30.10.2002
von Emil Hierhold

Dispziplin und Struktur! - Das signalisiert Verlässlichkeit

Gerade bei einer Vorstandspräsentation wollen Sie gut organisiert, verlässlich und kompetent wirken, und gleichzeitig müssen Sie bereit sein, auf spontane Wünsche einzugehen oder mit einem plötzlich halbierten Zeitbudget auskommen.

Vier Tipps,wie Sie klar strukturiert UND flexibel signalisieren:

1. Kompakte Informationsblöcke bilden. Das hilft, wenn Sie plötzlich kürzen müssen, die Sitzung unterbrochen wird oder der Boss halt eine andere Reihenfolge verlangt.

2. Gliederung ankündigen und verstärken. Eine Inhaltsübersicht, eine Agenda zu Beginn zeigt Ihren professionellen, systematischen Zugang und gibt Vertrauen. Das ist aber zuwenig, um gut organisiert und strukturiert zu wirken: kommen Sie auch während der Präsentation auf diese Gliederung zurück!

3. Weniger ist mehr - das 5-Minuten-Prinzip: das Wesentliche in fünf Minuten darstellen und den Rest "Je nach Appetit" nachliefern. Die kurze, prägnante Präsentation zeigt Ihr Verständnis für den extremen Zeitdruck Ihrer Zuhörer und ist Service pur.

4. Immer zusammenfassen. Am besten bereits zwischendurch, jedenfalls aber am Schluss, bevor es in die Diskussionsrunde geht. Das ist die beste Chance für klare Botschaften und einen starken letzten Eindruck!
 

Vermutlich werden Sie 80% Ihrer vorbereiteten Informationen nicht präsentieren. Das sind "Back-ups". Aber die erarbeiteten Inhalte geben Ihnen den Rückhalt für einen sicheren und überzeugenden Auftritt.

Eine Präsentation mit Struktur und klarem "Roten Faden" bedeutet nicht den Verzicht auf Flexibilität. Diesen Unterschied zwischen geplanter Disziplin und schlichtem Chaos vermitteln wir im Seminar "Der sichere Weg zum JA!".

24.10.2002
von Emil Hierhold

Wie "funktionieren" Bosse? - ein bisschen Psycho-Logik

Offiziell geht es um Rentabilität und Wachstum, Shareholder-Value, Marktanteile usw. Tatsächlich sind andere Triebkräfte mindestens ebenso stark und "bewegen" auch die Führungsebene.

"What makes them tick?" - Überlegen und beobachten Sie genau, dann erkennen Sie ohne weiteres, was (neben den rationalen, geschäftlichen Motiven) noch "tickt": Das Bedürfnis nach Macht, Sicherheit, Anerkennung (innerhalb und außerhalb des Unternehmens, in Clubs, der Familie, im Freundeskreis). Und natürlich extremer Zeitmangel.

Wenn Sie sich das vor Augen halten, dann werden Sie z.B. nicht erwarten, dass ein Vorstandsvorsitzender sich mit seiner Meinung zu Ihrem Thema exponiert, ohne zuvor die Standpunkte seiner Kollegen zu kennen. Überlegen Sie genau, ob der "Boss" eine Entscheidung alleine treffen kann oder ob er seinerseits im Konzern oder im Aufsichtsrat Zustimmung suchen muss.

Für Ihre Präsentation heißt das ganz einfach:

  • Verlangen Sie nichts Unmögliches
  • Erwarten Sie keine "klaren Stellungsnahmen"
  • Rechnen Sie nicht mit sofortigen Entscheidungen

Eine Grundbedingung für erfolgreiche Kommunikation ist auch in der obersten Führungsebene gültig: mehr darüber nachdenken, welchen beruflichen und persönlichen Nutzen Ihre Zuhörer von Ihrer Präsentation haben!

Zuhörerorientierung und Zielgruppenanalyse sind selbstverständlich. Unsere Trainer stoppen daher auch überambitionierte Teilnehmer, die nach 5 Minuten ein OK zu einem gerade präsentierten Megadeal einfordern wollen. "Am Teppich bleiben!" ist die Devise eines praxisgerechten Trainings.

11.10.2002
von Emil Hierhold

Wie man sich "ganz oben" schnell Sympathien verscherzt

ABSTURZ - BLOß NICHT!!!
Bekannte Methoden sind z.B.: langes Herumreden, Zeit überschreiten, sich hinter "könnte", "vielleicht" und "man müsste nur" verstecken. Aber das ist noch lange nicht alles!

