08.04.2013
von Emil Hierhold

Einleuchtende Slides statt blendender Effekte!

Die Versuchung ist groß, schnell PowerPoint zu öffnen und mit der ersten Folie zu beginnen. Ein sicherer Weg, kostbare Zeit zu vergeuden und den Überzeugungseffekt zu gefährden.

  • EINE (Kern-) Aussage – EIN Slide. Was ist die „Message", der „Take away" dieses Slides? Dies am besten zuerst als Überschrift ausformulieren und dann überlegen: welche Information  (Zahl, Grafik, Tabelle,  Foto …) kann diese Überschrift  beweisen, verdeutlichen, dramatisieren?
  • Weniger ist mehr: das „Visuelle Geräusch" reduzieren! Streichen Sie Zahlen, Linien, Dimensionen… weg. Auch bei Berichtspräsentationen im McKinsey-Format!
  • Raum für Erklärungen und Ergänzungen lassen! Selbsterklärende Hilfsmittel und voll ausformulierter Text machen Sie als Präsentator überflüssig. Dabei ist der Mensch der Motor des Überzeugungserfolges, nicht die Folie!

Im HPS-Bestseller „Sicher präsentieren - wirksamer vortragen" ermutigen wir die Teilnehmer, echte visuelle Argumente zu finden, nicht einfach eine Textzeile nach der andern abzulesen. Ein mühsamer, aber lohnender Trainingseffekt: die Erkenntnis, um wie viel leichter und überzeugender eine visuell aufbereitete Präsentation sein kann!

12.03.2013
von Emil Hierhold

Überraschung mit einer "ganz verkehrten" Folie

Angesichts der Gestaltungsmöglichkeiten von PowerPoint und der daraus folgenden Überfülle von visuellen Gags und Animationseffekten höchster technischer Qualität scheint es unmöglich, (sinnvolle) Überraschungen zu bieten.

Aber es geht!

  • Stellen Sie eine Folie auf den Kopf! Natürlich nicht irgendein Slide, sondern eines, bei dem die „verkehrte Sicht" die Möglichkeit gibt, eine Information hervorzuheben: die Firmenstruktur, ein Inhaltsverzeichnis, ein Plan ...
  • Zeigen Sie eine „unscharfe Folie"! Z. B. Eine große Tabelle, die dank der Unschärfe nicht lesbar ist (über das Slide ein halbtransparentes weißes Rechteck legen): „Von diesen 144 Zahlen sind nur drei besonders wichtig für Sie". Diese drei Felder heben Sie dann klar (und vergrößert) hervor.
  • Bringen Sie ein "unpassendes" visuelles Element! „Passende", d.h. erwartet  visuelle Elemente sind in der geschäftlichen Präsentation z.B. Bullet Charts, Tabellen, Diagramme, im wissenschaftlichen Vortrag Formeln, Mikroskopaufnahmen, technische Zeichnungen... „Unpassend" ist alles andere - oder überhaupt "Dinge", die Sie aus der Tasche ziehen -  alles was NICHT PowerPoint ist ..

Bei unseren HPS-Trainings steht die kommunikative Wirkung im Vordergrund, nicht irgendwelche technischen Finessen. Aber ein gewisses Know-how macht das Leben leichter und hilft Zeit sparen – das lernen Vortragende und Assistenten im eintägigen Workshop „Slides that win".

 

08.03.2013
von Emil Hierhold

Mit unerwarteten Aktionen Aufmerksamkeit steigern und Informationen verankern

Hochrangige Entscheidungsträger sehen pro Tag bis zu zehn Präsentationen – eine wie die andere, professionell, sauber, Folie nach Folie.

Mit einer (wohl dosierten!) Überraschung fallen Sie positiv auf und die Chance auf Überzeugung steigt. Unerwartet ist z. B.:

  • Fragen statt sagen: „Was fehlt/ist überzählig auf dieser Liste?“ Kurz wirken lassen, aber jeden Prüfungscharakter vermeiden, Antwort sofort nachreichen, bevor jemand eine (vielleicht falsche) Antwort liefert!
  • Leiser statt lauter. Die extremste Form ist die Pause – vor oder nach einer besonders wichtigen Information.
  • Anstelle der nächsten Folie - gar keine: entweder mit Taste „B" (=black)  abdunkeln und z.B. eine Story erzählen oder Medienwechsel: eine einfache Skizze auf einem Flip-Chart.

In der Meisterklasse „Präsentieren mit Durchschlagskraft“ probieren die Teilnehmer solche und andere unerwartete Aktionen. In der „Rhetorischen Kraftkammer®" sind es besonders stimmliche und gestische Mittel, die zu mehr Wirkung und Aufmerksamkeit führen.

