09.06.2010
von Emil Hierhold

Eine souveräne Wortmeldung - trotz Herzklopfens?

Kern und Satelliten

Sie wollen sich in einer Diskussion kurz zu Wort melden, mit einem kurzen Statement, oder ein paar Fragen. Sie wollen einen sicheren, professionellen Eindruck machen, prägnant und souverän wirken? Aber Sie spüren Spannung - schließlich exponiert man sich da ja auch ...
Die Kern-Satelliten-Technik hilft Ihnen, auch unter Stress Ihre Wortmeldung auf den Punkt zu bringen.

Für kurze Statements und Fragen bewährt sich diese Technik immer wieder bei unseren Kunden. Dabei wird der Kern der Frage oder des Themas nicht nur am Anfang angesprochen ("Meine Frage bezieht sich auf …"), sondern auch zwischendurch zum "Start" des nächsten "Satelliten", also als Einleitung des folgenden Elements: "ein Punkt der mich zu (Kern) interessiert, ist ..." Den nächsten Satelliten starten Sie mit einer Wiederholung des Kerns: "ein weiterer Aspekt, der mir bei (Kern) noch unklar ist, betrifft ..." Ihr Statement oder Ihre Frage schließen Sie ab mit "Das sind Fragen, die mich bei (Kern) interessieren."

Natürlich können Sie diese Technik auch verwenden, wenn Sie auf eine Frage eines Zuhörers mehr sagen wollen, als nur eine kurze Antwort geben. Bei der Frage "Wieso wird der Termin verschoben?" Geht es um den Kern "Gründe für die Terminverschiebung". Um diesen lassen Sie Ihre Antwort-Satelliten kreisen: "Für die Terminverschiebung gibt es einige Gründe" "ein Grund für die Terminverschiebung ist ...", "ein weiterer Grund für die Terminverschiebung liegt in ...", "das alles sind wichtige Gründe für eine Terminverschiebung."

Auf diese Weise stellen Sie nicht nur sicher, dass der Kern im Zentrum bleibt und nicht verloren geht, Ihre Argumentation bekommt durch die Struktur Körper und Professionalität und für Sie selbst ist es so viel einfacher, Ihre Gedanken zu entwickeln und dazustellen.

Klare, übersichtliche und leicht handhabbare Strukturen finden sich in allen HPS-Trainings: z.B. in "Sicher präsentieren - wirksamer vortragen" QUICK-Strukt und ARGU-Strukt, in der "Rhetorischen Kraftkammer" der HPSpresso und die 3-Minuten-Blitzinfo. Die Kern-Satelliten-Technik trainieren Sie gezielt im "Argumentatissimum".

21.04.2010
von Martin Dall

Analogien machen aus Ihren Fakten Stories

In der hervorragenden TV-Dokumentation „Der große Horizont“ wurden die Ergebnisse von zahllosen Beobachtungen der Satelliten in unserer Umlaufbahn dargestellt. Forscher erläuterten die Berechnung und Bedeutung dieser Zahlen für die weitere Entwicklung der Erde. So wird aktuell beobachtet, dass jährlich ca. 170 Gigatonnen Eis in der Arktis schmelzen. Moment, 170 Gigatonnen? Wieviel ist das und was kann man sich darunter vorstellen? Ein NASA-Forscher präzisiert: „Eine Gigatonne Eis ist ein Würfel von  einem Kilometer Höhe, einem Kilometer Länge und einem Kilometer Breite.“ Ok, das ist interessant aber noch etwas abstrakt und erst der folgende Vergleich macht die Zahlen anschaulich und eindrucksvoll: „In den europäischen Alpen befindet sich eine Eismasse von etwa 100 Gigatonnen. Die Arktis verliert also jährlich mehr als eineinhalb mal die gesamte Eismasse der Alpen.“ Wow, dachte ich, jetzt bin ich beeindruckt

Daraus läßt sich wertvolles lernen:
Prüfen Sie Ihre Präsentationen und Voträge auf abstrakte Zahlen und Daten und interpretieren Sie diese so anschaulich wie möglich: mit passenden Analogien und einer Story, die Ihre Zuhörer sich merken und weitererzählen können.