Hier noch einige aktuelle Tipps, die sich sich bereits in kritischen Präsentationen bewährt haben und garantiert auch wohlmeinende Chefs verärgern:

  • Beweisen Sie, dass früher alles Schwachsinn war. Man erwartet von Ihnen Innovation, Mut zum Neuen! Zeigen Sie das durch Heruntermachen der Vergangenheit. Kümmern Sie sich nicht darum, ob Ihr Chef irgendwas mit dieser Vergangenheit zu tun hatte... - Im Ernst: Niemand hört gern, wenn "Seine" Methode als überholt und fehlerhaft angeprangert wird!
  • Stellen Sie sich mit "ICH" ins Zentrum: Mit "Ich habe das ausgewertet" demonstrieren Sie Selbstbewusstsein und zeigen, dass Sie von Teamwork nicht zu viel halten. - Im Ernst: Zuviel "Ich" kostet Sie Sympatien. Sprechen Sie grundsätzlich von "Wir" (das Unternehmen, die Abteilung), von "Ich" nur, wenn es zur Sache gehört: "Ich halte das für wahr".
  • Bringen Sie 100%-Vorschläge. Reden Sie nur über die Vorteile Ihrer Lösung! Vertrauen Sie auf die Oberflächlichkeit Ihrer Zuhörer, nehmen Sie sich ein Beispiel an der Wahlwerbung. Versprechen Sie ALLES! - Im Ernst: Alles hat auch Schattenseiten, deshalb sind perfekte Lösungen verdächtig. Das fordert heraus, Nachteile zu suchen und der selbstentdeckte Nachteil wiegt schwer. Daher: Schwachstellen ansprechen - und entkräften.
  • Verwenden Sie häufig "ehrlich" oder "sehr wichtig". Ihr Vorstand frägt sich: Gibt es auch andere Momente? Ist der Rest "nicht wichtig"? - Im Ernst: streichen!

Auf solche Erfolgstipps achten die HPS-Trainer in allen Seminaren, denn die beste Präsentationstechnik nützt gar nichts, wenn die Beziehung ruiniert ist.

30.09.2002
von Emil Hierhold

Verkaufspräsentation oder Besprechung: sechs Schritte helfen immer!

Bekanntes Gejammer! Schon wieder ein stundenlanges Meeting ohne Ergebnis! Was Sie tun können, egal ob Sie eine Konferenz leiten oder ein Projekt präsentieren:

Wer in einer Kleingruppen-Situation etwas vorantreiben will, muss sich nicht nur inhaltlich gut vorbereiten, sondern auch die "Dramaturgie" vorausplanen. Erfolgreiche "Verkäufer" von Budgets, Konzepten, Produkten, Ideen u.s.w. praktizieren das in sechs Schritten:

  1. Prägnant eröffnen: worum geht es eigentlich?
  2. Interessen überprüfen - den Ablauf klären: ein "Agenda-Check " legt eine Zielgruppenorientierte Reihenfolge fest
  3. die Präsentation selbst - ein nutzenorientierter, modular aufgebauter Hauptteil. Jetzt liefern Sie das Versprochene
  4. die Zusammenfassung - das Wichtigste auf einen Blick
  5. die Fragerunde: offene Punkte jetzt und hier vollständig klären
  6. der Abschluss: was - KONKRET! - geschieht als Nächstes?

Sie können nicht im voraus wissen, was alles passieren wird. Aber die Vorbereitung auf diese sechs Schritte optimiert Ihre Chancen - und profiliert Sie als rofessionellen, zuhörerorientierten Kommunikator.

Das Konzept der sechs Schritte ist der Kern unseres Überzeugungs-Seminars "Der sichere Weg zum JA!" und bildet einen wesentlichen Teil des Buches "Verkaufsfaktor P".

30.09.2002
von Emil Hierhold

Ein Angebot oder die Firma präsentieren: nur keine "Extrawürste"!

Ihre Partner/Kunden wissen ohnedies genau, dass Sie diese Präsentation nicht nur ein einziges Mal halten. Demonstrieren Sie das nachdrücklich!

Das generelle Erfolgsrezept lautet: keine Zielgruppenorientierung - vermeiden Sie jede, auch nur oberflächliche Individualisierung in Wort, Schrift oder Bild! Daher:

  • unterlassen Sie die primitive Annäherung an Ihre Partner z.B. durch Einbau des Firmennamens, der Namen der Teilnehmer, eines Logos ...
  • bringen Sie nur Beispiele, die möglichst wenig mit den Interessen Ihrer Partner zu tun haben
  • vermeiden Sie jeden Hinweis, dass Sie sich über das Geschäft der anderen informiert haben
  • sprechen Sie keinen Ihrer Partner mit Namen an oder beziehen Sie sich womöglich auf seine/ihre Funktion in der Organisation
  • verwenden Sie keinerlei Ausdrücke aus der Welt der Partner (Maßgrößen, Fachworte...)

All das demonstriert Ihr Vertrauen in das universelle Heilsversprechen Ihres Angebotes: was für alle gut ist, das muss gefälligst auch für diesen Kunden gut sein!