08.01.2013
von Emil Hierhold

Die Basis der Überzeugungsarbeit: eine passende, klare Story

Ziel jeder Überzeugung ist die ausdrückliche oder stillschweigende Zustimmung zu einem Vorschlag oder einer Aktion. Der Weg dorthin ist die „Geschichte", die Sie erzählen: eine Abfolge von Tatsachen, Gefahren, Hoffnungen usw. Eine gute Story erfüllt drei Bedingungen:

  • Eine gute Story passt zu den Zuhörern. Sie setzt nur das Wissen voraus, über das wirklich alle verfügen. Sie holt das Publikum dort ab, wo es mit seinen Wünschen, Vorurteilen und Emotionen JETZT ist.
  • Eine gute Story passt zum Erzähler. Dieselbe Geschichte kann bei zwei Personen höchst unterschiedlich wirken – glaubwürdig oder aufgesetzt. Jede Story muss „adoptiert" werden, das bedeutet:  wiederholen, verändern, schleifen bis die Story Teil von mir ist.
  • Eine gute Story kann jeder Zuhörer nacherzählen. Dazu muss sie in ihrer Grundstruktur sehr einfach sein, z.B. Problem – Lösung – positives Ergebnis. Nur dann kann Ihre Geschichte auch nicht anwesende Entscheidungsträger erreichen und dort weiterwirken!

In der HPS-Trainingsinnovation „Storypresenting" arbeiten die Teilnehmer nach dem Prinzip „Story before slide!" und lassen sich in der Präsentation von großzügig visualisierten Bildern stimulieren. Im HPS-Bestseller „Sicher präsentieren – wirksamer vortragen" arbeiten die Teilnehmer mit bewährten Story-Strukturen (QUICK-Strukt und ARGU-Strukt), bleiben aber bei der Visualisierung im Rahmen üblicher Business Presentations.

15.10.2012
von Emil Hierhold

Farben testen – what you see is NOT what you get!

Ihr Flatscreen-Monitor ist schwarz, Farbe kommt als Licht von hinten. Dagegen ist die Projektionsfläche weiß/silberfarben und der Beamer strahlt von vorn. Deshalb ist die projizierte Folie nie so farbkräftig und kontrastreich wie das, was Sie am Monitor bei der Gestaltung sehen.

  • Überprüfen Sie Ihre Präsentation in der Projektion - möglichst unter den realen Bedingungen eines nicht abgedunkelten Vortragsraumes.
  • Was am Monitor oder auf Papier (noch) gut geht, floppt an der Leinwand: ein dekorativer (Foto-) Hintergrund oder manche einfarbige Hintergründe; sicher sind Sie nur mit weiß, (dunkel-)blau und schwarz.
  • Farben verändern sich in der Projektion! Besonders mit hellen Farben (grün, gelb, rosa) erleben Sie meistens Überraschungen.
  • Rot ist an sich eine starke Signalfarbe, aber auf Blau und Grün gibt's damit Probleme. Und in der Projektion auch auf Weiß, wenn Sie damit ganze Sätze schreiben.

In den HPS-Trainings gehen wir auf die Grundregeln der visuellen Gestaltung ein. Professionelles Präsentationsdesign behandeln wir in unserem Projektconsulting und entwickeln es gemeinsam mit Ihnen und unseren Design-Experten.

12.10.2012
von Emil Hierhold

„Farbig" – bitte nicht nur die Folien!

Die visuelle Attraktivität eines Slides ist eine notwendige, aber noch keine hinreichende Voraussetzung: ein sauberes Layout, klare, starke Farben, interessante (Farb-) Fotos. Aber wenn es um Überzeugungskraft geht, ist das zu wenig.

Nur zwei Beispiele:

  • Farbe in die Sprache: ein Erlebnis, ein prägnantes Beispiel, ein plastischer Vergleich. Was genauso stimuliert und Farbe in den Vortrag bringt: Pausen machen, Fragen stellen, die Lautstärke variieren.
  • Farbe in den Auftritt – nein, keine bunte Krawatte! Seitenwechsel statt Kleben am Pult, auch einmal in die Zuschauerreihen hinein, größere Gesten, Gefühle zeigen: wer andere bewegen will, muss sich selbst bewegen!

„Farbig“ meint alles, was nicht grau-in-grau, Standard, das Erwartete ist. Zum Beispiel ein anderes Medium: Flip-Chart statt PowerPoint. Dialog und Fragen statt Monolog und Behauptungen. Aus einer aktuellen (oder uralten) Zeitung vorlesen. Oder auch einmal ein schwarz-weißes Foto!

In der „Meisterklasse – präsentieren mit Durchschlagskraft“ probieren die (fortgeschrittenen) Teilnehmer, welche ungewöhnlichen Methoden bei ihnen persönlich wirken, zu ihrer Persönlichkeit passen - und welche nicht.

09.10.2012
von Emil Hierhold

Mit Farben die Aufmerksamkeit steigern – aufs Wichtige!

Farben sind die optisch stärksten Signale, stärker als Bilder, Formen, Zeichen. Deshalb verwendet man sie als Leitsysteme dort, wo es schnell gehen muss, z. B. in der Unfallaufnahme eines Krankenhauses.