06.04.2010
von Emil Hierhold

Eine positive Einstellung verhilft Ihnen zu einem kraftvollen Start!

Wie man in den Wald hinein ruft... Ihre Zuhörer spüren sofort, wie Sie "drauf" sind. Aktuelle Ergebnisse der Gehirnforschung zeigen, dass Spiegelneuronen dafür verantwortlich sind. Das nützen Sie, indem Sie dafür sorgen, dass Sie positive Signale der Zuversicht aussenden. Der mentale Trick dabei: sich mit einer Autosuggestion positiv auf die Situation und die Zuhörer einzustimmen.


Beginnen Sie mindestens 5 Minuten vor Ihrem Start, sich selbst in eine positive Grundstimmung zu versetzen - ganz egal, wie es Ihnen tatsächlich zumute sein mag. Überlegen Sie zuvor, was Ihr erster (Begrüßung-) Satz sein wird und schon geht es los mit dieser Autosuggestionskette, einem kleinen Mantra:

1. Ich freue mich, dass ICH hier bin
2. Ich freue mich, dass SIE hier sind
3. Ich bin meiner Sache sicher
4. (das ist Ihr erster laut gesprochener Satz, etwa ihre Begrüßung)

Diese Sequenz sagen Sie sich ununterbrochen vor, solange bis es wirklich losgeht. Das funktioniert tatsächlich und hat noch eine wichtige Nebenwirkung: sobald Sie sich auf das "Nachbeten" dieses Mantra konzentrieren, haben Sie keinen Raum für negative Gedanken, Befürchtungen und so weiter.


HPS hatte dieses bewährte Rezept bei Dorothy Sarnoff entdeckt, die 3 US-Präsidenten für große Reden gecoacht hat - und die hatten offensichtlich genauso Lampenfieber und Auftrittsangst wie wir alle. Unsere Teilnehmer lernen diese Technik im klassischen Präsentationstraining kennen und anwenden.

12.11.2008
von Emil Hierhold

Vorbereiten - bis zur letzten Sekunde?

Wie schaffen Sie sich optimale Bedingungen für einen wichtigen Auftritt?

"Ich verlasse mich darauf, dass der Veranstalter / meine Leute alles richtig vorbereitet haben!" - Eine verhängnisvolle Fehleinschätzung!

  • Für das Publikum sind immer Sie selbst schuld - und eine "Ent-Schuldigung" ist ein Schwächezeichen. Damit geht es weder Ihnen noch den Zuhörern besser!
  • Der gesamte Set-up (Arbeitsplatz, Sichtverhältnisse) ist Ihre Verantwortung - bestehen Sie auf optimalen Bedingungen, damit Sie gut "rüberkommen"
  • Sind Sie der erste oder der Hauptredner? Kommen Sie so zeitgerecht, dass alles bereit ist, bevor die ersten Zuhörer eintreffen
  • Sie sind Nummer X in einer Reihe Vortragender? Überprüfen Sie - aus Zuschauerperspektive - ob die Verhältnisse für Sie passen, bzw. was Sie noch ändern könnten. Wenn Sie "dran" sind, optimieren Sie, lassen Sie sich nicht hetzen, sondern signalisieren Sie Sicherheit "Die/Der weiß, was sie/er will!"

In jedem Fall widmen Sie Ihren letzten Gedanken vor dem Start NICHT der Technik, sondern Ihrer positiven Einstellung "Ich freue mich, dass SIE da sind!"

Vor jedem Seminarauftritt heißt es "Ist der Arbeitsplatz ok?" Wenn nicht - stop!

06.11.2008
von Emil Hierhold

90% des Erfolges liegt in der Vorbereitung!

Spontanietät ist wichtig - aber nur auf der Basis einer guten Vorbereitung, nicht "anstatt". Wer meint "Spontan bin ich am besten - mir fällt schon das Richtige ein!" ist NIE so gut, wie er / sie mit einer ordentlichen Vorbereitung sein könnte.

Als Service für unsere Leser zwei Checklisten zum Thema "Vorbereitung":

24.06.2008
von Emil Hierhold

Das Publikum abholen: die Startminute zählt!

