12.12.2000
von Emil Hierhold

Der Manager als professioneller "Storyteller"

Top-Executives üben sich im Erzählen: Beispiele, Erlebnisse, Gleichnisse, Märchen - ausgewählte Mini-Stories gewinnen Herzen und Hirne.

Ein interessantes Gegengewicht zur hochtechnischen Präsentation: Die "Story" als belebendes, durch und durch menschliches Element in jedem Zusammenhang - auch und besonders in der faktischen Business-Presentation. Mit ihr unterbricht der Präsentator - scheinbar spontan - seine hi-tech-Show, blendet ab und sagt etwa "Dazu eine kleine Geschichte. Gestern gegen 10 Uhr ..." Wie bei allen "spontanen" Elementen entscheidet auch hier die Vorbereitung: welche Geschichte passt zu wem und zu welcher Situation? Genauso wichtig die sorgfältige Wortwahl, insbesondere am Ende. Die "Pointe" muss sitzen und danach geht es sofort im sachlichen Kontext weiter. Nur um es klar zu stellen: Witze sind damit nicht gemeint!

Aus unserem Seminar für Fortgeschrittene "Meisterklasse: Prägnanter präsentieren"

10.12.2000
von Emil Hierhold

Mit "Info-Chunking" die Informationslawine zerlegen!

Klar abgegrenzte Info-Blöcke (chunk = Klotz) geben leichtere Übersicht, fördern das Verständnis und signalisieren Professionalität. Wichtig dabei: immer wieder darauf hinweisen!

Meist sind 5 Blöcke das Maximum, egal wie lange der Vortrag dauert. Die Disziplin des "Chunken" zwingt zu mehr Systematik, zu mehr Logik und - zum Weglassen ... Die Herausforderung dabei: Ihre (für Sie als Präsentator) klare Struktur muss auch für Ihre Zielgruppe glasklar werden:

  • Bringen Sie zu Beginn eine deutlich gegliederte Agenda (Inhaltsübersicht): "Zuerst besprechen wir ... danach sehen Sie ... schließlich werde ich..."
  • Zeigen Sie genau diese Agenda immer wieder in Ihrer Präsentation, wenn Sie von einem Infoblock zum nächsten wechseln
  • Verstärken Sie verbal den Eindruck kompakter Blöcke: "Damit habe ich den Punkt ... abgeschlossen - jetzt kommen wir zum nächsten Thema, nämlich ..."
  • Verwenden Sie für Ihre Zusammenfassung wieder dieselbe Gliederung: "Ich fasse kurz zusammen: zuerst sahen Sie, ...dann..."

Diese Methode garantiert nicht nur besseres Verständnis, sondern sendet auch wichtige Botschaften über Sie selbst: "Professionell", "Diszipliniert", "Gut organisiert" ...

Aus unserem Intensivtraining "Sicher präsentieren - wirksamer vortragen", in vereinfachter Form auch im Einsteiger-Training "Kommunizieren und Gewinnen!"

Kategorie(n): Präsentationsaufbau
07.12.2000
von Emil Hierhold

Phönix aus der Asche: das gute, alte Flipchart!

In Zeiten (mulitmedialer) PowerPoint-Präsentationen scheint alles andere verstaubt - aber gerade das Flipchart lebt vom Kontrast!

Top-Executives mit "Gespür" für Wirkung haben es schon begriffen und verwenden - parallel zur perfekten PC-Show, versteht sich - zwischendurch das Flip

  • um Fragen aus dem Publikum zu beantworten - VIEL wirksamer als elektronische wenn-dann-Verzweigungen (Hyperlinks), selbst wenn diese funktionieren!
  • um visuelle Anker zu setzen: ein Schlüsselwort, eine Übersicht, ein Ziel bleibt dann länger im Blickfeld und wirkt "unterschwellig" weiter
  • um "spontane" Ideen auszuführen - "Lassen Sie mich das noch so erklären ..."

Das HPS-Trainerteam "lebt" diese Empfehlungen selbst in allen Seminaren. In unserem Intensiv-Seminar "Sicher präsentieren - wirksamer vortragen" gehören zwei Flipchart-Übungen dazu.

Kategorie(n): Medientechnik
06.12.2000
von Emil Hierhold

Der Datenprojektor - Dein Freund und Killer

ABSTURZ - BLOß NICHT!!!
Sie wollen sich als technisch perfekter Präsentator profilieren, dem die Zuschauer völlig gleichgültig sind? Kein Problem!

