25.11.2008
von Emil Hierhold

Professionelle Vorbereitung beginnt beim Ende

Was ist wichtiger: Was Sie sagen wollen, oder was Ihr Partner mitnehmen soll?

Die meisten Vortragenden beginnen mit der Materialsammlung - und damit bei sich selbst: Was habe ICH für Informationen, was will ICH präsentieren?

  • Bevor Sie überhaupt an Ihre eigenen Inhalte denken, überlegen Sie, an wen sich Ihre Präsentation richtet: was bewegt, interessiert, erwarten (oder befürchten) Ihre Zuhörer?
  • Dann springen Sie geistig an das Ende Ihres Vortrages. "Ich fasse zusammen" hören Sie sich sagen - und was kommt dann? Formulieren Sie die Essenz Ihres Vortrages, das, was alle mitnehmen sollen
  • Erst jetzt geht es los: Eine disziplinierte Materialsammlung - auf dieses Ziel hin!

Diese Vorgangsweise ist nicht nur publikums- und ergebnisorientiert, sie fokussiert Ihre Vorbereitung auf das wirklich Wichtigste - das spart Ihnen Zeit für überflüssige Slides!

Im Klassiker "Sicher präsentieren - wirksamer vortragen" erhalten die Teilnehmer dazu das bewährte Werkzeug QUICK-Strukt.

12.11.2008
von Emil Hierhold

Vorbereiten - bis zur letzten Sekunde?

Wie schaffen Sie sich optimale Bedingungen für einen wichtigen Auftritt?

"Ich verlasse mich darauf, dass der Veranstalter / meine Leute alles richtig vorbereitet haben!" - Eine verhängnisvolle Fehleinschätzung!

  • Für das Publikum sind immer Sie selbst schuld - und eine "Ent-Schuldigung" ist ein Schwächezeichen. Damit geht es weder Ihnen noch den Zuhörern besser!
  • Der gesamte Set-up (Arbeitsplatz, Sichtverhältnisse) ist Ihre Verantwortung - bestehen Sie auf optimalen Bedingungen, damit Sie gut "rüberkommen"
  • Sind Sie der erste oder der Hauptredner? Kommen Sie so zeitgerecht, dass alles bereit ist, bevor die ersten Zuhörer eintreffen
  • Sie sind Nummer X in einer Reihe Vortragender? Überprüfen Sie - aus Zuschauerperspektive - ob die Verhältnisse für Sie passen, bzw. was Sie noch ändern könnten. Wenn Sie "dran" sind, optimieren Sie, lassen Sie sich nicht hetzen, sondern signalisieren Sie Sicherheit "Die/Der weiß, was sie/er will!"

In jedem Fall widmen Sie Ihren letzten Gedanken vor dem Start NICHT der Technik, sondern Ihrer positiven Einstellung "Ich freue mich, dass SIE da sind!"

Vor jedem Seminarauftritt heißt es "Ist der Arbeitsplatz ok?" Wenn nicht - stop!

06.11.2008
von Emil Hierhold

90% des Erfolges liegt in der Vorbereitung!

Spontanietät ist wichtig - aber nur auf der Basis einer guten Vorbereitung, nicht "anstatt". Wer meint "Spontan bin ich am besten - mir fällt schon das Richtige ein!" ist NIE so gut, wie er / sie mit einer ordentlichen Vorbereitung sein könnte.

Als Service für unsere Leser zwei Checklisten zum Thema "Vorbereitung":

24.07.2008
von Emil Hierhold

Vorbereitung: Weniger, klarer, stärker

Konferenzraum und Festsaal unterscheiden sich nicht nur durch die Größe: Die Atmosphäre ist völlig anders!

Große Gruppen sind - auch bei Business Themen - weniger konzentriert, mehr auf "Entertainment" eingestellt und oft sehr unterschiedlich zusammengesetzt.
Daher:

  • Inhalt: Weniger Informationen, übersichtlicher strukturiert. Geben Sie zwischendurch Orientierung (wo sind wir, was kommt als Nächstes?), fassen Sie zusammen, formulieren Sie prägnante, einprägsame Botschaften.
  • Hilfsmittel: Je größer die Gruppe, desto weniger digitales Material (Worte, Ziffern), desto mehr "Bilder": Fotos, Diagramme, Landkarten. Alles groß, deutlich, farbstark - und in einem sauberen Layout
  • Sprache: einfach und aufgelockert. Kurze Sätze, keine Fremdworte, viele Pausen. Akustik mit Mikrophon überprüfen - schnelles Sprechen kann killen! Botschaften ruhig mehrmals wiederholen.
  • Gestik: Persönliche Präsenz durch selektive, deutliche Bewegung. Dauernde Bewegung wirkt hektisch, daher: welche Sätze möchten Sie verstärken? Diese Gesten groß und langsam. Wie groß ist Ihr Publikum? Genauso weit öffnen Sie Ihre Arme!