"Zielgruppenorientierung" ist die Basis jeder Kommunikation und daher ein entscheidender Bestandteil in jedem unserer Seminare; je kleiner die konkrete Zielgruppe ist, desto wichtiger wird es, sich auf die einzelnen Personen einzustellen.

20.09.2002
von Emil Hierhold

In der Mikropräsentation: flexibel führen!

Eine große Teilnehmergruppe mit der Frage zu quälen: "In welcher Reihenfolge und wie intensiv hätten Sie es denn gern?" macht keinen Sinn. In der "Mikropräsentation " (kleine Runde am Konferenztisch) ist genau das gefragt!

Bei einer großen Gruppe sind Sie allein als Präsentator verantwortlich: was ist genau dieser Zielgruppe in der verfügbaren Zeit zu präsentieren? Anders bei drei, vier Teilnehmern. Die erwarten mit Recht, eingebunden zu werden, mitgestalten zu können - und z.B. auch die Reihenfolge mit zu bestimmen. Darauf müssen Sie vorbereitet sein und flexibel präsentieren. Das bedeutet:

  • ein modulares Präsentationskonzept, dessen einzelne Elemente Sie möglichst frei bewegen können;
  • Präsentationsunterlagen, die mitspielen: perfekte Ordnung in den Folien (arbeiten Sie mit Registern!) und in der PC-Show auf Ihrem Notebook (Hyperlinks oder "Primitiv-Navigation" mittels Eingabe der Folien-Nummer+Enter)
  • eine kristallklare Inhaltsübersicht zu Beginn, mit der Sie sowohl Ihre Fähigkeit zur Strukturierung beweisen als auch Ihre Flexibilität ankündigen.

Aber eines gilt auch für die höchst flexible Präsentation im kleinen Kreis: bringen Sie nicht zu viel - aufhören, wenn es genug ist!

Eine Präsentation mit modularen, vertauschbaren Elementen bedeutet nicht den Verzicht auf den "Roten Faden". Diesen Unterschied zwischen geplanter Freiheit und schlichtem Chaos vermitteln wir im Überzeugungs-Seminar "Der sichere Weg zum JA!".

17.09.2002
von Emil Hierhold

Ein Angebot oder die Firma präsentieren: nur keine "Extrawürste"!

Ihre Partner/Kunden wissen ohnedies genau, dass Sie diese Präsentation nicht nur ein einziges Mal halten. Demonstrieren Sie das nachdrücklich!

Das generelle Erfolgsrezept lautet: keine Zielgruppenorientierung - vermeiden Sie jede, auch nur oberflächliche Individualisierung in Wort, Schrift oder Bild! Daher:

  • unterlassen Sie die primitive Annäherung an Ihre Partner z.B. durch Einbau des Firmennamens, der Namen der Teilnehmer, eines Logos ...
  • bringen Sie nur Beispiele, die möglichst wenig mit den Interessen Ihrer Partner zu tun haben
  • vermeiden Sie jeden Hinweis, dass Sie sich über das Geschäft der anderen informiert haben
  • sprechen Sie keinen Ihrer Partner mit Namen an oder beziehen Sie sich womöglich auf seine/ihre Funktion in der Organisation
  • verwenden Sie keinerlei Ausdrücke aus der Welt der Partner (Maßgrößen, Fachworte...)

All das demonstriert Ihr Vertrauen in das universelle Heilsversprechen Ihres Angebotes: was für alle gut ist, das muss gefälligst auch für diesen Kunden gut sein!

"Zielgruppenorientierung" ist die Basis jeder Kommunikation und daher ein entscheidender Bestandteil in jedem unserer Seminare; je kleiner die konkrete Zielgruppe ist, desto wichtiger wird es, sich auf die einzelnen Personen einzustellen.

Kategorie(n): Verkaufspräsentation
11.09.2002
von Emil Hierhold

What is our purpose? - Den Zweck des Meetings klären!

Sie als Präsentator wissen genau, worum es geht - wissen das auch die anderen - der Vorstand, das Entscheidungsteam beim Kunden, die Mitarbeiter der Projektgruppe?

Fokussieren Sie gleich zu Beginn die Aufmerksamkeit durch eine entsprechende Ankündigung, zum Beispiel:

  • (an den Vorstand) "Sie erwarten eine Übersicht über alle Schlüsselmärkte und den Stand der wichtigsten Projekte"
  • (an einen Kunden /Interessenten) "Sie haben uns zur Kurzpräsentation unseres Leistungsspektrums eingeladen und wollen sich ein Bild darüber machen, ob wir als Lieferant in die nähere Auswahl kommen"
  • (an die Projektgruppe) "Wir müssen heute die vorliegenden Analysen für das Problem X untersuchen und entscheiden, was wir konkret tun wollen"

Bei einer kleinen Gruppen lassen Sie sich den "Zweck" bestätigen, z.B. beim Kunden: "Habe ich das korrekt dargestellt?", oder in der Projektgruppe: "Ist das auch für euch das wichtigste?"