Gerade weil der Anfang das Schwierigste ist, muss er perfekt funktionieren!

Natürlich geht es auch um "die Sache", aber vor allem will das Publikum den Menschen da vorne spüren - und sich von Ihnen wertgeschätzt fühlen.

  • Freude und Energie zeigen. "Ich freue mich, dass ich hier bin" ist leer. Mit einem Lächeln, mit kräftiger Stimme unterstützen - und kurz erklären, WARUM Sie sich freuen.
  • "Abholen" bedeutet Interessen ansprechen. "Sie sind (Mitarbeiter, Kaufleute, Patienten, Kollegen), Sie beschäftigen sich mit, fragen sich, sorgen sich vielleicht." Aber: Die wissen das doch selbst - wozu also?? Es zeigt einfach Ihre Beschäftigung mit genau dieser Zuhörergruppe.
  • Mut zum (aktuellen) Aufhänger: einen Fußball mitbringen, eine Schlagzeile aus einer Zeitung vorlesen, eine Person aus dem Publikum zitieren.
  • Die erste Minute durchspielen - und LAUT durchsprechen. Ein gelungener Start stärkt Ihr Selbstvertrauen und öffnet die Herzen - das Weitere ist relativ einfach!

Inhalt und Ablauf eines "Power-Starts" erlernen die Teilnehmer der "Rhetorischen Kraftkammer®" und des Trainings "Sicher präsentieren - wirksamer vortragen".

06.03.2007
von Emil Hierhold

Präsenz ist bewusste Arbeit - vom Start weg

Für einen guten ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Da sollten Sie nichts dem Zufall überlassen!

Der erste Eindruck entscheidet: In wenigen Sekunden bildet sich unser "Bauch" eine Meinung und fällt das erste Urteil "zuhören oder ausblenden?" Optimieren Sie daher drei Faktoren:

  1. Äußere Erscheinung: Überlegen Sie Ihre Kleidung - sie muss zur Situation passen UND Sie müssen sich damit wohl fühlen. Frisur?Schuhe geputzt? Hose gebügelt?
  2. "Power Start". So nennen wir die ersten vier STUMMEN Sekunden. Gehen Sie schweigend ein paar fl otte Schritte auf die Zuhörer zu, bleibenSie stehen, nehmen Sie - immer noch schweigend! - freundlichen Blickkontakt mit der ganzen Runde auf, öffnen Sie die Arme zu einer großen Willkommensgeste (keine Angst, das passt immer!), dann erst
  3. Der erste Satz. Der muss fest und sicher kommen und daher gut vorbereitet sein: Freundlich, bestimmt, Interesse weckend.

Es zahlt sich aus den Start zu proben - Sie werden mit einem Gefühl der
Zuversicht belohnt und mit sofortiger Präsenz.

Der "Power Start" ist Bestandteil sowohl der "Rhetorischen Kraftkammer" als auch des Präsentationstrainings, hier ergänzt durch den Einstieg in die erste Folie.

01.03.2007
von Emil Hierhold

Wozu Präsenz? Lasst uns farblos untergehen!

ABSTURZ - BLOSS NICHT!!!
"Ich muss authentisch sein!" sagen viele, die zu faul sind, in die eigene Entwicklung  zu investieren und Neues zu erproben. Wunderbar - dann haben die Profis weniger Konkurrenten

Sie möchten authentisch und natürlich wirken und nehmen dafür gerne in Kauf, dass Ihre gute Idee, Ihr durchdachter Vorschlag beiseite geschoben wird? Nichts leichter als das:

  • Beginnen Sie bereits zu reden, während Sie noch auf dem Weg zu Ihrem Vortragsort sind. Das spart Zeit und stellt sicher, dass niemand hört, was Sie sagen.
  • Vermeiden Sie die freie Rede, lesen Sie ihren Text ab, vom Manuskript oder (natürlich mit Rücken zum Publikum) von den Folien, auf denen Sie wortwörtlich alles festgehalten haben.
  • Sollten Sie sich versehentlich vom Manuskript / der Leinwand lösen, dann hüten Sie sich vor festem Blickkontakt. Lassen Sie Ihren Blick quer durch die Zuschauer schweifen oder fixieren Sie einen Punkt an der Decke.
  • Machen Sie sich möglichst klein, Hände nahe am Körper (vielleicht sogar in die Hosentasche). Alternativ spielen Sie mit der Fernsteuerung oder klammern sich ans Vortragspult.
  • Zeigen, dass Sie es eilig haben, sprechen Sie schnell und ohne Pausen.


