13.05.2013
von Emil Hierhold

Mit modularem Aufbau Flexibilität und Serviceorientierung demonstrieren

Die gute Nachricht: bei einer Unternehmenspräsentation werden Sie üblicherweise nicht unterbrochen, Sie können also in den zugesagten 15 oder 20 Minuten Ihre Story abspulen. Die schlechte Nachricht:  Monologe sind nicht kundenorientiert!

  • Bringen Sie eine Übersicht vorweg: eine klare Gliederung signalisiert Disziplin, Systematik, Transparenz und Verlässlichkeit.
  • Bieten Sie Wahlmöglichkeiten: mehr oder weniger zu einem Thema ihrer Agenda.
  • Kontrollieren Sie Verständnis und Interesse durch „Checking-Fragen", z. B. „Passt das Tempo für Sie?“ „Sind Sie mit diesem Ablauf einverstanden?"
  • Fassen Sie zusammen – zwischendurch (nach einem Modul) und besonders am Ende. Das sichert den "Lerneffekt“ und verankert wichtige Botschaften.

Der modulare Aufbau und verschiedene, den Dialog stimulierende Fragetechniken sind Gegenstand des verkaufsorientierten Trainings „Erfolgreich präsentieren am runden Tisch".

11.04.2013
von Emil Hierhold

Ein starker persönlicher Auftritt ist weder Zufall noch Begabung!

Für eine überzeugende geschäftliche Präsentation, einen interessanten Fachvortrag müssen introvertierte Spezialisten keineswegs zu glanzvollen Rhetorikern dressiert werden.
Ein paar Universal-Werkzeuge steigern jedoch die Kommunikationsleistung und damit die persönliche Wirkung dramatisch, ohne die Authentizität zu gefährden.

  • Verantwortung für die eigene positive Einstellung übernehmen, zum Beispiel mit dem 4-teiligen Mantra: die ersten 3 Teile gehen Sie in Gedanken durch  „ich freue mich, dass ich hier bin – ich freue mich, dass Sie hier sind – ich bin meiner Sache sicher“. Dann Teil 4 – der erste Satz ihrer Präsentation. Das reduziert Lampenfieber und gibt Sicherheit für einen gelungenen Start.
  • Energie fließen lassen: Nervosität ist vitale Energie, die bloß die richtigen Ventile braucht, z. B. bewussten Stellungswechsel  und freie Bewegung der Arme – am besten zur Blickführung an der Projektionsfläche!
  • Hilfsmittel kurz "aufschließen" – keine Grafik ist „selbstverständlich". Nichts voraussetzen, sondern zügig und knapp erklären, was zu sehen ist (Farbcodes, Dimensionen, Größenordnungen, Elemente…), dann erst die Aussage, also was die Grafik bedeutet.

Rhetorik ist Teil der Präsentationstechnik, deshalb unterscheiden sich die „Rhetorische Kraftkammer®" und „Sicher präsentieren – wirksamer vortragen" im Wesentlichen durch die Rolle der visuellen Hilfsmittel und durch die stärkere inhaltliche Orientierung des Präsentationstrainings.

13.11.2012
von Emil Hierhold

Den Schlusssatz nicht dem Zufall überlassen!

Durch den allgemeinen Zeitdruck kommt die Vorbereitung einer Präsentation meist sowieso zu kurz. Sträflich vernachlässigt wird aber der Abschluss – dabei ist das der Eindruck, den alle mitnehmen.

  • "Ich fasse zusammen: …" Tun Sie es wirklich. Damit das funktioniert, müssen Sie Ihre wichtigsten Aussagen in drei, vier kompakten Sätzen parat haben.
  • Kein "Danke für Ihre Aufmerksamkeit!" Überlassen Sie diese Floskel denen, die vergessen haben, über einen kräftigen Schlusssatz nachzudenken.  Stärker sind Signale der Zuversicht oder klare Aufforderungen: "Berücksichtigen Sie das bitte bei Ihrer Entscheidung!"
  • Applaus aushalten oder professionell zur Fragerunde überleiten: Bei Vorträgen oder größeren Präsentationen können Sie mit Applaus rechnen. Ihr Publikum will Ihnen danken, laufen Sie nicht davon! Bei Präsentationen im kleinen Rahmen geht es sofort in die Diskussion: "Dazu haben Sie sicherlich einige Fragen. Wir haben dafür ... Minuten, was interessiert Sie besonders?"

Verlassen Sie sich auf eines: Unter Stress fallen Ihnen die optimalen Sätze wahrscheinlich nicht ein. Die müssen Sie schon vorher formulieren!

Die persönliche Wirkung in kritischen Phasen ist nicht nur im Präsentationstraining ein zentrales Thema, sondern auch in der "Rhetorischen Kraftkammer".

12.10.2012
von Emil Hierhold

„Farbig" – bitte nicht nur die Folien!

