ihre Idee zu verkaufen. Daher als erstes entscheiden, ob Sie mit einer Druck- oder mit einer Zugstrategie arbeiten wollen: "Druck" bedeutet Mobilisierung von Angst, Sorge, negativen Konsequenzen, also "weg von". - "Zug" meint dagegen Hoffnung, Erfolg, Gewinn, positive Ergebnisse, also "hin zu".

Klassische Problem-Lösungs-Situationen präsentieren Teilnehmer im HPS-Klassiker "Sicher präsentieren-wirksamer vortragen" mit dem ARGU-Strukt. Das chancenorientierte Modell "Opportunity-Leverage" gehört in die "Meisterklasse". Alle acht Baupläne finden Sie im Buch von Martin Dall/Emil Hierhold "Sicher präsentieren - wirksamer vortragen".

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