Dieser "Purpose "gehört zur "formellen Eröffnung". Ein solcher Einstieg sagt nicht nur, dass Sie selbst zielorientiert und gut vorbereitet ans Werk gehen, sondern schafft auch auf der Beziehungsebene die erste Gemeinsamkeit: das Ziel.

"Worum geht es?" - diese Frage "hämmern " wir in allen Präsentations- und Kommunikationstrainings, sie ist DIE Vorbedingung für das Verständnis.

09.09.2002
von Emil Hierhold

"Faktenorientiert" - heißt nicht "freudlos"!

Natürlich sind Fakten die Basis - ohne sie geht gar nichts. Und was ist schon "faktischer" als eine exakte Zahl? Deshalb werden Entscheidungsträger gerne mit "Zahlenfriedhöfen" und Details weit hinter das Komma beglückt.

Aber auch Top Executives sind keine Computer, sondern Menschen und unser Gehirn hat keine große Freude mit nackten Zahlen. Was sich viel leichter einprägt, sind Bilder. Aber wie transportieren Sie solche Bilder in die Köpfe? Drei bewährte Wege:

  • Konkrete Beispiele: Beschreiben Sie kurz und konkret die Situation, um die es geht. Je plastischer Sie erzählen, desto lebendiger wirken Sie, desto mehr Überzeugungskraft strahlen Sie aus.
  • Zeigen Sie Fotos! Bringen Sie nur wenige, aber dafür einprägsame Bilder. Menschen, Gebäude, Maschinen ... und plötzlich wird es nicht nur klar, sondern auch interessant.
  • Dinge einbauen!! Jede Projektion ist schwächer als die Wirklichkeit. Zeigen Sie einen Brief, ein Stück Verpackung oder ein Symbol. Ein tüchtiger Berater verwendet ein Gummiband als Analogie für "Vision": nicht zu weit entfernt von der Realität, sonst "reißt" es, nicht zu nahe, denn eine Vision muss Zugkraft besitzen.

Nicht die Menge Ihrer Information macht Ein-Druck, sondern die punktuelle Prägnanz. Eben durch Beispiele, Fotos, Dinge. Vorausgesetzt natürlich, dass auch die Fakten stimmen!

Visualisierung ist ein Schwerpunktthema in "Sicher Präsentieren - wirksamer vortragen", die Ausführung (z.B. in PowerPoint) gehört in die PC-Workshops. Und in der "Meisterklasse" arbeiten die Teilnehmer an genau dieser punktuellen Prägnanz.

06.07.2002
von Emil Hierhold

Flop-Garantie für Präsentatoren

ABSTURZ - BLOß NICHT!!!
Karriere-Stop dank Präsentations-Flop. Mit Garantie! Überzeugende Präsentationen sind heute eine Erfolgsvoraussetzung. Aber vielleicht wollen Sie gar nicht aufsteigen, sondern deutlich zeigen, dass Sie auf Karriere keinen Wert legen?

Es ist verhältnismäßig einfach, durch eine geschickte Präsentationsstrategie alle Aufstiegschancen zu zerstören. Insbesondere in internationalen Konzernen:

1. Reduzieren Sie die Vorbereitungszeit! Dann können Sie auch kaum Fragen der Zuschauer beantworten. Damit haben Sie die Null-Wertung bei Glaubwürdigkeit und Kompetenz schon in der Tasche.

2. Machen Sie Ihre Präsentation verwechselbar! Das ist heute, dank sei PowerPoint, wirklich ganz einfach. Eine mutige Alternative ist der Einsatz von 16,8 Millionen Farben und möglichst vieler ClipArts unter gleichzeitigem Verzicht auf professionelles Design.

3. Quetschen Sie soviel wie möglich auf jede Folie! Betrachten Sie leere Quadratzentimeter als vergeudete Chancen und versuchen Sie, den aktuellen Rekord von 200 Worten pro Folie zu brechen.

4. Verwenden Sie ALLE technischen Effekte! Damit retten Sie auch gute Präsentationen in letzter Sekunde vor dem drohenden Erfolg. Zeigen Sie, dass Sie alle Animationsmöglichkeiten Ihrer Software wirklich beherrschen!

Präsentationserfolg ist also vermeidbar und eine tolle Chance, die eigene Karriere zielsicher abzubremsen!

"Normale" Todsünden für Präsentatoren bearbeiten wir in unserem Klassiker "Sicher präsentieren - wirksamer vortragen". Individuelle Problemstellungen sind Thema der "Meisterklasse: Prägnanter präsentieren!".

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