Ist es Ihr Ziel, auch interessierte Teilnehmer Ihres Vortrages in der spannenden Schwebe zwischen Lähmung, Fassungslosigkeit und Frust zu halten? Ganz einfach:

  • Beschränken Sie sich auf ein einziges Medium - Ihren Datenprojektor
  • Bleiben Sie einfallslos punkto Inhalt, konzentrieren Sie Ihre Kreativität auf originelle ClipArts, phantasievolle Hintergründe und Bewegungseffekte
  • Zeigen Sie die Power Ihres Notebook und animieren Sie grundsätzlich jeden Screen - notfalls mit der Option "zufällig"
  • Bleiben Sie fest auf einem Punkt stehen - als Bewegung genügt der Klick am PC
  • Präsentieren Sie mindestens 20 Minuten ohne Unterbrechung - möglichst im Halbdunkel

Am Ende werden Sie zwar nicht viel Zustimmung ernten, aber vielleicht fragt Sie jemand, wie Sie diesen oder jenen spektakulären Effekt erzielt haben ...

Wir legen im Seminar Wert auf mediale Ausgewogenheit - selbstverständlich stehen Datenprojektoren zur Verfügung, aber andere Medien müssen genauso trainiert werden!

01.12.2000
von Emil Hierhold

Make the customer feel smart!

Wer soll wen für schlau, intelligent, toll ... halten? Falls die Zuseher Sie als Präsentator so sehen, haben Sie (vielleicht) an Prestige gewonnen - die Beziehung und das Geschäft sind aber in Gefahr.

Natürlich sollen Sie kompetent und sicher wirken - aber wenn das in Richtung "unerreichbar" kippt, dann fühlen sich die anderen als unterlegene Zwerge - und wer mag das schon? Deshalb sollte Ihr Ziel sein, rasch Aha-Erlebnisse, schnelle Einsichten auszulösen, das gute Gefühl, die Sache zu begreifen. Dabei helfen z.B.:

  • Eine übersichtliche, einfache Struktur mit überschaubaren Info-Blöcken
  • Plastische, "ein-leuchtende" Beispiele und Vergleiche aus der Welt der Zuhörer
  • Bildhafte Hilfsmittel, die Sie auch ausreichend erklären
  • Nur notwendige und verständliche Fachausdrücke - kein Fachchinesisch!
  • Zuerst die das "Große Bild" - dann die Details

Vertrauen ist die Basis jeder Zustimmung - und hier entscheidet das Gefühl. Wenn der Kopf sagt "Ich hab 's verstanden!", dann freut sich der Bauch und ist beruhigt. Für dieses gute Gefühl ("I feel smart!") sind SIE verantwortlich - nicht der Partner!

Zuhörerorientierung ist unser erster Erfolgsfaktor, den wir in allen unseren Intensivtrainings richtig "hämmern"

07.11.2000
von Emil Hierhold

Textzeilen einfach freigeben, nicht "einfliegen"!

In PowerPoint ist die Textanimation eine der meistmissbrauchten Funktionen - nur gezielt verwenden und "von links rollen"!

Das am schnellsten erstellte visuelle Hilfsmittel ist das simple Textbild ("Bullet-Chart"). Eine Präsentation, die zu 90 % aus solchen Charts besteht, wirkt visuell arm - das merkt sogar der Präsentator und versucht, durch "Textanimation" Bewegung in die fade Angelegenheit zu bringen. Das Ergebnis: eine Orgie fliegender Zeilen, die verwirrt und frustriert. Meist wandern dabei die Zeilen von links ins Bild, denn dieser Effekt steht an oberster Stelle des PowerPoint-Wahlmenüs. Drei Tipps für SINNVOLLE Animation:

  1. Brauchen Sie die Animation wirklich? Haben Sie vor, nur einen einzigen Satz zu den einzelnen Punkten zu sprechen, dann zeigen Sie lieber alles auf einmal. Zeilenweise freigeben sollten Sie nur dann, wenn Sie zu jedem Punkt mehrere Gedanken behandeln
  2. Schnell bewegte Texte sind erstens nicht lesbar und zweitens eine Belastung für das Auge. Deshalb: Geben Sie die neue Textzeile in Leserichtung von links nach rechts frei - z .B."von links rollen"! Also nicht "einfliegen", sondern enthüllen.
  3. Entscheiden Sie sich für EINE Animationsmethode - und bleiben Sie dabei!

Aus unserem 1-Tages-Workshop "PowerPoint - kurz und bündig!"- für alle, die mit Notebook und Datenprojektor präsentieren .

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