Die visuelle Attraktivität eines Slides ist eine notwendige, aber noch keine hinreichende Voraussetzung: ein sauberes Layout, klare, starke Farben, interessante (Farb-) Fotos. Aber wenn es um Überzeugungskraft geht, ist das zu wenig.

Nur zwei Beispiele:

  • Farbe in die Sprache: ein Erlebnis, ein prägnantes Beispiel, ein plastischer Vergleich. Was genauso stimuliert und Farbe in den Vortrag bringt: Pausen machen, Fragen stellen, die Lautstärke variieren.
  • Farbe in den Auftritt – nein, keine bunte Krawatte! Seitenwechsel statt Kleben am Pult, auch einmal in die Zuschauerreihen hinein, größere Gesten, Gefühle zeigen: wer andere bewegen will, muss sich selbst bewegen!

„Farbig“ meint alles, was nicht grau-in-grau, Standard, das Erwartete ist. Zum Beispiel ein anderes Medium: Flip-Chart statt PowerPoint. Dialog und Fragen statt Monolog und Behauptungen. Aus einer aktuellen (oder uralten) Zeitung vorlesen. Oder auch einmal ein schwarz-weißes Foto!

In der „Meisterklasse – präsentieren mit Durchschlagskraft“ probieren die (fortgeschrittenen) Teilnehmer, welche ungewöhnlichen Methoden bei ihnen persönlich wirken, zu ihrer Persönlichkeit passen - und welche nicht.

10.09.2012
von Emil Hierhold

Das persönliche Erlebnis – bewegend, glaubwürdig, aber nur wenn echt!

Projektor abschalten (Taste B!), die Aufmerksamkeit geht voll auf den Präsentator.

Ankündigung: „Dazu etwas, das mir vor kurzem passiert ist… " Jetzt müssen Ihre Zuhörer spüren, dass Sie tatsächlich etwas nach-erleben und nicht einfach eine Anekdote erzählen.

  • Rufen Sie sich Ihr Erlebnis ganz konkret vor Augen und Ohren!
  • Schalten Sie auf „Reportagestil": sprechen Sie in der Gegenwart und bringen Sie konkrete, plastische Details, auch wenn diese an sich unwichtig sind, z. B. "Ich sitze am Schreibtisch und schau' in mein Outlook. Plötzlich läutet das Handy und am Display sehe ich…"
  • Erlauben Sie Ihrem Körper, dass er Ihr Erlebnis nochmals „durchagiert“!
  • Überlegen Sie den Ausstieg aus der Geschichte, die Rückkehr in Ihre Präsentation.

Persönliche Erlebnisse, Gleichnisse, die Verwendung von Gegenständen und dergleichen sind Inhalt der „Meisterklasse – präsentieren mit Durchschlagskraft“.

07.08.2012
von Emil Hierhold

Herumgehen oder fest stehen? Sowohl-als-auch!

Manche Präsentatoren gehen beim Sprechen auf und ab, andere bleiben während ihres Vortrages an einem Punkt stehen. Was ist besser?
Die meisten Vortragenden marschieren aus einem einfachen Grund: die Bewegung "verbrennt" nervöse Energie und gibt ihnen ein besseres Gefühl. Allerdings kann es die Zuschauer ablenken und die Sicht auf die Slides blockieren.

  • Bewegen Sie sich VOR oder NACH einem Gedanken – nicht während Sie sprechen.
  • Stehen Sie fest und mit vollem Blickkontakt zum Publikum, wenn Sie einen wichtigen Punkt machen.
  • Überlegen Sie im Voraus, wo Sie wann sein wollen, besonders, wenn Sie ohne Fernsteuerung präsentieren!

Bewegung im Raum ist ein mächtiges Werkzeug: Sie benützen Ihren ganzen Körper, um Engagement zu zeigen und wichtige Aussagen zu unterstreichen. Je mehr Raum Sie beanspruchen, desto stärker ist Ihre Präsenz!

Die "kontrollierte Ortsveränderung" erproben und trainieren die Teilnehmer im HPS-Klassiker "Sicher präsentieren, wirksamer vortragen".

12.06.2012
von Emil Hierhold

Gezieltes Black-out: sinnvolle Finsternis mit Taste "B"

Die schönsten, professionellsten Slides und die trickreichsten Animationen von PowerPoint sind niemals so wirkungsvoll, wie die Persönlichkeit des Präsentators selbst.

In besonders wichtigen Momenten darf nichts von Ihrer Person ablenken: wenn Sie ein Erlebnis erzählen, wenn Sie zeigen wollen, wie wichtig das Ganze für Sie ist, bei der Ankündigung eines Höhepunktes – da sind Sie und nur Sie wichtig.