  • Wenn schon, denn schon: für die einwandfreie Wahrnehmung ist ein klares Signal entscheidend (Psychologen nennen das "gute Figur-Grund-Differenzierung").
  • Dosieren – nicht ALLES plakativ anmalen. Wenn sich ALLES wichtig macht, ist NICHTS mehr wichtig, und ALLES geht unter.
  • Kontrast ja, Konflikt nein: ENTWEDER Sie bleiben innerhalb der Farbpalette Ihres (ppt) Layouts und wählen die relativ stärkste Farbe ODER Sie knallen mit einer völlig abweichenden Farbe darüber. Aber bitte nicht auf jeder Folie!

Im 1-Tagesworkshop „Slides that win"  testen PowerPoint-Praktiker (und solche, die es werden wollen) diese und andere wirkungsvolle Möglichkeiten.

05.09.2012
von Emil Hierhold

Ein Bild sagt mehr als 1000 Zahlen

Ein Foto ist eine Momentaufnahme eines winzigen Ausschnittes der Wirklichkeit und beweist rein logisch betrachtet nicht mehr, als genau das – einen Einzelfall, der nicht allgemein gültig sein muss.  Aber ein Bild veranschaulicht, dramatisiert und emotionalisiert. Beachten Sie bitte:

  • GROSS, keine "Briefmarken" am Slide! Was Sie zeigen wollen, muss klar und deutlich sichtbar sein. Ausnahmsweise lassen Sie sogar das Layout komplett weg, starke Bilder kommen formatfüllend besser!
  • Erklären Sie genau, was zu sehen ist, manchmal ist auch eine Einstimmung VOR dem Bild günstig. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein für SIE klares Bild auch für alle anderen sofort verständlich ist.
  • In einer geschäftlichen Präsentation mit stark abstrakt-digitaler Ausrichtung eignen sich Fotos meist nur als selektiver Kontrapunkt oder zur Illustration.

Im eintägigen Workshop „Slides that win" lernen die Teilnehmer den richtigen Einsatz von Fotos in PowerPoint, und wie das zeitsparend funktioniert.

13.03.2012
von Emil Hierhold

Slides: weniger Elemente, aber klarer und deutlicher

Lichtstärke und Auflösung der "Beamer" machen auch kleine Schriften noch gut lesbar – das ist aber kein Grund, möglichst viele Informationen in jedes Slide zu pressen!

  • Worte weglassen: Telegrammstil, keine ausformulierten Sätze!
  • EIN(grafisches) Element pro Slide: EIN Foto, EINE Grafik, EINE Tabelle
  • Information auf das Wesentliche reduzieren: 2 statt 3 Dimensionen, Hilfslinien weg, Zahlen verkürzen (2,24 Mio. statt 2.243 567), klare Hintergründe, keine Verzierungen.

Im 1-tägigen Workshop "Slides that win" entdecken und praktizieren die Teilnehmer Möglichkeiten, die Aussagekraft ihrer Slides zu stärken, indem sie sich auf wirkungsvolle und einfache Mittel konzentrieren.

12.08.2011
von Emil Hierhold

Was tun, wenn das Notebook plötzlich streikt - oder der Projektor nichts zeigt?

Technik (PowerPoint…) zu nützen ist o.k., sich ihr voll auszuliefern nicht. Hoppalas passieren nicht nur im TV, auch in der Präsentation müssen Sie damit rechnen!

  • Durchdenken: was machen Sie, wenn das Notebook/der Projektor/ALLES ausfällt (Stromstörung)? Worauf können Sie im Notfall ausweichen: Flip-Chart/Whiteboard, auf Handouts? Oder einmal einfach nur reden? Es gab früher einmal tatsächlich Kommunikation ohne visuelle Hilfsmittel …
  • Krisenmanagement, wenn ein kurzer Reparaturversuch nicht fruchtet (maximal 2 Minuten): Ein anderes Modul oder die nächste Pause vorziehen? Auf Ersatzmedien ausweichen (siehe oben), während jemand (wer?) versucht, die Technik wieder in Gang zu bringen?
  • Echtes Back-up: Bei entscheidenden (Groß-) Veranstaltungen und wenn Sie tatsächlich auf Ihre Slides angewiesen sind, brauchen Sie einen Reserveprojektor und einen Helfer, der auf einem zweiten Notebook die Präsentation parallel mitklickt.


Mit Notfallprogrammen ist es wie mit dem Regenschirm: Wenn man ihn mit hat, regnet es wahrscheinlich gar nicht ...

In allen HPS-Seminaren freuen sich die Trainer, wenn etwas Unvorhergesehenes, eine Panne passiert: Das ist dann "real life" und bietet die Gelegenheit für aktuelle, praxisorientierte Tipps. Besser, es geschieht im Seminar, als in der echten Situation!

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