Das Fundament für den persönlichen Auftritt legen wir im Klassiker "Sicher präsentieren - wirksamer vortragen".

Kategorie(n): Top Präsentation
24.06.2008
von Emil Hierhold

Inszenierung: Zentral - sichtbar - frei

Die "Bühne" ist Ihre Verantwortung. Schuldzuweisungen helfen Ihnen überhaupt nicht.

"Der Veranstalter macht das schon!" - Ein verhängnisvoller Irrtum. Führen Sie selbst Regie!

  • Zentrale Position: Signalisieren Sie Ihre Wichtigkeit - aber nicht exakt aus der Mitte, das wirkt penetrant. Visuelle Hilfsmittel dirigieren Sie besser von links (Zeilenanfänge!)
  • Ein Podium ist ein Muss ab 100 Personen. Pulte sind notwendig, aber auch Barrieren, daher besser eine leichte Auflagefläche für Manuskript oder Notebook, der Blick auf Ihre Beine soll frei sein. Begrüßung von NEBEN dem Pult!
  • Frei - "Wer andere bewegen will, muss sich selbst bewegen!" Das gilt vor großem Publikum noch viel mehr. Damit Sie den Raum nützen können: entfernen Sie Blockaden und sorgen Sie für ein
  • Funkmikrophon. Wählen Sie dabei am besten ein Headset. Bei einem Handmikro sprechen Sie in den Kopf, nicht darüber (als ob Sie ein Glas zum Mund führen). "Frei" bedeutet auch, selbst entscheiden, wann welches Bild erscheint: Notebook selbst steuern!


Je weniger Routine Sie mit großen Vorträgen haben, desto wichtiger ist die Überprüfung an Ort und Stelle - notfalls Fotos des Raumes anfordern!

Die HPS-Trainer stehen als Coaches für Probelauf und zur Optimierung zur Verfügung!

Kategorie(n): Top Präsentation
24.06.2008
von Emil Hierhold

Das Publikum abholen: die Startminute zählt!

Gerade weil der Anfang das Schwierigste ist, muss er perfekt funktionieren!

Natürlich geht es auch um "die Sache", aber vor allem will das Publikum den Menschen da vorne spüren - und sich von Ihnen wertgeschätzt fühlen.

  • Freude und Energie zeigen. "Ich freue mich, dass ich hier bin" ist leer. Mit einem Lächeln, mit kräftiger Stimme unterstützen - und kurz erklären, WARUM Sie sich freuen.
  • "Abholen" bedeutet Interessen ansprechen. "Sie sind (Mitarbeiter, Kaufleute, Patienten, Kollegen), Sie beschäftigen sich mit, fragen sich, sorgen sich vielleicht." Aber: Die wissen das doch selbst - wozu also?? Es zeigt einfach Ihre Beschäftigung mit genau dieser Zuhörergruppe.
  • Mut zum (aktuellen) Aufhänger: einen Fußball mitbringen, eine Schlagzeile aus einer Zeitung vorlesen, eine Person aus dem Publikum zitieren.
  • Die erste Minute durchspielen - und LAUT durchsprechen. Ein gelungener Start stärkt Ihr Selbstvertrauen und öffnet die Herzen - das Weitere ist relativ einfach!

Inhalt und Ablauf eines "Power-Starts" erlernen die Teilnehmer der "Rhetorischen Kraftkammer®" und des Trainings "Sicher präsentieren - wirksamer vortragen".

06.06.2008
von Emil Hierhold

Großes Publikum - große Blamage

Absturz - bloß nicht!
"Ich bin Geschäftsmann/Fachexperte/Forscher - kein Entertainer oder Politiker. Also bitte!"

Na klar - Sie wollen geliebt und akzeptiert werden, wie Sie sind. Schauspieler gehören ins Theater, nicht ins Business und Proben für Präsentationen sind sowieso verlorene Zeit. Ihre internen und externen Mitbewerber danken Ihnen herzlich!