  • Drücken Sie einfach die Taste "B" (für "black") und die Projektionsfläche ist leer, wenn schon nicht "black", so doch frei von jeder Ablenkung.
  • Automatisch richten sich alle Blicke auf Sie – und automatisch steigt die Aufmerksamkeit durch diese unerwartete Veränderung.
  • Jetzt ein paar Schritte näher zum Publikum und die entsprechende Geschichte oder Ankündigung: „An dieser Stelle fragen Sie sich wahrscheinlich ….“

Sofort danach kehren Sie zu Ihrem Notebook zurück und mit jeder beliebigen Taste sind Sie wieder dort, wo Sie Ihre Präsentation verlassen haben.

In der "Meisterklasse – mit Durchschlagskraft präsentieren" erproben die Teilnehmer diese und andere Werkzeuge um die Aufmerksamkeit zu steigern und Argumenten Nachdruck zu verleihen.

12.06.2012
von Emil Hierhold

„Doch man sieht nur die im Licht sind …

… die im Dunkeln sieht man nicht“ (Bertold Brecht, Die Dreigroschenoper). Manche möchten ja aus gutem Grund lieber im Dunkeln bleiben, wie zum Beispiel der Gauner Mackie Messer in der Dreigroschenoper. Das umgekehrte Problem haben Präsentatoren vor großem Publikum in großen Sälen, die dann abgedunkelt werden um die Projektion voll zur Geltung zu bringen: der Präsentator steht dann oft im Dunkeln, buchstäblich "daneben" an seinem Pult, mit einer kleinen Lichtquelle die gerade sein Notebook oder das Manuskript beleuchtet. Dieses Licht kommt von unten und, wenn das Gesicht überhaupt sichtbar ist, wirkt es fast gespenstisch.

  • Überprüfen Sie – VOR dem Auftritt! – die Lichtverhältnisse, natürlich in Anwesenheit des verantwortlichen Technikers.
  • Bestehen Sie auf einer entsprechenden Beleuchtung des Rednerpults, es lässt sich immer ein zusätzlicher Spot aufstellen oder montieren!
  • Trauen Sie sich, kurz in das helle Projektionslicht Ihrer Slides zu treten und dort etwas zu zeigen. Voraussetzung natürlich: Headset, kein fix montiertes Mikrofon.

In einem "normalen" Präsentationstraining sind solche Situationen nicht simulierbar; aber als Berater oder Coaches für wichtige Präsentationen erkennen die HPS-Trainer solche Probleme beim Probelauf und finden die richtige Lösung.

13.02.2012
von Emil Hierhold

Wenn schon "Danke!" dann ehrlich und konkret!

"Danke für Ihre Aufmerksamkeit!" ist meistens entweder a) mein Bekenntnis, dass ich nicht über einen RICHTIGEN Schlusssatz nachgedacht habe oder b) ein Zeichen meiner Sorge, die Zuschauer könnten gar nicht mitbekommen, dass es zu Ende ist – peinlich! Ganz anders, wenn Sie Ihren Dank begründen:

  • Begründen Sie Ihren Dank für die Aufmerksamkeit: bei dieser Hitze, am Ende eines anstrengenden Tages, trotz der lärmenden Klimaanlage...
  • Danken Sie für andere Dinge – konkret und ehrlich: für die Zeit angesichts eines vollen Terminkalenders, für das Kommen trotz winterlicher Straßenverhältnisse, für interessante Fragen oder auch konstruktive Kritik, für die Bereitschaft, sich einen anderen Standpunkt anzuhören ...

Ihr Bedürfnis, sich bei Ihren Zuhörern zu bedanken, ehrt Sie. Ergänzen Sie es aber nach Möglichkeit mit einer Aufforderung, einer Hoffnung, einer Anregung. Also: Danke, dass Sie bis hierher gelesen haben – wenden Sie es bitte an!

In der "Meisterklasse – präsentieren mit Durchschlagskraft" erproben fortgeschrittene Teilnehmer ungewöhnliche und einprägsame Methoden für Start und Finale. Überprüft wird dabei immer, ob es zur Persönlichkeit passt.

10.02.2012
von Emil Hierhold

Energie für' s Finale: kraft-voll schließen!

Vielleicht sind Sie ja tatsächlich heilfroh, dass Sie "durch" sind - und entsprechend erschöpft. Merken darf das aber niemand!

  • Zuversicht in den  Worten: "…  und das werden wir gemeinsam schaffen!" "... und damit erreichen Sie Ihr Ziel!"
  • Festigkeit in der Haltung: aufrecht, frontal, nahe den Zuhörern
  • Sicherheit im Blick: richten Sie Ihre letzten Worte an den am weitesten entfernt sitzenden Teilnehmer – das bringt Sie automatisch in die Position "Kopf hoch"

Ist das einleuchtend? Dann spielen Sie es bitte rechtzeitig und laut durch, nur dann funktioniert es.

Bei Verkaufspräsentationen ist diese Phase besonders kritisch, weil spätestens hier der Übergang zum Dialog und zum eigentlichen (Verkaufs-)Abschluss folgt. Das gehört zu den Themen von "Erfolgreich präsentieren am runden Tisch".

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