Anschließend können Sie sich darüber beklagen, wie ungerecht die Welt ist, die (erworbene) Präsenz höher bewertet, als (natürliche) Unauffälligkeit.

In allen HPS Trainings machen wir die Teilnehmer darauf aufmerksam, dass eine solide inhaltliche Basis die Voraussetzung für jeden langfristigen persönlichen Erfolg ist. Präsenz allein genügt vielleicht in der Politik, im Geschäftsleben sicher nicht.

24.02.2007
von Emil Hierhold

Sich selbst inszenieren - die Medien richtig einsetzen

PowerPoint ist selbstverständlich, aber: erschöpft sich die Inszenierung bereits im gekonnten Einschalten des Projektors?

Kein Schauspieler, kein Requisit steht "zufällig" oder "irgendwo" auf der Bühne. Auf die beabsichtigte Wirkung kommt es an:

  • Stehen - nicht sitzen!
    Präsenz erzielen Sie ungleich leichter im Stehen, aufrecht, frei, nicht hinter dem Notebook oder dem Projektor versteckt.
  • Überlegt sitzen - gezielt aufstehen.
    In einer kleinen Gruppe signalisieren Sie Zugehörigkeit im Sitzen. An kritischen Stellen aber stehen Sie (zufällig, spontan…) auf und zeigen direkt am Bild. Damit sind Sie sofort Mittelpunkt der Runde.
  • Blickführung an der Wand,
    mit den Händen richtig im Bild (nicht mit dem Laserpointer!), das vergrößert Ihre Person, lässt Sie dominant wirken.


Lassen Sie nicht zu, dass andere Sie inszenieren - optimieren Sie für Ihren Auftritt die Bedingungen, die Ihre Präsenz steigern.

Im Präsentationstraining "Sicher präsentieren - wirksamer vortragen" erleben die Teilnehmer, wie "Vampire" Aufmerksamkeit absaugen und wie man diese natürlichen Feinde jeder Präsenz eliminiert.

 

11.02.2007
von Emil Hierhold

Präsenz durch Bewegung - den Raum kontrollieren!

Die Mehrzahl der Präsentatoren steht entweder versteinert am selben Fleck oder rennt nervös auf und ab. Beides verhindert "Präsenz".

Wer das größere Territorium kontrolliert, hat mehr Macht. Wer mehr Macht hat, ist wichtig. Wer wichtig ist, dem hört man zu. Daher

  • Kontrollierte Ortsveränderung: Wechseln Sie Ihre Position - näher/ferner, links/rechts. Aber immer mit festem Standpunkt dazwischen!
  • Lebendige GROSSE Gesten. Warum klicken die Kameras, wenn derRedner seine Hände ins Spiel bringt? Warum werden die Mächtigenstets mit ausgebreiteten Armen abgebildet? Eben. Machtanspruchdurch Vergrößerung der Person.
  • "Laserblick": Schießen Sie Ihren Blick wie einen Laserbeam auch in entfernte Ecken des Raumes und fixieren Sie ein Augenpaar - ein paar Gedanken lang, etwa drei Sekunden.


Präsenz durchdringt den gesamten Vortragsraum - das verlangt bewusste Bewegung und  Vergrößerung der eigenen Person.

Am Weg zu mehr Präsenz überschreiten die Teilnehmer der "Meisterklasse" die Grenzen der üblichen Präsentationstechnik und fi nden das individuell richtige Maß an Inszenierung.

Archiv

Kopieren Sie diesen Link in Ihren RSS Reader

RSS 0.91Posts
RSS 2.0Posts
# Container schließen