  • Beginnen Sie zu sprechen, bevor Sie Ihr Pult erreicht haben - das zeigt, dass Sie in Eile sind.
  • "Können Sie das lesen?" oder " Können Sie mich hören?" - Sie hatten eben keine Zeit für die Überprüfung - na und?
  • Packen Sie möglichst viel in Ihren Vortrag. Die Chance kommt nicht so bald wieder, so viele Menschen auf einmal zu verwirren und zu frustrieren.
  • Zeigen Sie intellektuelles Niveau mit komplizierten Sätzen: "Wir müssen unsere Kernkompetenz besser differenzieren um die Nachhaltigkeit der spezifischen Parameter für unsere outsourcing-Optionen zu evaluieren."
  • Vermeiden Sie alles, was das Verständnis erleichtert, vor allem Orientierungspunkte oder Zusammenfassungen.
  • Murmeln sie zum Abschluss "Danke für die Aufmerksamkeit", dann wissen alle erleichtert, dass es endlich aus ist.

Der generelle Schlüssel gegen Abstürze ist die Zuhörerorientierung - ein wesentlicher Erfolgsfaktor in allen HPS-Trainings.

06.03.2008
von Emil Hierhold

Mehr Chaos in der Konferenz!

Absturz - bloß nicht!
Alle jammern, dass Besprechungen nur viel Zeit fressen und dass nichts weiter geht.

Das stimmt, aber Sie können den Besprechungs-Irrsinn noch locker steigern:

  • Bereiten Sie nichts vor - spontan sind Sie am besten und vor allem "authentisch" - und das ist ja sooo wichtig!
  • Ziehen Sie Präsentationen auch im kleinen Kreis einfach durch - Fragen nachher!
  • Nützen Sie jede Besprechung zur Selbstdarstellung und für private Duelle.
  • Falls jemand etwas fragt, beginnen Sie stets mit "Wie ich vorhin erklärt habe .."
  • Hat jemand einen Einwand, kontern Sie mit "Sie haben mich nicht verstanden!"

Wertschätzung, aktives Zuhören und Ansprache von Interessen sind bei HPS Kommunikationsprinzipien - vom Basisseminar "Gewinnend kommunizieren und überzeugen" bis hin zur "Meisterklasse."

17.02.2008
von Emil Hierhold

Orientierung geben: Paketieren und rekapitulieren

Der Präsentator als Bergführer im schweren Gelände - es ist IHRE Verantwortung, dass alle
den Gipfel erreichen!

"Orientierung" beginnt mit einer Agenda, einer Marschroute, die von der Gruppe (vielleicht modifi ziert) angenommen wird. Das reicht aber noch nicht:

  • Nach jeder Etappe kurz innehalten (= nach jedem Agendapunkt) und nicht sofort weiterpreschen: Was war das Wichtigste?
  • Einverständnis zum Weitermachen einholen: Braucht noch wer weitere Infos?
    Vor dem "Gipfelsturm" (= Bitte oder Aufforderung zur Zustimmung)
  • Zusammenfassen und den wesentlichen Inhalt auf den Punkt bringen.

In den USA nennt man diese Technik "Signposting", also Richtungstafeln aufstellen. Nachmachen!

Verständnis als Basis der Zustimmung ist für HPS immer Kernthema. Und Orientierung durch Gliederung und Struktur ist einer der vier "Verständlichmacher" von Schulz von Thun ("Sich verständlich ausdrücken").

Kategorie(n): Präsentationsaufbau
14.02.2008
von Emil Hierhold

Orientierung geben: Paketieren und rekapitulieren

Der Präsentator als Bergführer im schweren Gelände - es ist IHRE Verantwortung, dass alle
den Gipfel erreichen!

"Orientierung" beginnt mit einer Agenda, einer Marschroute, die von der Gruppe (vielleicht modifi ziert) angenommen wird. Das reicht aber noch nicht:

  • Nach jeder Etappe kurz innehalten (= nach jedem Agendapunkt) und nicht sofort weiterpreschen: Was war das Wichtigste?
  • Einverständnis zum Weitermachen einholen: Braucht noch wer weitere Infos?
  • Vor dem "Gipfelsturm" (= Bitte oder Aufforderung zur Zustimmung)
    Zusammenfassen und den wesentlichen Inhalt auf den Punkt bringen.

In den USA nennt man diese Technik "Signposting", also Richtungstafeln aufstellen. Nachmachen!

Verständnis als Basis der Zustimmung ist für HPS immer Kernthema. Und Orientierung durch Gliederung und Struktur ist einer der vier "Verständlichmacher" von Schulz von Thun ("Sich verständlich ausdrücken").

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